Archiv für November, 2009

Live: Gama Bomb + Shoot on Marrow

Posted in Live, Thrash Metal with tags , , , on 29. November 2009 by Micha

27.11.2009 – Chemnitz, Bunker

Weiter geht’s mit der Livemusik in diesem Monat. Dieses Wochenende stand Gama Bomb auf dem Programm. Vor kurzem hatte ich mir ja das aktuelle Album heruntergeladen, als ich mitbekommen habe, dass die Jungs praktisch direkt hier vor der Haustür spielen, musste ich natürlich unbedingt hin.

Als ich ankam, musste ich mich allerdings erst mal wundern, ob ich überhaupt auf der richtigen Veranstaltung bin – der Bunker war voller Emos und Deathcore-Kids. Ein großer Teil davon schien mir noch nichtmal volljährig zu sein. Offensichtlich waren die wegen Shoot on Marrow da. Ich glaube, ich erwähnte bereits ab und an, dass ich Metalcore nicht mag. Das hat sich auch durch diesen Auftritt nicht geändert. Der Beginn war noch recht annehmbar, mit einem ausführlichen melodischen Instrumental-Intro, ansonsten war’s aber nicht weiter bemerkenswert. Der Sänger baute hin und wieder Pig Squeals ein, zum Glück aber so leise, dass es kaum auffiel (ich hasse diesen Quatsch), eines der anderen Bandmitglieder durfte schrägen Klargesang beisteuern. Ansonsten habe ich Breakdowns schon mal besser gehört, die waren hier irgendwie ein bisschen holprig. Wenn schon Breakdowns, dann aber knackiger und mit mehr Bums. Vielleicht war das ja der Grund, dass sich nur eine Windmühle vor der Bühne einfand.

Nach diesem Auftritt wurde das Publikum offenbar komplett ausgewechselt – die Kids waren nicht mehr zu sehen, stattdessen fanden sich jede Menge Kuttenträger zur Darbietung von Gama Bomb ein. Nicht nur durch die traditionelle Tracht der Fans, sondern erst recht durch die Musik konnte man sich in die 80er zurückversetzt fühlen. Sehr klassischen Thrash Metal gab es auf die Ohren. Bei der „Tales from the Grave in Space“-CD war das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, der sehr hohe Speed Metal-mäßige Gesang, deshalb konnte ich erfreut zur Kenntnis nehmen, dass die Vocals live nicht so hoch und merklich rauer ausfielen.

Ein großer Teil des Sets wurde von Songs der aktuellen CD eingenommen, aber auch ältere Stücke wie „Hammer Slammer“ kamen nicht zu kurz. Die Band war offensichtlich gut aufgelegt, der sympathische Sänger konnte das Publikum mit seinen Sprüchen immer wieder unterhalten und zu kurzen Mitmach-Spielchen animieren. Die Songs gehören sicherlich nicht zu den abwechslungsreichsten oder anspruchsvollsten, aber wenn das ganze mit so viel Spielfreude dargeboten wird, macht das Zuschauen und Dabeisein einfach nur Spaß, deshalb wurde die Band verdient gefeiert. So muss eine Old School Thrash Metal-Show aussehen.

Gewundert hat mich nur die Auswahl der Support-Band – beim Sound von Gama Bomb würde mir spontan Roadkill hier aus der Gegend als passende Vorband einfallen.

Noch mehr Downloads

Posted in Death Metal with tags , , on 25. November 2009 by Micha

Zum ersten: Sophicide – die EP „The Art of Atrocity“ gibt es hier zum Download. Richtig guter Stoff. Laut eigener Beschreibung des Künstlers „Deathmetal mit schön Geknüppel aber auch Melodie und einem Hauch Progressive“. Jawoll, ein Künstler. Es handelt sich um ein Ein-Mann-Projekt. Noch bemerkenswerter: dieser eine Mann ist ganze 19 Jahre alt. Hut ab!

Zum zweiten: Torture Division – ein Trio, bestehend aus Musikern von Vomitory und The Project Hate MCMXCIX.  Sämtliche bisher erschienenen Demos gibt es hier zum Download.

Live: Nile + Krisiun + Grave + Co.

Posted in Death Metal, Live with tags , , , , , , on 23. November 2009 by Micha

20.11.2009 – Glauchau, Alte Spinnerei

Wie schon früher beschrieben, hatte ich an diesem Abend die Wahl zwischen verschiedenen Konzerten. Ich habe mich dann für Nile & Co. entschieden, weil ich sowohl Nile als auch Krisiun zu meinen Lieblingsbands zähle.

Vor diesen Höhepunkten waren natürlich noch ein paar andere Bands dran, als erstes Corpus Mortale aus Dänemark. Für den Anfang solider Death Metal mit US-Kante. Ansonsten erinnere ich mich nicht mehr an vieles, was nicht damit zu tun hat, dass die Band vielleicht schlecht wäre, sondern daran, dass der Abend noch lang war. So ein Opener hat’s eben schwer.

