Live: Gama Bomb + Shoot on Marrow

27.11.2009 – Chemnitz, Bunker

Weiter geht’s mit der Livemusik in diesem Monat. Dieses Wochenende stand Gama Bomb auf dem Programm. Vor kurzem hatte ich mir ja das aktuelle Album heruntergeladen, als ich mitbekommen habe, dass die Jungs praktisch direkt hier vor der Haustür spielen, musste ich natürlich unbedingt hin.

Als ich ankam, musste ich mich allerdings erst mal wundern, ob ich überhaupt auf der richtigen Veranstaltung bin – der Bunker war voller Emos und Deathcore-Kids. Ein großer Teil davon schien mir noch nichtmal volljährig zu sein. Offensichtlich waren die wegen Shoot on Marrow da. Ich glaube, ich erwähnte bereits ab und an, dass ich Metalcore nicht mag. Das hat sich auch durch diesen Auftritt nicht geändert. Der Beginn war noch recht annehmbar, mit einem ausführlichen melodischen Instrumental-Intro, ansonsten war’s aber nicht weiter bemerkenswert. Der Sänger baute hin und wieder Pig Squeals ein, zum Glück aber so leise, dass es kaum auffiel (ich hasse diesen Quatsch), eines der anderen Bandmitglieder durfte schrägen Klargesang beisteuern. Ansonsten habe ich Breakdowns schon mal besser gehört, die waren hier irgendwie ein bisschen holprig. Wenn schon Breakdowns, dann aber knackiger und mit mehr Bums. Vielleicht war das ja der Grund, dass sich nur eine Windmühle vor der Bühne einfand.

Nach diesem Auftritt wurde das Publikum offenbar komplett ausgewechselt – die Kids waren nicht mehr zu sehen, stattdessen fanden sich jede Menge Kuttenträger zur Darbietung von Gama Bomb ein. Nicht nur durch die traditionelle Tracht der Fans, sondern erst recht durch die Musik konnte man sich in die 80er zurückversetzt fühlen. Sehr klassischen Thrash Metal gab es auf die Ohren. Bei der „Tales from the Grave in Space“-CD war das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, der sehr hohe Speed Metal-mäßige Gesang, deshalb konnte ich erfreut zur Kenntnis nehmen, dass die Vocals live nicht so hoch und merklich rauer ausfielen.

Ein großer Teil des Sets wurde von Songs der aktuellen CD eingenommen, aber auch ältere Stücke wie „Hammer Slammer“ kamen nicht zu kurz. Die Band war offensichtlich gut aufgelegt, der sympathische Sänger konnte das Publikum mit seinen Sprüchen immer wieder unterhalten und zu kurzen Mitmach-Spielchen animieren. Die Songs gehören sicherlich nicht zu den abwechslungsreichsten oder anspruchsvollsten, aber wenn das ganze mit so viel Spielfreude dargeboten wird, macht das Zuschauen und Dabeisein einfach nur Spaß, deshalb wurde die Band verdient gefeiert. So muss eine Old School Thrash Metal-Show aussehen.

Gewundert hat mich nur die Auswahl der Support-Band – beim Sound von Gama Bomb würde mir spontan Roadkill hier aus der Gegend als passende Vorband einfallen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: