World painted schwafel

Metal ist offenbar inzwischen gesellschaftsfähig – wie sonst ist es zu erklären, dass sich sogar schon bei FAZ.net ein Artikel zum neuen Slayer-Album findet (zeitweise sogar auf der Startseite)? Aber nicht zu früh freuen – ich darf mal zitieren:

Die Gitarrensoli von Kerry King zum Beispiel klingen mehr denn je wie chinesisch schnatternde Muskelentzündungen, die eine vier Meter breite Fleischfachverkäuferin mit Geschirrspülmittel eingeseift hat, damit sie besser weh tun. Die Soli des Kollegen Jeff Hanneman wiederum gleichen eher einer Art analphabetischer Benommenheit, die sich, bedrängt von verrücktem Gestrüpp in den Varianten Dusel, Wirrwarr und Schwindelgefühl, zäh durch die Songstrukturen frisst, bis sie eine Lichtung der totalen, freischwebenden Absurdität erreicht, wo sie sich endlich selbst verschlingt und sofort wieder auswürgt, da capo. Sehr hübsch; so was kann Helmut Schmidt auf dem Klavier gewiss nicht.

Aha. So hat man sich das also vorzustellen, wenn der alte Spex-Schwurbler Dietmar Dath über Musik schreibt. Immerhin – an einer Stelle musste ich dann doch mal lachen:

Was gefällt ihr eigentlich [..] an Texten schließlich, die von nichts als Zorn, Verstümmelung, Wahn, Seuchen und Christdemokratie handeln?

:)

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