Live: DevilDriver + Behemoth + Scar Symmetry

14.11.2009 – Leipzig, Hellraiser

Eigentlich wollte ich nicht mehr zu diesen Mammut-Konzerten gehen, die von Rock The Nation immer veranstaltet werden – Heidenfest, Paganfest, Metalfest, Schwachkoppfest und wie sie alle heissen. Wenn dort sieben Bands oder so spielen, dann spielen diejenigen, die ich sehen will, garantiert immer viel zu kurz.

Die Neckbreakers Ball-Tour entspricht da glücklicherweise mit vier Bands eher dem üblichen Tour-Schema, da lohnt sich ein Besuch schon eher.

Neckbreakers Ball

Natürlich hatte mein Zug nach Leipzig fast eine Stunde Verspätung, so dass ich Arsis verpasst habe, ich konnte gerade noch den letzten Song hören. Vielen Dank auch, liebe Bahn. Deshalb kann ich zum Auftritt eigentlich auch nichts sagen, die paar Minuten, die ich gehört habe, waren aber überaus brauchbarer Melodic Death Metal.

Melodic Death Metal spielt auch Scar Symmetry, die nächste Band, die auf dem Programm stand – allerdings meiner Meinung nach längst nicht so gut wie das Stückchen Arsis zuvor. Von den zwei Sängern der Band ist der eine für die Growls zuständig, der andere für die cleanen Vocals – kennt man ja inzwischen. Mit den Growls ergab sich ein typischer Melodic Death Metal-Sound a la In Flames. Alles andere als originell, aber eigentlich ganz OK. Den deutlich größeren Anteil an den Songs hatte allerdings der Klargesang, und der hörte sich nach schlechtem, „cheesy“ Power Metal an. Da mir sowas noch nie gefallen hat, habe ich irgendwann nur noch gewartet, bis der Auftritt vorbei ist.

Behemoth war der eigentliche Grund für meinen kleinen Ausflug nach Leipzig. Auf dem PartySan 2008 haben die Vier einen gigantischen Auftritt hingelegt – an den sind sie diesmal leider nicht herangekommen. Trotzdem waren sie für mich ganz klar die beste Band des Abends. Die typischen Elemente des Behemoth-Sounds waren natürlich auch dieses Mal wieder dabei – brutale zermalmende Riffs, fiese Growls von Nergal und die MG-mäßigen Blastbeats von Inferno. Durch die Aufmachung der Band und die Bühnendekoration wird die düstere Wirkung der Songs immer sehr schön unterstützt, auch diesesmal wieder thronte Nergal wie ein finsterer Hohepriester über der Masse. Die Show war leider viel zu schnell vorbei, wenn’s nach mir gegangen wäre, wäre Behemoth der Headliner gewesen.

Diese Position hatte allerdings DevilDriver. Den Namen hatte ich zwar vorher schon mal gehört, das war aber auch schon alles, ich habe vorher tatsächlich noch keinen einzigen DevilDriver-Song gehört, deshalb war ich einigermaßen gespannt, was mir denn da so geboten werden würde. Groove Metal, New Wave of American Heavy Metal, Melodeath – das sind so die Stichworte, die mir dazu eingefallen sind. Nach Behemoth war ich nicht wirklich in der Stimmung, mir sowas anzuhören, deshalb habe ich mich schnell an die Bar verzogen. Ein großer Teil des Publikums war aber anscheinend wegen DevilDriver da, denn während des Auftritts ging es im Saal richtig rund, mit Stagedivern und Moshpit.

So, das war jetzt der Auftakt zum vorweihnachtlichen Metal-Marathon – bis Weihnachten steht fast jedes Wochenende ein Konzert auf dem Plan. Schaumermal, wie’s weitergeht…

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