Live: Nervecell + September Murder + Invocation

18.09.2009 – Halle/S., Marktwirtschaft

Nach längerer Zeit ergab sich endlich einmal wieder die Gelegenheit, einer „Full Force Metal“-Veranstaltung in Halle beizuwohnen. Bei den sehr Underground-lastigen Konzerten, die früher in der alten „Marktwirtschaft“ veranstaltet wurden, war ich damals des öfteren zu Gast, seitdem besagte „Marktwirtschaft“ in ein anderes Gebäude umgezogen ist, konnte ich nicht mehr dabei sein. Als ich also dank last.fm’s Event-Vorschlagsfunktion von einem weiteren Konzert der Reihe mit drei Bands, deren Hörproben bei myspace sich sehr vielversprechend anhörten, erfahren habe, habe ich mich recht kurz entschlossen auf den Weg gemacht. Zumal der Headliner des Abends die aus Dubai stammenden Nervecell waren, und eine Band aus dieser Ecke der Welt hört man hierzulande nun wirklich nicht sehr oft.

flyer-NervecellSo, nach der Ankunft vor Ort und der ersten Erfrischung ging’s dann auch gleich mal los mit Invocation. Es war deutlich zu erkennen, dass die Jungs schön fleißig Morbid Angel gehört haben, aber auch andere US-Death Metal-Kapellen scheinen als Vorbilder zu dienen. Entsprechend wurde richtig fetter DM in’s Publikum geballert, das leider noch sehr müde vor der Bühne rumhing. Dabei bot die Band eine erstklassige Leistung, ganz besonders der Sänger, dessen extreme Growls mich an einen brünftigen Hirsch denken lassen :)

Etwas melodischer geht die nächste Band, September Murder, zuwege – aber erfreulicherweise auch wieder nicht zu sehr, eine gehörige Portion Brutalität und Geballer sind auch mit dabei. Allerdings hört sich im direkten Vergleich mit der vorhergehenden Band das ganze teilweise etwas dünn an – was daran liegen dürfte, dass sie nur einen Gitarristen haben.

Wie gesagt kommen Nervecell, die Headliner des Abends, aus Dubai – die Bandmitglieder selbst stammen allerdings aus Jordanien, Libanon und Indien. Orientalische Elemente, wie man sie bei diesem Hintergrund vielleicht erwarten könnte, gibt es in ihrer Musik aber nicht. Stattdessen gab es einen Mix aus Death und Thrash auf die Ohren. Dabei bewegte sich die Musik meist in den oberen Geschwindigkeitsbereichen und animierte das Publikum, das endlich aufgewacht zu sein schien, zu jeder Menge Action vor der Bühne.

Der Weg nach Halle hat sich an diesem Abend auf jeden Fall gelohnt. Drei gute Bands, kein Ausfall dabei – so gehört sich das :)

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