10 Jahre nix im Scheddel

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , , , am 4. Februar 2010 von Micha

Heute feiert die Konzertveranstaltung “Heavy Metal… Nix im Scheddel?” den zehnten Geburtstag.

Wenn ich mich an meinen letzten Scheddel-Geburtstag im Kulturbundhaus erinnere… Da wurden gute Bands eingeladen, mehrmals am Abend wurde angekündigt: “Ab sofort gibt es x Liter Freibier” (den plötzlichen Andrang an der Biertheke kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen), und die Zeit zwischen zwei Bands wurde durch ein paar Spielchen verkürzt. Toll war’s…

Die heutige Geburtstagsparty findet dagegen im Flowerpower statt – diese Location war mir bisher nicht durch besondere Nähe zum Metal aufgefallen.

Aber sei’s drum: Alles Gute zum Zehnjährigen, liebe Scheddel-Crew, und auf noch mindestens zehn weitere Jahre.

Live: Eisenvater

Veröffentlicht in Live mit Tags , , am 2. Februar 2010 von Micha

01.02.2010 – Subway To Peter, Chemnitz

Normalerweise gebe ich mir ja unter der Woche keine Livemusik, aber gestern musste es einfach sein, denn Eisenvater, die Kult-Band der 90er, spielten in Chemnitz. Dabei ist “Kult” hier mal kein Gesabbel irgendeiner Marketingabteilung, sondern ausnahmsweise mal die Wahrheit. Kommerziell sonderlich erfolgreich war die Band wohl nie, aber sie hatte immer ihren eigenen faszinierenden Sound. Erfreulicherweise ist sie nach längerer Pause wieder aktiv.

Beim Subway To Peter handelt es sich um eine Kellerkneipe, in der regelmäßig Live-Auftritte stattfinden. Das läuft dann so, dass die Band ihre Gerätschaften einfach in einer freigeräumten Ecke ohne Bühne auf dem Fußboden aufbaut. Wenn irgendwann genug Zuhörer eingetrudelt sind, geht es ohne Vorband direkt los. Eintritt kostet das Ganze nicht, stattdessen geht irgendwann mal ein Hut rum, wo jeder Zuschauer an Geld reinwirft, was ihm richtig erscheint.

Zurück zu Eisenvater: Kurz vor elf ging’s los (nicht direkt eine arbeitnehmerfreundliche Zeit), bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich inklusive meiner Wenigkeit immerhin schon vier Zuschauer vor der nichtexistierenden Bühne versammelt (nun gut, in anderen Teilen der Kneipe saßen noch ein paar Leute beim Bier). Das hört sich erstmal so an, als wäre der Abend ein ziemlicher Reinfall gewesen. Das war aber keineswegs so, und das lag schlicht und einfach an der großartigen Musik von Eisenvater.

Wie soll ich die Musik beschreiben? Unser lokales Veranstaltungsblättchen versucht es mit “handgemachte Musik zwischen Doom, Sludge, Alternative, Metal und Noise”. Sludge würde ich als grobe Stilrichtung mal so stehen lassen, Gitarrenwände und fette groovende Doom-Walzen sind wichtige Bausteine, aber auch teilweise eine leichte Post-Rock/Shoegazer-Atmosphäre. Der Gesang ist sludge-typisch schön räudig, ab und an mit Grind-Einschlag. Dieser Gesang wird allerdings nur sparsam eingesetzt, die Songs bestehen hauptsächlich aus langen Instrumental-Passagen.

Neben einer recht düsteren Atmosphäre erzeugt die Musik live auch eine gewisse hypnotische Wirkung – ich war am Ende jedenfalls ein bisschen überrascht, wie schnell die anderthalb Stunden des Auftritts um waren.

Nach dem Gig gab es noch einen kleinen Plausch beim Bier mit den herbeigeströmten Fan-Massen (so eine kleine Location hat eben auch Vorteile), dabei hat sich der sympathische Eindruck, den die Band vorher schon machte, bestätigt.

Zur Zeit ist Eisenvater mit den Japanischen Kampfhörspielen auf einer kleinen Tour unterwegs, einige Dates stehen noch aus. Ich kann jedem, der nichts dagegen hat, auch mal etwas abseits der “traditionellen” Metalstile zu hören, nur raten: hingehen. Es lohnt sich. Nach diesem Abend ärgere ich mich umso mehr, dass ich leider nicht am 05.02. in Jena dabei sein kann.

Scorpions – those were the days

Veröffentlicht in Rock, Uncategorized mit Tags , am 30. Januar 2010 von Micha

In den letzten Tagen war es (fast) überall zu lesen: die Scorpions haben ihren Abschied verkündet. Eigentlich ist mir das ziemlich wurst, ich finde die Scorpions nicht so doll.

Allerdings habe ich mich durch diese Meldungen wieder daran erinnert, wie ich früher auf einem klapprigen Kassettenrekorder “Rock You Like A Hurricane” und “Big City Nights” gehört habe – natürlich aus dem Radio aufgenommen.

Verdammt, ist das schon wieder lange her… ich gehe jetzt meine Rente beantragen.

:P

The Most Metal Song in the World

Veröffentlicht in Fun mit Tags , , am 28. Januar 2010 von Micha

Metal Metal Metal is falling on my steel

:)

Månegarm

Veröffentlicht in Video mit Tags , am 23. Januar 2010 von Micha

Tolles Video von Månegarm zum neuen Album “Nattväsen”:

Ja, der Helmuth…

Veröffentlicht in Death Metal mit Tags am 21. Januar 2010 von Micha

Die Musick kommt zuerst und dominiert alles, und der Rest ist Tod, Teufel und Sex.

Helmuth von Belphegor erklärt das neueste Album (im Nuclear-Blast-Werbeblättchen).

Dieses Wochenende ist es mal wieder so weit: Belphegor spielt in Leipzig zum Tanze auf.

I frei mi scho narrisch.

Legacy-Sampler #63 – Teil 2

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , am 18. Januar 2010 von Micha

Wer A sagt, muss auch B sagen – meine überaus wichtigen Kommentare zur zweiten Sampler-CD aus Legacy #63 stehen noch aus. Here we go…

  • NilePermitting The Noble Dead To Descend To The Underworld: Ein hammermäßiger Song – trotz der etwas schwächeren letzten Platte hatte ich von Nile nichts anderes erwartet. Die neue CD steht sowieso schon länger auf dem Wunschzettel.
  • HollenthonDeathly Dirges: Normalerweise reagiere ich ja auf alles, was sich irgendwie “Symphonic Metal” nennt, eher allergisch, aber das hier hört sich richtig interessant an.
  • Dark Age10 Steps to Nausea: Recht eigenständiger und abwechslungsreicher Melodic Death Metal-Song. Eines der nicht allzu häufigen Vorkommen von Klargesang, der sich nicht bescheiden anhört.
  • ThanatosThey Feed On Fear: Zackiger Death/Thrash Metal. Geprügel wie es sich gehört…
  • Smashed Ruins – Chapter IV: Sehr atmosphärischer Instrumental-Track. Ich würde es als Mischung aus Black Metal und Post Rock/Metal bezeichnen. Für eine ruhige Stunde :)
  • Brutal UnrestHellcatraz: Heftiger Death Metal im US-Stil: Blastbeat-Attacken und derbes Geröhre erinnern mich an Bands wie Malevolent Creation. Einfach nur gnadenlos auf die Fresse.
  • Lost Sphere Project – Stomachal Butterflies: Grindcore trifft auf Gefrickel, leicht chaotisch. Diese Band sollte ich vielleicht im Auge behalten, tönt ganz interessant.

BTW – der erste Teil ist hier zu finden.

Heavy Metal will never die

Veröffentlicht in Video mit Tags , am 16. Januar 2010 von Micha

Heute mal wieder ein Video. Irgendwie habe ich ja doch so eine klitzekleine Schwäche für kernigen Heavy Metal im Stil der 80er Jahre.

Live: Hills of Death

Veröffentlicht in Live mit Tags , , , , , , , , am 14. Januar 2010 von Micha

09.01.2010 – Heidelberg, halle02

Die Halle 02 kommt mir normalerweise nicht in den Sinn, wenn es darum geht, nach guten Konzerten zu suchen, schließlich ist dort sonst eher elektronische Tanzmusik zu hören. Daher habe ich auch nur durch Zufall mitbekommen, dass dort ein eintägiges Indoor-Festival stattfinden soll.

Als Headliner war Minas Morgul angekündigt. Eigentlich kenne ich von den Herren aus Frankfurt (Oder) nur einen einzigen Song, der ist dafür aber richtig groß: Eyn Meyster des Blutes. Deshalb hätte ich die gerne einmal live gesehen – umso ärgerlicher war es natürlich deshalb, dass ich, nachdem ich gemütlich am späten Nachmittag eingetrudelt bin, als erstes mal erfahren musste, dass Minas Morgul ihren Auftritt abgesagt haben. Offenbar hat ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schade, aber nicht zu ändern…

Die anderen Bands habe ich mir natürlich trotzdem angehört. Ich kam passend zum Beginn des Auftritts von L’estard, die mit fett groovendem Midtempo-Death Metal, unterlegt mit typischem Brutal Death Metal-Gegurgel, losgelegt haben. Im Laufe des Konzerts kamen zunehmend auch schnellere Parts und “traditionellere” Growls dazu, obwohl die Groove-Anteile immer wieder auftauchten. Das ist genau die Art von Musik, die so richtig schön zum Headbanging animiert, folgerichtig war bereits nach kürzester Zeit der Großteil des Publikums mit Mattenschütteln beschäftigt. Die Halle war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht wirklich voll, aber immerhin gab’s vor der Bühne schon mal ein bisschen Gedränge.

