Archiv für Oktober, 2009

Belphegor – Pestapokalypse VI

Posted in Death Metal, Tonträger with tags , , on 31. Oktober 2009 by Micha

pestapokalypse

Zum ersten Mal habe ich die Bekanntschaft mit Belphegors extremem Metal bei der Tour zum „Necrodaemon Terrorsathan„-Album gemacht – und war gleich begeistert. Der Mix aus Black und Death Metal, den dieses Album bietet, lässt sich wohl am besten mit den Worten „bestialische Raserei“ beschreiben.

Seitdem sind einige Jahre vergangen, die Ösis sind inzwischen sehr viel bekannter als damals, gleichzeitig höre ich aber immer wieder, dass die neueren Veröffentlichungen nicht an die alten Hammer-Alben heranreichen. „Pestapokalypse VI“ hat zwar auch schon wieder ein paar Jährchen auf dem Buckel, das ist aber trotzdem die aktuellste Belphegor-CD aus meinem Plattenregal. Mal sehen, wie der Vergleich ausfällt…

Die wichtigsten Dinge von damals sind auf jeden Fall auch hier vorhanden: Die Songs sind meist rasend schnell und werden von gnadenlosen Blastbeat-Attacken vorangetrieben, die Gitarren sägen sich direkt ins Gehör, und dazu keift und growlt Helmuth hasserfüllt wie eh und je.

Allerdings wird jetzt auch hin und wieder mal das Tempo zurückgenommen, es gibt einige Mid-Tempo-Parts, und sogar mal Melodien. :) Bei „Bluhtsturm Erotika“ ist sogar ein mitgröhltauglicher Refrain zu hören. Dadurch sind die Songs natürlich abwechslungsreicher, die Musik wirkt zumindest in diesen Momenten auch kontrollierter und weniger roh.

Das ist zwar erstmal ein kleiner Unterschied zu früheren Veröffentlichungen, aber es ist trotzdem immer noch ganz deutlich Belphegor zu hören. Finsterer, brutaler, blasphemischer und vernichtender Extrem-Metal eben.

Die Qual der Wahl

Posted in Death Metal with tags , , , , , , , on 30. Oktober 2009 by Micha

Freitag Abend und nix los – eine gute Gelegenheit zur Vorausschau auf die kommenden Wochenenden. Gleich auf den ersten Blick merke ich, dass ich nächsten Monat wohl mindestens ein interessantes Konzert verpassen werde. Am 20.11. sind nämlich gleich zwei hier in der Gegend.

Da ist zum einen der „Headtwisting Gig Bang II“ in Leipzig, der sich dem Progressive Metal widmet. Es spielen auf zum Tanz: Delta Cepheid, Vildhjarta und In-Quest.

Delta Cepheid haben schon öfter hier in der Gegend gespielt, aber ich habe sie immer irgendwie verpasst. Das wäre jetzt die Gelegenheit, das mal zu ändern. Der Song „Singularity“ von ihrer Myspace-Seite ist richtig klasse mit seinen gnadenlosen Blastbeat-Attacken und dem Hochgeschwindigkeitsgefrickel. Es gibt aber auch langsamere und atmosphärische Parts mit Frauengesang in ihren Songs, und das gefällt mir weniger. Wäre interessant zu sehen, was live dabei rauskommt.

Vildhjarta sind dagegen weniger todesmetallisch, sondern gehen mehr in die Meshuggah-Richtung. Guter Stoff, zumindest solange bis der klare Gesang einsetzt. Und ein neues Wort habe ich beim Surfen auch gelernt: djent. :)

In-Quest wiederum würde ich als Mischung aus Melodic Death Metal und Progressive Metal beschreiben. Recht interessant, vor allem in den Momenten, wenn sie etwas aufs Gas drücken und die Blastbeats auspacken.

Am selben Tag macht die „Those Whom The Gods Detest“-Tour mit Nile und  Krisiun Station in Glauchau. Nile stellen ihr neues gleichnamiges Album vor, und da sie im Laufe ihrer Karriere einige granatenmäßige Alben rausgehauen haben, bin ich schon mächtig gespannt. Bei Krisiun sieht das ganz ähnlich aus, sie haben fantastische Death Metal-Platten veröffentlicht (Conquerors of Armageddon!), aber im Unterschied zu Nile habe ich sie erstaunlicherweise noch nie live gesehen. Das muss wirklich dringend geändert werden. Alleine für diese zwei Bands würde sich die Fahrt nach Glauchau schon lohnen, da interessiert mich gar nicht mehr, wer da sonst noch spielt.

So, demnächst muss ich mich entscheiden, wo es an diesem Abend auf die Ohren gibt. Ein bisschen Zeit habe ich ja noch…

Rocking HD

Posted in Uncategorized with tags , , , on 29. Oktober 2009 by Micha

Aus aktuellem Anlass mal ein paar Überlegungen zum Thema: Wohin in Heidelberg am Wochenende?

