Live: Break The Silence 2013

Veröffentlicht in Black Metal, Death Metal, Live mit den Tags , , , , am 20. Mai 2013 von Micha

[Vielleicht habe ich jetzt ja endlich mal etwas Zeit, meine ganzen Notizen und angefangenen Artikel aufzuräumen. Deshalb folgt demnächst - hoffentlich - noch etwas alter Kram. So wie der hier.]

Break The Silence

19.01.2013 – Dippoldiswalde, Parksäle

Break the Silence – so nennt sich das erste Event des neuen Jahres für mich. Ich glaube, ich war da schon eine ganze Weile nicht mehr, und während der Anreise ist mir auch wieder eingefallen, warum. Die Große Kreisstadt Dippoldiswalde ist zwar nur etwa 20 km von Dresden entfernt, trotzdem ist die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine halbe Weltreise.

Einen Zwischenstopp an einem Bahnhof mitten im tief verschneiten Nirgendwo muss ich einlegen. Der Bahnsteig und der Vorplatz sind menschenleer, das alte Bahnhofsgebäude ist verrammelt und rottet einsam vor sich hin, nur ein paar heruntergekommene und verlassen wirkende Plattenbauten stehen schweigend vor dem stahlgrauen Himmel. 28 Days Later – Sachsen besteht eben nicht nur aus Hypezig und DD-Neustadt.

Nach einer längeren Wartezeit in der Kälte und einer Busfahrt bergauf und bergab durchs Osterzgebirge bin ich dann doch wieder in der Zivilisation angelangt. Dipps, wie man hier sagt, ist ein malerisches kleines Städtchen – zumindest im örtlichen Kulturzentrum soll es heute aber alles andere als gemütlich zugehen.

Die erste Band des Abends spare ich mir, denn Ahnengrab machen Pagan Metal, und mit dieser Richtung konnte ich noch nie so viel anfangen. Außerdem ist es von herausragender Wichtigkeit, dass ich erst mal die Merchandising-Stände im Nebenraum auskundschafte.

Die nächste Kombo nennt sich kurz und prägnant einfach nur Kill. Hmmm, was für eine Art von Musik werden die bei diesem Namen wohl machen? Richtig, Death Metal. Das ist wieder so eine Gelegenheit, wo ich mich frage, ob ich bei der selben Veranstaltung gewesen bin wie alle anderen. Während der Auftritt dieser Band bei Facebook & Co. sehr gelobt wird, habe ich das alles in der Schublade “Nichts Besonderes” abgelegt. Nicht schlecht, ganz solide, aber eben auch nichts Herausragendes.

Tiefschwarz wird es jetzt mit Darkened Nocturn Slaughtercult. Ich bleibe da doch lieber ganz hinten, wegen des spritzenden Bluts. Die Vorsichtsmaßnahme ist allerdings ein bisschen übertrieben, denn heute wird anscheinend nicht ganz so sehr gesudelt wie bei früheren Auftritten, die ich schon gesehen habe. Ansonsten ist aber alles wie immer: Traditioneller Black Metal ohne Schnörkel oder neumodisches Gedöns, dafür aber angemessen garstig.

Wo D.N.S. auftaucht, da ist auch Purgatory oft nicht weit, so auch hier und heute. Ich habe die Band ja schon häufiger gesehen, deshalb habe ich mir eigentlich vorgenommen, mir das Ganze aus der Ferne und in Ruhe anzuschauen. Von diesem Vorsatz verabschiede ich mich aber sehr schnell nach Beginn des Auftritts. Alles plattwalzender, niederknüppelnder, drückender Death Metal – ein guter Grund, mich nach vorne durchzudrängeln. Neben bewährten Klassikern wie Seeds of Annihilation gibt es auch ein paar Songs vom neuen Album Deathkvlt, das es aber leider noch nicht zu kaufen gibt am Merch-Stand.

