Live: Tankard

08.01.2010 – Weinheim, Café Central

Das erste Konzert im neuen Jahr, und es fängt ja gut an – nämlich erstmal damit, dass mir kurz vor der Abreise meine Mitfahrgelegenheit flöten ging (was damit zu tun hatte, das just an diesem Abend eine gewisse Daisy Deutschland einen Besuch abstatten sollte). Also musste der ÖPNV als Ersatz herhalten. Durch eine Kombination aus verpasster Bahn, einem nicht gerade dichten Takt und langer Wartezeit beim Umsteigen durfte ich dann knapp anderthalb Stunden verspätet im Café Central einlaufen. Natürlich hatte ich damit Raw, die einzige Support-Band, komplett verpasst. Das sorgte natürlich gleich für die richtige Stimmung bei mir:

Ich hatte mich vorher bereits gewundert, dass Tankard im doch relativ kleinen Café Central spielen sollte, bisher hatte man sich dort Metal-mäßig eher auf regionale Underground-Bands spezialisiert. Deshalb hatte ich mir zum ersten Mal überhaupt für eine Veranstaltung dort eine Karte im Vorverkauf besorgt. Das erwies sich als gute Entscheidung, denn so voll wie an diesem Abend habe ich den Club vorher noch nie erlebt – ob er tatsächlich ausverkauft war, weiß ich allerdings nicht.

Überfüllt war’s zwar nicht, und insgesamt hatten die Veranstalter die Sache ziemlich gut im Griff, aber durch die Menge der Zuschauer durfte ich mich gleich weiterärgern. Bis ich endlich nach Anstehen an der Theke mein Bier bekommen hatte, waren Tankard mit ihrem Soundcheck fertig und der Platz vor der Bühne bereits gerammelt voll. Dadurch, dass die Bühne ziemlich niedrig und der Veranstaltungsraum etwas verwinkelt ist, gab es von meinem Platz hinten nicht viel von der Band zu sehen – entweder stand eine Säule im Weg rum, oder ich durfte dem Mann am Mischpult über die Schulter linsen. Viel mehr als die Köpfe der Bandmitglieder konnte ich jedenfalls nicht sehen.

Denkbar schlechte Voraussetzungen also… Daran lag es wohl, dass es ziemlich lange gedauert hat, bis ich die Show genießen konnte. Oder vielleicht auch einfach daran, dass ein Tankard-Auftritt nüchtern nur halb so viel Spaß macht.

Wenn ich aber mal versuche, das so halbwegs objektiv zu betrachten, war das ein Tankard-Auftritt, wie ich ihn von früheren Gelegenheiten kannte, und damit kein schlechter. Vor der Bühne war mächtig was los, es wurde am laufenden Band gesurft. Gerre hat natürlich wieder ein paar dumme Sprüche gemacht und sich irgendwann freigemacht. Nachdem neben neuen Songs vom aktuellen Album auch Hits wie „Beermuda“ oder „Die with a Beer in your Hand“ gespielt wurden und ich mich so langsam mal auf den Weg nach vorne machte, war das Konzert aber auch schon mit den Zugaben („(Empty) Tankard„) beendet.

Bei einem Blick auf die Uhr durfte ich aber leicht erstaunt feststellen, dass der Ausdruck „schon“ vielleicht doch nicht ganz passend ist – zwischen anderthalb und zwei Stunden dauerte der Auftritt. Die Zeit verging wirklich wie im Flug, und meine schlechte Laune hatte sich irgendwann ganz heimlich aus dem Staub gemacht. Das ist doch schon mal was…

Hier noch ein kleiner Eindruck vom Konzert, gefunden auf DuRöhre:

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