Der Auftritt war schon mal gut, und die Tatsache, dass das Publikum schon ganz gut abging, obwohl es noch recht früh war, ließ mich darauf hoffen, dass die Absage den weiteren Verlauf des Festivals nicht allzusehr negativ beeinflussen würde. Leider wurde diese Hoffnung ziemlich schnell enttäuscht, jede weitere Band mußte vor weniger Zuschauern spielen als die vorhergehende. Der Auftritt von L’estard war tatsächlich schon der Höhepunkt gewesen, was Stimmung und Zuschauerzahl anging.

Als nächstes durften Skaldheim ran. Wie der Name schon vermuten ließ, wurde Pagan Metal geboten. Soweit ich heraushören konnte, waren die Texte überwiegend auf deutsch. Einen Keyboarder gab es auch, oder besser gesagt einen Keytar-Spieler. Nachdem der Gig mit einem sehr langen Keyboard-Intro begonnen wurde, hatte ich schon die Befürchtung, dass die Musik sehr keyboardlastig ausfallen würde, das war dann aber doch nicht der Fall. Vielleicht war aber auch einfach nur der Sound so schlecht, dass man davon nichts gehört hat. ;) Auf jeden Fall war der Keyboarder aber das Bandmitglied, das sich auf der Bühne am meisten bewegt hat und ständig unterwegs war. Die Für Pagan-Fans wahrscheinlich ganz brauchbar, ich konnte aber nichts entdecken, was Skaldheims Musik aus der Masse der Pagan-Bands heraushebt. Und da ich sowieso mit Pagan Metal nicht so schrecklich viel anfangen kann, habe ich mich irgendwann an die Biertheke zurückgezogen.

Perish Sanity hieß die nächste Band. Beim Hören habe ich die für mich unter “Moderner Metal mit Core-Elementen” abgelegt, sonst ist mir aber von der Musik nicht viel in Erinnerung geblieben. Deshalb hier gleich mal ein Ausschnitt dieser Veranstaltung von Youtube:

Immerhin hat sich ein kleines Häuflein Fans noch dazu aufgerafft, die bei dieser Stilrichtung inzwischen wohl obligatorische Wall of Death zu zelebrieren, und zwar gleich mehrfach. Zum Ende des Auftritts wurde diese Übung dann kurzerhand auf die Bühne verlegt.

Der verbleibende Headliner des Abends war Sycronomica. Den Headlinerstatus erkannte man vor allem daran, dass sie ungefähr doppelt so lange spielen durften, leider aber nicht am Publikumsinteresse, denn die Halle hatte sich schon merklich geleert. Von den Bands dieses Abends war Sycronomica sicherlich die erfahrenste und professionellste, trotzdem hatten sie die undankbare Aufgabe, vor nur einer Handvoll Leute zu spielen. So etwas würde ich keiner Band wünschen. Selbst wenn ich zugeben muss, dass mich die gebotene Musik auch nicht besonders interessiert hat. Melodischer Black Metal mit Keyboards – an Dimmu Borgir musste ich sofort denken – ist einfach nicht mein Ding.

Seltsamerweise waren nach den Headlinern noch Bands vorgesehen. Das war auch nach der Running Order im Internet schon vorher so geplant und nicht etwa durch die Absage von Minas Morgul so improvisiert worden. Daher musste ich bis fast zum Schluß warten, um endlich mal Tombthroat live zu sehen. “Blood Red History“, ihr letztes Album von 2007 ist wirklich ein feines Stück Metall – Brutal Death Metal mit genug technischen Parts, damit die Musik interessant bleibt und nicht zu stumpfem Geprügel degeneriert. Brutal haben die Jungs auch gleich losgelegt und während des gesamten Auftritts ordentlich Dampf gemacht, und dass, obwohl inzwischen wirklich nur noch wenige da waren, die das hören konnten. Der Sänger (ein neuer, wenn ich das richtig mitbekommen habe – hört sich doch deutlich anders an als auf CD) hat es immerhin mit Humor genommen und grinsend mit den zwei besonderen Fans an der Bühne gescherzt, wenn die nicht gerade mit ihrem Zwei-Mann-Moshpit beschäftigt waren. Schade, diese Band hätte ein größeres Publikum verdient gehabt.