Mehr hängengeblieben ist da schon vom Ulcerate-Auftritt. Der Technical/Progressive Death Metal von Ulcerate ist doch etwas vertrackter, als es anscheinend die meisten unvorbereiteten Zuschauer (inklusive mir) erwartet haben – die Reaktionen des Publikums sind auf jeden Fall noch relativ verhalten. Gut sind die Vier aus Neuseeland trotzdem, ich würde mir das Ganze eben nur mal gerne in Ruhe zu Hause aus der Konserve anhören. Die neuste CD von Ulcerate habe ich deshalb erst mal auf meine Einkaufsliste gesetzt.

Über Grave gibt’s eigentlich wenig zu sagen, sie spielen an diesem Abend eben das, was sie schon seit über 20 Jahren spielen: Schweden-Tod der alten Schule. Das wirkte sehr routiniert, an besondere Höhepunkte erinnere ich mich nicht, aber immerhin lädt es sehr zum Bangen ein. Deshalb war wohl auch zum ersten Mal an diesem Abend etwas mehr Action vor der Bühne.

Und dann endlich: der brasilianische Familienbetrieb Krisiun. Ihre Alben zeichnen sich für mich durch ihre brutalen, Blastbeat-getriebenen Death Metal-Gemetzel aus, die aber dank der musikalischen Fähigkeiten der drei Brüder nie zu simplem Gehacke verkommen. Und genau das bringen sie auch live. Das Publikum hat das mit fleißigem Kopfschütteln und einem kleineren Mosh Pit belohnt. Bejubelt werden durfte natürlich auch das ein oder andere Solo von Gitarrist Moyses. Und überhaupt war’s wieder mal viel zu schnell vorbei.

Nile machen sehr feine Musik, „In Their Darkened Shrines“ oder „Black Seeds of Vengeance“ hole ich immer wieder gerne aus dem Regal. Live konnten sie natürlich wieder mal zeigen, was sie draufhaben. Obwohl es ja meist dasselbe ist, wenn ich Nile live sehe: übermäßig viel los ist meist nicht im Publikum – vielleicht sind einfach alle mit Glotzen und Staunen beschäftigt. Kein Wunder, besonders wenn Karl Sanders richtig loslegt. Es gab aber glücklicherweise kein sinnloses Gefrickel zu hören, sondern böse und bedrohlich wirkende Songs, drückend und brachial dargeboten. Dallas Toler-Wade war offenbar richtig gut aufgelegt und sorgte zwischendurch noch für ein bisschen Publikumsanimation, besonders bei Black Seeds of Vengeance zum Schluß.

Nile ist einfach nur mächtig beeindruckend. Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei. :)

Until The Light Takes Us

Posted in Black Metal with tags , , , on 22. November 2009 by Micha

Da wir gerade bei Filmen über Metal sind:

Ob eine weitere Doku über ‚Trve Norwegian Black Metal‘, Kirchenbrandstiftungen usw. unbedingt nötig war, weiß ich ja nicht…

Schwermetall – der Film

Posted in Uncategorized with tags , on 22. November 2009 by Micha

Schon bei einigen Konzerten wurde mir ein Flyer zu „Schwermetall – der Film“ in die Hand gedrückt. Ich weiß aber nicht so recht, was ich davon halten soll. Auf der Webseite ist eine Riesen-Liste mit Festivals und Konzerten zu finden, auf denen anscheinend gefilmt wurde. So viel kann doch nie im fertigen Film verwendet werden, selbst wenn jeweils nur ein paar Minuten übrigbleiben. Das wirkt auf mich so, als ob die Macher möglichst ALLES in den Film packen wollten und einfach erstmal ohne großen Plan drauflosfilmen.

Außerdem geht es anscheinend nicht voran – die Webseite ist seit Monaten nicht mehr aktualisiert worden, im Trailer, den man sich dort auch anschauen kann, sind keine Filmausschnitte zu sehen, und einen Start-/Veröffentlichungstermin gibt es auch nicht.

Naja, schaumermal was daraus noch wird.

Neues Slayer-Coverartwork

Posted in Fun with tags on 19. November 2009 by Micha

Es gibt ein neues, alternatives Album-Cover für Slayers aktuelles Album „World Painted Blood“ zu bewundern:

:)

Gesehen bei dhrac.

Download-Tips

Posted in Black Metal with tags , , , , , , on 19. November 2009 by Micha

Hier gibt es gleich drei Tribute-Alben – oder besser gesagt ein Tribute-Projekt bestehend aus drei Teilen – zum kostenlosen Download. Jeweils eine der CDs von „Old Crown, New Spawn“ ist Emperor, Arcturus bzw. Ved Buens Ende gewidmet. Interessant ist dabei, dass die auf diesen CDs vertretenen Bands deutlich ihren eigenen Stil einbringen, statt die Songs einfach nur möglichst originalgetreu nachzuspielen.