Archiv für März, 2010

Song der Woche 12/2010

Posted in Death Metal, Song der Woche with tags on 28. März 2010 by Micha

…weil ich mir gerade die Karte für das Konzert von Origin und Dying Fetus in Leipzig gesichert habe.

Bin schon ein bisschen auf den neuen Sänger gespannt.

Live: Suffocation + Annotations of an Autopsy + Nervecell + Fleshgod Apocalypse + Burning The Masses

Posted in Death Metal, Live with tags , , , , on 27. März 2010 by Micha

20.03.2010 – Leipzig, Conne Island

Yeah, Suffocation… Als ich die Ankündigung der Tour gesehen hatte, musste ich mir natürlich gleich eine Karte besorgen. Und am Samstag war es dann endlich so weit…

Auf dem Ticket stand zwar groß gedruckt „Beginn: 21 Uhr“, aber als ich gegen halb neun im Conne Island ankam, spielte mit Burning The Masses die erste Band bereits. Vom Namen her hätte ich da den Standard-Metalcore erwartet, glücklicherweise spielte die Band doch ein bisschen interessantere Musik. Eine Prise Deathcore ist zwar auch dabei, aber glücklicherweise ohne die nervtötenden Pig Squeals. Dafür gibt es aber einen großen Schlag technischen Death Metal, mit jeder Menge Solos und Gefrickel. Ab und an sind auch ein paar kurze Melodiefetzen und zweistimmige Gitarrenläufe zu hören. Gar nicht schlecht, ich werde mal eine ihrer CDs testen.

Technisch wurde es auch wieder mit der nächsten Band Fleshgod Apocalypse, allerdings eher etwas traditioneller und ohne Core-Einflüsse. Vom Band kamen dazu ab und an zwischendurch kurze „klassische“ Passagen, also Cello-Gekratze und ähnliches. Das kam mir allerdings immer etwas zu unvermittelt und ohne großen Zusammenhang zum Rest des Songs.  Immerhin ballern die Italiener ansonsten ordentlich los, auch wenn mir die Songs live weniger abwechslungsreich vorkamen als die Hörbeispiele auf der Myspace-Seite.

Nervecell hatte ich vor einigen Monaten schon einmal gesehen, und ich war erfreut, sie auch mal vor einem deutlich größeren Publikum als damals auftreten zu sehen. Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, der Gig war wieder sehr gelungen und die Band kam äußerst sympathisch rüber. Die Musik war zwar weniger technisch als die der vorhergehenden Bands, aber deshalb keineswegs langweilig, sondern schön mitreißender leicht thrashiger Death Metal. Richtig gut zum Bangen geeignet, was auch ausgiebig genutzt wurde. Zum guten Schluss gab es noch eine Bolt Thrower-Coverversion (habe gerade vergessen, welcher Song – argh).

Vom Auftritt von Annotations of an Autopsy bekam ich nur einen Teil mit, ich musste mich vor der Tür am Bier festhalten und mich unterhalten. Aber so schrecklich viel habe ich dadurch nicht verpasst. Die vorhergehenden Bands legten die Messlatte schon recht hoch, und AoaA konnten da nicht so ganz mithalten. Sehr „modern“ und „core-ig“ war das, was geboten wurde, mit viel Midtempo-Gestampfe. Den paar Karate Kids vor der Bühne hat’s gefallen, allerdings geriet doch offenbar -so weit ich das von der Seite sehen konnte- der eine oder andere davon ob des Gezappels mit den anwesenden Langhaarigen aneinander. Das war auch schon das Interessanteste an diesem Auftritt…

Aber dann war es endlich so weit – Suffocation! Mächtig, gewaltig, gnadenlos… Von der ersten Minute an geben sie Vollgas, offenbar mit der Absicht, das Conne Island in Schutt und Asche zu legen. Dazu wird eine Death Metal-Granate nach der anderen abgefeuert, natürlich einiges vom aktuellen Album, aber auch Klassiker a la Breeding The Spawn oder Pierced From Within. Dazu rennt Frank Mullen wie angestochen über die Bühne und gibt den Einpeitscher fürs Publikum. Überhaupt macht die Band den Eindruck, als hätte sie selbst jede Menge Spaß, was sich natürlich aufs Publikum überträgt. Die Power und Intensität dieser Show war auf jeden Fall beeindruckend. Leider, leider gibt es am Ende keine Zugabe mehr, obwohl sie lautstark gefordert wird.