Danach hatte ich dann auch endlich genug und habe mir die allerletzte Band gespart.

Diese Veranstaltung gehört zu den wirklich sehr wenigen, bei dem mir das Wort “Reinfall” in den Sinn kommt. Wenigstens hatte ich es nicht so weit, wenn ich eine Stunde Anfahrt hinter mir gehabt hätte, hätte ich mich sicherlich auch sehr geärgert. Ich weiß nicht, was der Grund für diesen Ausgang der ganzen Sache war, aber ich kann nur hoffen, dass die Veranstalter noch Gelegenheit haben zu zeigen, dass es auch besser geht…

Live: Tankard

Veröffentlicht in Live, Thrash Metal mit Tags am 12. Januar 2010 von Micha

08.01.2010 – Weinheim, Café Central

Das erste Konzert im neuen Jahr, und es fängt ja gut an – nämlich erstmal damit, dass mir kurz vor der Abreise meine Mitfahrgelegenheit flöten ging (was damit zu tun hatte, das just an diesem Abend eine gewisse Daisy Deutschland einen Besuch abstatten sollte). Also musste der ÖPNV als Ersatz herhalten. Durch eine Kombination aus verpasster Bahn, einem nicht gerade dichten Takt und langer Wartezeit beim Umsteigen durfte ich dann knapp anderthalb Stunden verspätet im Café Central einlaufen. Natürlich hatte ich damit Raw, die einzige Support-Band, komplett verpasst. Das sorgte natürlich gleich für die richtige Stimmung bei mir:

Ich hatte mich vorher bereits gewundert, dass Tankard im doch relativ kleinen Café Central spielen sollte, bisher hatte man sich dort Metal-mäßig eher auf regionale Underground-Bands spezialisiert. Deshalb hatte ich mir zum ersten Mal überhaupt für eine Veranstaltung dort eine Karte im Vorverkauf besorgt. Das erwies sich als gute Entscheidung, denn so voll wie an diesem Abend habe ich den Club vorher noch nie erlebt – ob er tatsächlich ausverkauft war, weiß ich allerdings nicht.

Überfüllt war’s zwar nicht, und insgesamt hatten die Veranstalter die Sache ziemlich gut im Griff, aber durch die Menge der Zuschauer durfte ich mich gleich weiterärgern. Bis ich endlich nach Anstehen an der Theke mein Bier bekommen hatte, waren Tankard mit ihrem Soundcheck fertig und der Platz vor der Bühne bereits gerammelt voll. Dadurch, dass die Bühne ziemlich niedrig und der Veranstaltungsraum etwas verwinkelt ist, gab es von meinem Platz hinten nicht viel von der Band zu sehen – entweder stand eine Säule im Weg rum, oder ich durfte dem Mann am Mischpult über die Schulter linsen. Viel mehr als die Köpfe der Bandmitglieder konnte ich jedenfalls nicht sehen.

Denkbar schlechte Voraussetzungen also… Daran lag es wohl, dass es ziemlich lange gedauert hat, bis ich die Show genießen konnte. Oder vielleicht auch einfach daran, dass ein Tankard-Auftritt nüchtern nur halb so viel Spaß macht.

Wenn ich aber mal versuche, das so halbwegs objektiv zu betrachten, war das ein Tankard-Auftritt, wie ich ihn von früheren Gelegenheiten kannte, und damit kein schlechter. Vor der Bühne war mächtig was los, es wurde am laufenden Band gesurft. Gerre hat natürlich wieder ein paar dumme Sprüche gemacht und sich irgendwann freigemacht. Nachdem neben neuen Songs vom aktuellen Album auch Hits wie “Beermuda” oder “Die with a Beer in your Hand” gespielt wurden und ich mich so langsam mal auf den Weg nach vorne machte, war das Konzert aber auch schon mit den Zugaben (“(Empty) Tankard“) beendet.

Bei einem Blick auf die Uhr durfte ich aber leicht erstaunt feststellen, dass der Ausdruck “schon” vielleicht doch nicht ganz passend ist – zwischen anderthalb und zwei Stunden dauerte der Auftritt. Die Zeit verging wirklich wie im Flug, und meine schlechte Laune hatte sich irgendwann ganz heimlich aus dem Staub gemacht. Das ist doch schon mal was…

Hier noch ein kleiner Eindruck vom Konzert, gefunden auf DuRöhre: