Live: Nile + Krisiun + Grave + Co.

20.11.2009 – Glauchau, Alte Spinnerei

Wie schon früher beschrieben, hatte ich an diesem Abend die Wahl zwischen verschiedenen Konzerten. Ich habe mich dann für Nile & Co. entschieden, weil ich sowohl Nile als auch Krisiun zu meinen Lieblingsbands zähle.

Vor diesen Höhepunkten waren natürlich noch ein paar andere Bands dran, als erstes Corpus Mortale aus Dänemark. Für den Anfang solider Death Metal mit US-Kante. Ansonsten erinnere ich mich nicht mehr an vieles, was nicht damit zu tun hat, dass die Band vielleicht schlecht wäre, sondern daran, dass der Abend noch lang war. So ein Opener hat’s eben schwer.

Mehr hängengeblieben ist da schon vom Ulcerate-Auftritt. Der Technical/Progressive Death Metal von Ulcerate ist doch etwas vertrackter, als es anscheinend die meisten unvorbereiteten Zuschauer (inklusive mir) erwartet haben – die Reaktionen des Publikums sind auf jeden Fall noch relativ verhalten. Gut sind die Vier aus Neuseeland trotzdem, ich würde mir das Ganze eben nur mal gerne in Ruhe zu Hause aus der Konserve anhören. Die neuste CD von Ulcerate habe ich deshalb erst mal auf meine Einkaufsliste gesetzt.

Über Grave gibt’s eigentlich wenig zu sagen, sie spielen an diesem Abend eben das, was sie schon seit über 20 Jahren spielen: Schweden-Tod der alten Schule. Das wirkte sehr routiniert, an besondere Höhepunkte erinnere ich mich nicht, aber immerhin lädt es sehr zum Bangen ein. Deshalb war wohl auch zum ersten Mal an diesem Abend etwas mehr Action vor der Bühne.

Und dann endlich: der brasilianische Familienbetrieb Krisiun. Ihre Alben zeichnen sich für mich durch ihre brutalen, Blastbeat-getriebenen Death Metal-Gemetzel aus, die aber dank der musikalischen Fähigkeiten der drei Brüder nie zu simplem Gehacke verkommen. Und genau das bringen sie auch live. Das Publikum hat das mit fleißigem Kopfschütteln und einem kleineren Mosh Pit belohnt. Bejubelt werden durfte natürlich auch das ein oder andere Solo von Gitarrist Moyses. Und überhaupt war’s wieder mal viel zu schnell vorbei.

Nile machen sehr feine Musik, „In Their Darkened Shrines“ oder „Black Seeds of Vengeance“ hole ich immer wieder gerne aus dem Regal. Live konnten sie natürlich wieder mal zeigen, was sie draufhaben. Obwohl es ja meist dasselbe ist, wenn ich Nile live sehe: übermäßig viel los ist meist nicht im Publikum – vielleicht sind einfach alle mit Glotzen und Staunen beschäftigt. Kein Wunder, besonders wenn Karl Sanders richtig loslegt. Es gab aber glücklicherweise kein sinnloses Gefrickel zu hören, sondern böse und bedrohlich wirkende Songs, drückend und brachial dargeboten. Dallas Toler-Wade war offenbar richtig gut aufgelegt und sorgte zwischendurch noch für ein bisschen Publikumsanimation, besonders bei Black Seeds of Vengeance zum Schluß.

Nile ist einfach nur mächtig beeindruckend. Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei. :)

2 Antworten to “Live: Nile + Krisiun + Grave + Co.”

  1. Ach, verdammt! Die waren am Samstag in Essen, doch ich musste leider das ganze WE arbeiten. Alleine wegen Ulcerate wäre ich zum Konzert gefahren, „Everything is Fire“ ist einfach nur DIE Death Metal Platte 2009… Wirklich Schande, dass ich nicht hin konnte ):

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