Auf jeden Fall haben Suffocation gezeigt, warum sie zu den Großen des Death Metal gehören.

Song der Woche 11/2010

Posted in Song der Woche with tags , on 21. März 2010 by Micha

Schon wieder ist eine Woche rum, deshalb gibt es wieder einen Song der Woche. Diesmal etwas von Viu Drakh von ihrem Album Take No Prisoners, Grind Them All And Leave This Hell. Die schon vor einigen Jahren aufgelöste Band war trotz guter Kritiken nie übermäßig bekannt, inzwischen scheinen sie mir sogar beinahe vergessen zu sein, wenn ich z.B. die Anzahl der Hörer bei last.fm als Maßstab nehme. Das haben sie nicht verdient, denn die Songs auf dem erwähnten Album sind ziemlich geile Crust/Metal-Bastarde. Das Nachfolgealbum Death Riff Society soll mehr in Richtung reiner Metal gehen, aber da ich das leider nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen.

Inzwischen gibt es mit Korades eine Nachfolge-Band von einigen Viu Drakh-Mitgliedern, die ich ebenfalls empfehlen kann.

Wie auch immer – hier ist Infra Hell:

Festival-Update

Posted in Uncategorized with tags , , , , on 21. März 2010 by Micha

Vor Weihnachten hatte ich ja schon  mal kurz über die dieses Jahr anstehenden Festivals berichtet. Dieses Wochenende habe ich endlich mal nachgeschaut, was es da an Neuigkeiten gibt.

Das Billing des PartySan ist komplett, und ich finde es zwar nicht ganz so stark wie z.B. das von 2008, aber es sind auf jeden Fall genug Bands dabei, auf die ich mich schon jetzt freuen kann.

Suffocation zum Beispiel – gerade erst gestern gesehen, und demnächst schon wieder auf dem PartySan. Ich erwarte eine fette Show, genauso wie von Cannibal Corpse. Napalm Death sind sowieso eine Bank. Und wenn Shane schon mal da ist, kann er gleich nochmal mit Lock Up auftreten – ich bin gespannt. Asphyx durfte ich auf ihrem Reunion-Gig auf dem PartySan 2007 erleben, und danach auch ab und zu. Ich sehe diese Band immer wieder gerne. Dying Fetus dürfte wieder mal derbes Death/Grind-Geprügel abliefern, Origin sollte genauso brutal sein, aber dazu noch mit reichlich Gefrickel. Das wird wohl auch Necrophagist bieten. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich diese Band vor einigen Jahren mal als Support für Bolt Thrower gesehen, aber seitdem nie wieder. Deshalb wird es mal wieder Zeit.

Ach ja, Experten und Auskenner sagen, dass der zur Zeit noch geheime Headliner wohl Autopsy sein wird. Das wäre cool.

Vom Chronical Moshers Open Air gibt es inzwischen auch ein vollständiges Billing. Scar Symmetry als Headliner finde ich jetzt nicht so toll, da halte ich mich lieber an Disbelief. Wenn ich mir deren Auftritte, die ich bisher gesehen habe, ins Gedächtnis rufe, dann gehe ich davon aus, dass die das Bühnen-Zelt mächtig rocken werden. Dann gibt es auch die Gelegenheit, Milking the Goat Machine mal zu begutachten, die ja von Nuclear Blast mächtig gepusht werden. Gorilla Monsoon wollte ich schon länger mal wieder sehen, schön, dass ich mir ihren „Hellrock“ mal wieder live geben kann. Gleich zweimal Porngrind gibt es mit Cliteater und Dead – das wird bestimmt interessant. :)  Von den anderen Bands lasse ich mich einfach mal überraschen.

Insgesamt ein stärkeres Billing als letztes Jahr, der Besuch wird sich auf jeden Fall wieder lohnen.

Song der Woche 10/2010

Posted in Song der Woche with tags , , on 14. März 2010 by Micha

Diese Woche: Liquid Soul Dimension von Samael.

…weil mir Amaroks Shuffle-Algorithmus mal wieder etwas vom Passage-Album vorgesetzt hat und es sich richtig gelohnt hat, das wiederzuentdecken. Zugegebenermaßen konnte ich damals nach dem Klassiker-Album Ceremony of Opposites nicht viel mit Passage anfangen, aber dieser Song zeigt sehr schön die Stärken des Albums: heftige Gitarrenriffs äußerst gelungen kombiniert mit Keyboards und donnerndem Drum-Computer, und das alles schön düster verpackt.

Mashed up Fun

Posted in Fun with tags , , , on 12. März 2010 by Micha

Da habe ich doch beim Kramen auf meiner Festplatte Musik gefunden, die ich mir vor einiger Zeit mal heruntergeladen hatte. Und zwar handelt es sich um Slayer-Mashups von DJ Schmolli. Die EP „Slayed, Chopped And Recycled“ gibt es hier zum Reinhören und Runterladen.

Zwar gefallen mir die Original-Songs besser (logisch, Slayer-Klassiker eben), dennoch ein gelungenes Werk. Gut, dem Track mit den Pussycat Dolls kann ich nicht so viel abgewinnen, aber Queen passt erstaunlich gut zu Slayer. Und Tom Araya und Lemmy im Duett singen zu hören, ist sowieso einfach nur cool.

Aber das Beste von DJ Schmolli, was ich bei kurzem Surfen gefunden habe, ist das hier:

Hahaha, wie geil…

Live: Demonical + Deathbound + My Own Grave + Sabiendas

Posted in Death Metal, Live with tags , , , , , , on 9. März 2010 by Micha

27.02.2010 – Leipzig, Hellraiser

Die letzten Wochen waren arg stressig, deshalb bin ich bisher noch nicht dazugekommen, etwas über den letzten Konzertbesuch zu schreiben. Weil es schon wieder eine Weile her ist, gibt es diesmal nur ganz kurz ein paar Eindrücke.

Zur Location: Wie ich gehofft hatte, fand das ganze im kleinen Saal des Hellraiser statt. „Saal“ ist eigentlich übertrieben, es ist eher eine Bar mit Bühne. Da kommt echtes „Underground-Feeling“ auf, gute Stimmung ist auch immer, und die Bands lassen sich gut aus nächster Nähe erleben. Immer wieder gut.

Der Konzert-Abend stand ganz im Zeichen des Todesmetalls alter Schule. Die Bands sozusagen im Schnelldurchlauf:

Sabiendas: was auf der verlinkten Myspace-Seite musikalisch an Old School Death Metal geboten wird, hört sich recht ansprechend an. Leider konnte das aber live zumindest bei mir nicht so recht zünden, es ist auch kaum etwas hängen geblieben.

My Own Grave: Death Metal alter Schweden-Schule – als Vergleich würden mir da einige Bands aus dieser Ecke einfallen, Dismember oder Unleashed zum Beispiel. Nicht gerade wahnsinnig originell, aber live eingängig und tight dargeboten. Gut!

Deathbound: Geschwindigkeit und Aggressionslevel wurden hier gegenüber den vorhergehenden Bands ordentlich gesteigert. Kein Wunder, es gab heftig Death/Grind auf die Ohren. Die Band, die mir persönlich am besten gefallen hat, und auch für die meiste Bewegung im Publikum sorgen konnte.

Demonical: Natürlich wieder Old School Death Metal, was sonst? ;) Aber im Vergleich zu My Own Grave vorher ruppiger und dreckiger, mit einem guten Anteil rasender Riffs. Auch wieder gut und unterhaltsam.

Fazit: Hat sich mal wieder gelohnt.