Live: Dying Humanity + support

30. 10. 2010 – Chemnitz, Südbahnhof

Jetzt hatte ich mich so auf ein gemütliches Wochenende zu Hause vor der Glotze bzw. Youtube gefreut und dann das: Das erste, was mir bei der üblichen Kontrolle aller E-Mailboxen, Diskussionsforen, sozialen Netzwerke etc. virtuell entgegenflattert ist ein Flyer für eine Veranstaltung namens „Lee’s Geburtstagsparty“. Auf der Homepage des Südbahnhofs ist diese Veranstaltung nicht zu finden, so dass ich mir ganz kurz überlege, ob es sich dabei wohl doch eher um eine Privatangelegenheit handelt. Aber nein, auf den Myspace-Seiten der beteiligten Bands wird das Ganze auch groß angekündigt. Also öffentlich, und es hilft nix, ich muss da wohl hin, auch wenn ich niemanden namens Lee kenne.

Also ganz fix die Kiste ausmachen und zur Haltestelle stürmen, der Bus kommt in ein paar Minuten…

Als ich ankomme, sind nicht besonders viele Zuschauer da, im Laufe des Abends werden es leider auch nicht wesentlich mehr. Die ersten Bands habe ich schon verpasst, ich komme gerade zum Beginn des Auftritts von Inner Strength. Der Hardcore/Metalcore, den die Burschen spielen, ist ja nicht so mein Fall, einen Vergleich zu anderen Bands dieser Stilrichtung will ich gar nicht erst versuchen. Etwas kann ich aber doch dazu sagen: Es gibt zwar wie üblich jede Menge Breakdowns, aber meist wird das einsetzende Gemoshe ziemlich schnell wieder beendet durch einen unerwarteten Tempowechsel oder ein Break, die aufgestaute Energie verpufft ziemlich schnell.

Mit Epidemic Scorn steht anschließend die „traditionellste“ Band dieses Geburtstagsmassakers (s.u.) auf der Bühne. Das Besondere hier: die Band hat drei Gitarristen. Allerdings muss ich sagen, dass sich das kaum bemerkbar macht, ich hätte einen druckvolleren Sound erwartet. Insgesamt war’s zwar schon gut, aber viel hängengeblieben ist nicht von dem Auftritt.

Das sieht bei der nächsten Band, Course Death, anders aus. Von dieser Band gibt’s nämlich ordentlich was auf die Mütze. Die Musik würde ich als modernen Death Metal a la Black Dahlia Murder & Co. bezeichnen. Die Songs sind recht abwechslungsreich, eine gute Show gibt’s auch, das Ganze wird mit ordentlich Aggressivität und Power dargeboten. Da stört mich dann auch mal der leichte Metalcore-Einschlag nicht. :-)

Bei Last Chance To Die, der nun folgenden Band, ist dieser Anteil doch schon deutlich größer. Deshalb ist das auch nicht mehr so mein Fall, obwohl ich sonst an den musikalischen Fähigkeiten und der Show nichts auszusetzen habe. Auf jeden Fall schaue und höre ich da nur mit halber Aufmerksamkeit zu, während ich den Merchandising-Stand und die Biertheke genauer in Augenschein nehme.

Interessanter wird’s da schon wieder beim Headliner Dying Humanity. Der bietet nämlich eine fette Mischung aus Death Metal, etwas Core-Elementen und thrashigen Gitarren. Alles in allem können sie sogar noch eine Schippe drauflegen, verglichen mit den Support-Bands. Die Musik kommt sehr drückend und wuchtig rüber, genau richtig, um mal die Matte zu lüften. Gute Gitarrensolos gibt’s auch noch dazu. Überhaupt ist auf der Bühne richtig Betrieb, davor ist leider nicht ganz so viel los. Für eine richtig gute Party hätten vielleicht noch ein paar mehr Besucher da sein müssen…

Aber auch so war’s ein gutes Konzert mit einem guten Headliner. So etwas könnte es hier mal häufiger geben, so viele Live-Shows gibt’s hier leider nicht…

Eine Antwort to “Live: Dying Humanity + support”

  1. hey… hier der eine gitarrist von dying humanity und band^^ danke für die coole review!!!

    greetz vom kai und dyh

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