Live: Suffocation + Annotations of an Autopsy + Nervecell + Fleshgod Apocalypse + Burning The Masses

20.03.2010 – Leipzig, Conne Island

Yeah, Suffocation… Als ich die Ankündigung der Tour gesehen hatte, musste ich mir natürlich gleich eine Karte besorgen. Und am Samstag war es dann endlich so weit…

Auf dem Ticket stand zwar groß gedruckt „Beginn: 21 Uhr“, aber als ich gegen halb neun im Conne Island ankam, spielte mit Burning The Masses die erste Band bereits. Vom Namen her hätte ich da den Standard-Metalcore erwartet, glücklicherweise spielte die Band doch ein bisschen interessantere Musik. Eine Prise Deathcore ist zwar auch dabei, aber glücklicherweise ohne die nervtötenden Pig Squeals. Dafür gibt es aber einen großen Schlag technischen Death Metal, mit jeder Menge Solos und Gefrickel. Ab und an sind auch ein paar kurze Melodiefetzen und zweistimmige Gitarrenläufe zu hören. Gar nicht schlecht, ich werde mal eine ihrer CDs testen.

Technisch wurde es auch wieder mit der nächsten Band Fleshgod Apocalypse, allerdings eher etwas traditioneller und ohne Core-Einflüsse. Vom Band kamen dazu ab und an zwischendurch kurze „klassische“ Passagen, also Cello-Gekratze und ähnliches. Das kam mir allerdings immer etwas zu unvermittelt und ohne großen Zusammenhang zum Rest des Songs.  Immerhin ballern die Italiener ansonsten ordentlich los, auch wenn mir die Songs live weniger abwechslungsreich vorkamen als die Hörbeispiele auf der Myspace-Seite.

Nervecell hatte ich vor einigen Monaten schon einmal gesehen, und ich war erfreut, sie auch mal vor einem deutlich größeren Publikum als damals auftreten zu sehen. Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, der Gig war wieder sehr gelungen und die Band kam äußerst sympathisch rüber. Die Musik war zwar weniger technisch als die der vorhergehenden Bands, aber deshalb keineswegs langweilig, sondern schön mitreißender leicht thrashiger Death Metal. Richtig gut zum Bangen geeignet, was auch ausgiebig genutzt wurde. Zum guten Schluss gab es noch eine Bolt Thrower-Coverversion (habe gerade vergessen, welcher Song – argh).

Vom Auftritt von Annotations of an Autopsy bekam ich nur einen Teil mit, ich musste mich vor der Tür am Bier festhalten und mich unterhalten. Aber so schrecklich viel habe ich dadurch nicht verpasst. Die vorhergehenden Bands legten die Messlatte schon recht hoch, und AoaA konnten da nicht so ganz mithalten. Sehr „modern“ und „core-ig“ war das, was geboten wurde, mit viel Midtempo-Gestampfe. Den paar Karate Kids vor der Bühne hat’s gefallen, allerdings geriet doch offenbar -so weit ich das von der Seite sehen konnte- der eine oder andere davon ob des Gezappels mit den anwesenden Langhaarigen aneinander. Das war auch schon das Interessanteste an diesem Auftritt…

Aber dann war es endlich so weit – Suffocation! Mächtig, gewaltig, gnadenlos… Von der ersten Minute an geben sie Vollgas, offenbar mit der Absicht, das Conne Island in Schutt und Asche zu legen. Dazu wird eine Death Metal-Granate nach der anderen abgefeuert, natürlich einiges vom aktuellen Album, aber auch Klassiker a la Breeding The Spawn oder Pierced From Within. Dazu rennt Frank Mullen wie angestochen über die Bühne und gibt den Einpeitscher fürs Publikum. Überhaupt macht die Band den Eindruck, als hätte sie selbst jede Menge Spaß, was sich natürlich aufs Publikum überträgt. Die Power und Intensität dieser Show war auf jeden Fall beeindruckend. Leider, leider gibt es am Ende keine Zugabe mehr, obwohl sie lautstark gefordert wird.

Auf jeden Fall haben Suffocation gezeigt, warum sie zu den Großen des Death Metal gehören.

Eine Antwort to “Live: Suffocation + Annotations of an Autopsy + Nervecell + Fleshgod Apocalypse + Burning The Masses”

  1. […] Suffocation im Conne Island, Leipzig: Diese Band hat live einfach eine gewaltige Power, die gerade in so einem Club von noch recht überschaubarer Größe richtig zur Geltung kommt. […]

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