In Flammen Open Air

Jetzt, wo die Festival-Saison vorbei ist, fällt mir auf, dass ich ja noch kurz von einem Open Air berichten wollte, und zwar vom In Flammen Open Air, das im Juli in Torgau stattfand. Zu den Bands kann ich nach dieser langen Zeit zwar nicht mehr wirklich viel sagen, aber ich möchte dieses famose Festival auch nicht so einfach unter den Tisch fallen lassen.

Zuvor war ich nur einmal dabei, und zwar beim allerersten Mal. Das war wirklich ein winziges Festival, ich glaube, es standen keine zehn Zelte in dem Garten, der als Campinggelände diente. Aber es traten schon damals gute, eher „undergroundige“ Bands auf (Purgatory! Fuck Yeah! Recapture! Geil!).

Irgendwann ist das Festival dann umgezogen zum Entenfang, einem Ausflugslokal am Stadtrand von Torgau, wo ich dann dieses Jahr zum ersten Mal war.

Eine Besonderheit bei diesem Festival: es gibt keine Security-Leute, weder Amateure aus dem Kreis der Veranstalter, noch Personal von einem professionellen Sicherheitsdienst schaut dort nach dem Rechten. Nur ein paar Leute sitzen am Eingang, kontrollieren Eintrittskarten und geben die Bändchen aus. Und das funktioniert alles ohne Probleme, denn Metaller sind eben friedliche Menschen.

Eine Trennung zwischen Zeltplatz und dem eigentlichen Festivalgelände gibt es auch nicht – logisch, das kann ja ohne Security auch niemand kontrollieren. Die Bühne ist in einem kleinen Wäldchen im Schatten der Bäume aufgebaut, in diesem Wäldchen sind auch die diversen Merchandising-, Getränke- und Essensstände verteilt. Und direkt daneben, gegenüber und mittendrin die Autos und Zelte derjenigen Besucher, die rechtzeitig gekommen sind und somit das Glück haben, an einem der heißesten Wochenenden des Jahres noch ein schattiges Plätzchen zu ergattern. Dem Rest bleibt die benachbarte Wiese zum Zelten.

Ich kenne sonst kein Open Air, bei dem das so locker gehandhabt wird, das ist schon etwas Besonderes und außerdem sehr angenehm. Deshalb hier eine klare Empfehlung für dieses Festival.

Über eine der Bands des diesjährigen Festivals möchte ich dann doch noch ein paar Worte verlieren: Ultrawurscht war sicherlich die Band, deren Auftritt mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist. In den Texten der bayerisch-österreichischen Spaß-Grinder dreht sich – welch Überraschung bei diesem Namen – alles um die Wurscht. Die Wurstigkeit der Band zeigte sich schon an der Bühnendekoration: ein Banner mit „Blunzifer, Lord of Barbecue“ und eines mit einer gepfählten Frau Antje wurden aufgestellt. Die Kleidung des Sängers wurde offenbar so ausgewählt, dass sie besonders leicht ausgezogen werden konnte, einen großen Teil des Auftritts absolvierte er nur mit einem String-Tanga bekleidet. Zum Schluss gab es noch passend zum Thema der Band das Würstchen zu sehen…

Bis dahin wurde aber jede Menge unterhaltsame Wurstmusik präsentiert, unter anderem auch mehrere Songs „Herrn Meica“ gewidmet, so wie dieser hier:

Als Höhepunkt wurden außerdem noch mit der „Wurschtfaust“ Würstchen ins Publikum geschossen. Wenn ich nur an diese Show denke, bekomme ich Appetit auf frische Wurstwaren. :-)

Eine Antwort to “In Flammen Open Air”

  1. […] unter anderem auch auf Recapture. Diese klasse Band habe ich ja auch schon im Zusammenhang mit dem In Flammen Open Air kurz erwähnt, also wird es jetzt Zeit, sie hier endlich mal […]

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