Einen richtigen metallischen Treffpunkt gibt es dort schon lange nicht mehr, da musste  ich mir also Gedanken machen, wo es sich lohnt, abends hinzugehen, um den samstäglichen Hopfentee zu genießen. Ein paar brauchbare Möglichkeiten gibt es immerhin:

  • Joe’s Rock Café: Habe ich nur entdeckt, weil ich zufällig dort vorbeigekommen bin. Eigentlich eine Billard-Kneipe, man kann sich aber natürlich auch einfach nur an die Bar setzen. An Musik läuft dabei meist härterer Rock oder Heavy-Metal-Klassiker aus den 80ern, der DJ legt aber auch schon mal Slayer auf, wenn man lange genug nervt. :) Als ich letztes Mal dort war, bin ich gleich von einem besoffenen Nazi-Wikinger-Deppen angepöbelt worden, der von mir wissen wollte, ob ich „zur Antifa gehöre“. Während ich mich noch gefragt habe, ob solche Gestalten dort zum Stammpublikum gehören, wurde der Kerl erfreulicherweise vom Wirt unter Mithilfe zweier Gäste vor die Tür geleitet.
  • Eckstein: Ich erinnere mich von früher daran, dass das eine Kneipe war, wo nur Amis oder besonders „schicke“ Leute (die typischen gegelten Bürschchen) hingegangen sind. Nachdem es offenbar seit einiger Zeit einen neuen Chef gibt, ist das glücklicherweise nicht mehr so. Das Musikprogramm kann man eigentlich ganz ähnlich wie beim Joe beschreiben, nur dass hier noch ein deutlicher Anteil an Mainstream- und Indie-Rock dazukommt.
  • Karl: Der Chef dort spielt gerne Classic Rock, wenn allerdings Marcus, der Sänger von Doggirl und Dirty Deeds, hinterm Tresen steht, kann es gerne mal etwas heftiger werden. Hier trifft man am Wochenende auch häufig einige Metaller.

Deaf Metal

Posted in Fun with tags on 24. Oktober 2009 by Micha

Sex Pistols – Never Mind The Bollocks Here’s The Sex Pistols

Posted in Tonträger with tags , , , , on 24. Oktober 2009 by Micha

sex-pistols-never-mind-the-bollocks2

Dieses Album taucht wohl in so ziemlich jeder Liste der besten oder einflussreichsten Rock-Platten auf. Obwohl ich mit Punk nie besonders viel anfangen konnte, habe ich mir das Teil dann wenn schon nicht selbst gekauft, dann zumindest mal geliehen. :)

Natürlich habe ich mich auch ein bisschen im Netz umgesehen – oft ist da zu lesen, dass die Sex Pistols klingen, „als hätten sie die Instrumente auf der Müllkippe gefunden“, oder ähnliche Beurteilungen der musikalischen Fähigkeiten. Das kann ich (als äußerst unmusikalischer Mensch) für diese Platte so erstmal nicht bestätigen. Gut, die Musik klingt schon sehr simpel, aber soweit ich das beurteilen kann, wissen die vier recht gut, was sie tun.

Was mir bei den Songs dieses Albums am besten gefällt, ist der Gesang von Johnny Rotten – derb, rotzig und herrlich höhnisch, wie z.B. bei „God Save the Queen„. Dieser Song ist zusammen mit „Anarchy in the UK“ auch nicht nur der bekannteste, sondern auch der beste dieses Albums. Ansonsten kann mich der Rest nicht so recht begeistern, dazu ist mir das alles doch etwas zu abwechslungsarm und mein Interesse an Punk nicht groß genug.

Meilenstein hin oder her –  so oft werde ich diese CD wahrscheinlich nicht mehr anhören.

Suffocation-Album im Stream

Posted in Death Metal with tags , on 22. Oktober 2009 by Micha

Eben bei Bloodchamber gelesen: Das neue Live-Album von Suffocation, „The Close of a Chapter“, gibt es im Augenblick komplett und kostenlos hier als Stream zu hören. Ich konnte jetzt erst mal nur kurz reinhören, aber das, was ich gehört habe, war richtig geil. Da weiß ich jetzt schon, was ich mir am Wochenende mal reinziehen werde.

Brütal Legend

Posted in Uncategorized with tags , , , , on 21. Oktober 2009 by Micha

killmasterUm Brütal Legend (nur echt mit Heavy Metal Umlaut) komme ich offenbar auch nicht herum, dabei habe ich gar keine Spielkönsöle. Spiegel Online hat ein Interview mit dem Chef-Designer:

SPIEGEL ONLINE: Man könnte sagen, dass Sie mit Heavy Metal die vielleicht am wenigsten humorvolle Musikrichtung von allen ausgewählt haben für Ihr Spiel.

Schafer: Finden Sie? Ich finde, Heavy Metal hat etwas Urkomisches. Das dachte ich vielleicht mit 14 noch nicht. Als Teenager habe ich das sehr ernst genommen, ich dachte, hier geht es um Gut gegen Böse, um Düsternis, Wahnsinn, Entfremdung. Das passt zur „teenage angst“. Deshalb wenden sich viele Leute von Heavy Metal ab, wenn sie ein gewisses Alter erreichen, 18 ungefähr. Weil es eben ziemlich lächerlich ist. Sie wissen schon: Manowar. Solche Bands übertreiben es einfach. Aber später, wenn man noch älter wird, kapiert man, dass das Lächerliche gut ist, weil es einfach ungehemmte Begeisterung und Überschwang ausdrückt. Das hat Unterhaltungswert, man kann sich entspannen und sich an der Musik freuen – großartig und lächerlich zugleich.

Was ist denn das schon für eine Frage vom Interviewer? Natürlich ist im Metal alles todernst. Wir sind schließlich nicht zum Spaß hier.

Übrigens kenne ich niemanden, der aufgehört hat, Metal zu hören – aber eben auch niemanden, der ernsthaft Manowar hört. Da könnte es womöglich einen Zusammenhang geben.