Live: Dying Fetus + Beneath the Massacre + Origin + Revocation

16.04.2010 – Leipzig, Theaterfabrik

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war ich zum ersten und bis vor kurzem einzigen Mal in der Theaterfabrik, um mir dort Origin anzusehen – und bei meinem zweiten Besuch dort vor ein paar Tagen gab es schon wieder Origin auf die Ohren. Vielleicht sollte man daraus einen jährlichen Feiertag machen? :-)

Die ursprünglich angekündigten Man must die mussten ihre Auftritte bei der „Thrash and Burn“-Tour bereits im Vorfeld wegen Problemen mit der Band-Besetzung absagen. Da ich diese Band leider (noch?) nicht kenne, weiß ich nicht, ob ich mich darüber ärgern soll oder nicht.

Den Opener durften deshalb Revocation machen. Leider war der Sound zu Beginn noch ziemlich bescheiden – das Schlagzeug war mir zu laut, dafür war der Gesang fast nicht zu hören, später war zwar der Gesang besser zu hören, dafür die Gitarre wieder kaum. Gegen Ende des Auftritts war dann endlich alles soweit geregelt, dass ich feststellen konnte, dass die drei Amis guten Technischen Death Metal spielen, der aber auch eine deutliche Thrash-Schlagseite hat. Was ich zu hören bekam, war erfreulich genug, um mir vorzunehmen, mal etwas ausführlicher in die Songs auf der Myspace-Seite reinzuhören.

Überraschenderweise waren als nächstes bereits Origin an der Reihe, war ich doch davon ausgegangen, dass sie Co-Headliner wären. Aber eigentlich auch egal, sie haben auf jeden Fall so losgelegt, wie ich es von Origin schon kannte – pfeilschnelles Technik-Gefrickel gepaart mit gnadenloser Brutalität. Besonders der Bassist hat sich wirklich beeindruckend die Griffel verknotet.

Vor kurzem wurde ja der „schwere Junge“ James Lee am Gesang vom ehemaligen The Faceless-Sänger Mica Meneke ersetzt. Dazu kann ich sagen: der neue Frontmann geht von Anfang an ab wie die berühmte Schmidtsche Katze und lässt deshalb eine  eventuelle „Früher war alles besser“-Stimmung gar nicht erst aufkommen.

Leider gibt es trotzdem Probleme: mitten im Auftritt fällt auf einmal der Strom aus, und es dauert bestimmt eine Viertelstunde, bis alles wieder läuft. Glücklicherweise lässt sich die Band ihre Spielfreude dadurch nicht verderben und macht einfach nahtlos weiter alles platt.

Auch die nächste Band, Beneath The Massacre, bieten Technik-Death-Metal-Saitenhexerei, aber zusätzlich gepaart mit fett groovenden Mosh-Parts. Eigentlich kann man nun wirklich nicht meckern über die Leistung der Band, aber mich spricht das ganze nicht so recht an, deshalb nutze ich die Gelegenheit, um draußen bei einem Bierchen den angenehmen Frühlingsabend zu genießen.

Rechtzeitig zum Headliner Dying Fetus geht’s natürlich zurück in den Saal. Das Trio fährt im Vergleich zu den vorherigen Bands den Technik-Frickel-Faktor erst mal ein gutes Stück zurück, dafür setzen sie in Sachen Brachialität tatsächlich noch mal einen drauf. Derbes Geballer und nackenbrechende Grooves sind die eindeutige Ansage: hier und heute werden keine Gefangenen gemacht. In ihrer Mission, die Theaterfabrik in Trümmer zu legen, lässt sich die Band auch durch einen neuerlichen Stromausfall (diesmal glücklicherweise schneller behoben) nicht bremsen.

Ich würde ja gerne noch ein paar Einzelheiten zum Auftritt schreiben, aber ich war währenddessen sehr beschäftigt :-)

Deshalb nur als Fazit: mörderisch gut :-)

Eine Antwort to “Live: Dying Fetus + Beneath the Massacre + Origin + Revocation”

  1. […] Dying Fetus und Origin in der Theater-Fabrik, Leipzig: Blastbeats! Ratatatatatatatat!!! Getrümmer! Hochgeschwindigkeits-Gefrickel! Fuck Yeah! […]

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