Zum Headliner Napalm Death braucht man nicht eigentlich nicht viel zu sagen – der Birmingham-Vierer liefert genau das Death/Grind-Geballer, für das er schon seit gefühlten Ewigkeiten bekannt und geschätzt ist. Neben den obligatorischen Klassikern wie Suffer the Children gibt es auch hier ein paar neue Songs vom Utilitarian-Album zu hören. Allerdings habe ich besonders Barney auch schon mal engagierter erlebt, er zappelt heute irgendwie weniger herum und redet auch sehr wenig. Vielleicht ist das ja auch ganz im Sinne von “Let the music do the talking”? Denn die kommt wie immer glänzend an, so viel Action im Publikum gab es bei keiner der vorhergehenden Bands.

Und dann ist auch schon Schluss, und es zeigt sich: Das Jahr 2013 fängt schon nicht schlecht an.

FUBAR

Veröffentlicht in Grindcore mit den Tags , am 18. Mai 2013 von Micha

Das passt ja wiedermal wie der Allerwerteste auf den Eimer: Gestern konnte ich an der feinen Krachveranstaltung mit F.U.B.A.R. im Dresdner Skullcrusher nicht teilnehmen, dafür kann ich mir heute den Stream des nächste Woche erscheinenden neuen Albums Lead Us To War anhören. Der Trostpreis sozusagen. Bitteschön:

(The Ritual)

Godstopper

Veröffentlicht in Doom Metal, Uncategorized mit den Tags , am 9. Mai 2013 von Micha

Ja, ich habe endlich gelernt, wie ich hier den Bandcamp-Player einbauen kann. Deshalb gibt es heute gleich noch mal was auf die Ohren. Auf Empfehlung von MetalSucks: Godstopper aus Kanada. Doom-Sludge-Noise-Alterna-Grunge-Post-Dingens oder so… Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll, ich muss das noch mehr hören…

Grind-Test

Veröffentlicht in Grindcore mit den Tags , am 5. Mai 2013 von Micha

Eigentlich nur ein Test, ob ich hier den Bandcamp-Player einbinden kann…

Wo ich schon dabei bin, kann ich das gleich mit guter Musik versuchen:

Jeff Hanneman 1964 – 2013

Veröffentlicht in Thrash Metal mit den Tags , , am 3. Mai 2013 von Micha
(c) Victoria Morse CC-BY-SA-2.0

(c) Victoria Morse CC-BY-SA-2.0

Das ist die Art von Nachricht, die man nicht lesen will bei einem letzten Blick in die Inbox und die diversen sozialen Netzwerke vor dem Zu-Bett-Gehen. Von der FB-Seite von Slayer:

Slayer is devastated to inform that their bandmate and brother, Jeff Hanneman, passed away at about 11AM this morning near his Southern California home. Hanneman was in an area hospital when he suffered liver failure.

Eine böse Überraschung, ein richtiger Schock. Die letzten Neuigkeiten, die ich gehört hatte, besagten, dass er am Songschreiben für das nächste Album ist, was die Hoffnung nährte, dass er nach dem verhängnisvollen Spinnenbiss nun bald wieder auf die Beine kommt. Und dann das.

Auch wenn sich das pathetisch anhört: Durch seine Musik wird er noch lange weiterleben. Ich sage nur: Reign In Blood. Eines der wichtigsten und einflussreichsten Metal-Alben aller Zeiten, zum großen Teil geschrieben von Hanneman und geprägt von seinen Riffs und rasenden Solos.

Auch wenn ich die neueren Slayer-Veröffentlichungen kaum noch höre – dieses Album war neben einigen anderen für mich der Einstieg in die extremeren Formen des Metal und begleitet mich schon jahrelang. Allerdings nicht schon seit 1986, dem Veröffentlichungsdatum. Damals habe ich mich noch nicht herangetraut an diese pure Aggression und wahnsinnige Energie, diesen bösartigen und bedrohlichen Sound. Ich war noch nicht bereit.

Heute öffne ich ein Bier, trinke auf Jeff und höre die passende Musik. Fucking SLAYYEEERRR!

Record Store Day

Veröffentlicht in Gelaber mit den Tags am 20. April 2013 von Micha

Heute ist Record Store Day. Da gibt es allerhand exklusive Releases zu kaufen, wie zum Beispiel dieses schöne Album hier:

Bei dieser Gelegenheit wird mir erst mal wieder bewusst, dass ich wahrscheinlich schon seit Jahren nicht mehr in einem “echten” Plattenladen war (die CD-Abteilung des örtlichen Geiz-Markts zählt ja nicht). Nicht, weil ich etwas gegen Plattenläden hätte, überhaupt nicht.

Früher – die Älteren unter den Lesern werden sich vielleicht noch erinnern – durfte eine solche Einrichtung in keiner Fußgängerzone und keiner Innenstadt fehlen. In solch einem Laden habe auch ich meine ersten Tonträger käuflich erworben. Für mich als relativem Neuling in Sachen Musik war ein Besuch in diesen heiligen Hallen immer wieder ein Erlebnis, ich war auch oft genug auch dann dort, wenn ich wusste, dass ich mir nichts kaufen kann – einfach so zum Schauen und Hören. Die riesigen Regale voller Platten und CDs, die Ständer mit T-Shirts von Bands, von denen ich vorher noch nie gehört hatte, die Konzert-Plakate und Promo-Fotos an den verbleibenden freien Plätzchen an der Wand – das war schon etwas Besonderes. Durchaus beeindruckt haben mich damals auch die Leute, die dort arbeiteten. Das waren Auskenner, die mal so locker mit jedem über alles fachsimpeln konnten, was mit Musik zu tun hatte, echte Checker, coole Typen, die  beinahe schon aus einem der Band-Fotos hätten entsprungen sein können.

Im Rückblick kann ich allerdings nur vermuten, dass ich das damals so toll fand nicht weil der Laden so super war und die Leute so viel wussten, sondern weil ich so wenig wusste. Überprüfen lässt sich das nicht mehr, denn die Bude hat schon irgendwann in den 90er Jahren dicht gemacht.

Aber zum Glück gab es ja noch andere derartige Anlaufstellen, die vor allem das “Reinhören” ermöglichten. Denn das war natürlich eine wichtige Funktion eines Plattenladens, als es weder Soundcloud noch Bandcamp gab, ja noch nicht einmal Myspace oder Youtube, und auch keine bösen, bösen Tauschbörsen. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, so etwas.

Irgendwann, deutlich später, nach einem berufsbedingten Umzug durfte ich dann endlich auch mal auf Metall-Musik spezialisierte Etablissements entdecken. Tatsächlich nicht nur einen, sondern gleich zwei Metal-Plattenläden. Einer war der Nuclear-Blast-Shop. Jaja, ich weiß, Nuclear Blast, untrue und so. In diesem Einkaufstempel gab es allerdings nicht nur NB-Releases. Vor allem waren dort auch die Werke der lokalen Untergrund-Kapellen zu haben, und immer wieder gute Musik-Tipps vom Chef.

Der andere Laden, ganz in der Nähe, hatte sich auf Second-Hand-Metal-Tonträger spezialisiert. Auch dort habe ich manches Mal meine Kohle gelassen. Leider konnten sich beide Geschäfte nicht all zu lange halten.

So, nun aber genug aus der Abteilung “Opa erzählt vom Krieg.” Der aktuelle Anlass hat mir nur noch mal so einiges wieder in Erinnerung gerufen – und mich dazu angeregt, mich doch nach Record Stores hierzustadt umzuschauen.

Pig Destroyer live in Tokio

Veröffentlicht in Grindcore mit den Tags am 14. April 2013 von Micha

So, Wochenende ist rum. Wie immer war es viel zu kurz. Zum Trost hier einfach mal etwas Geschrei – Pig Destroyer live in Tokio:

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