Live: Cypecore + Soilid + Painsaw

20.11.2010 – Wiesloch, Rock- und Popverein

Wenn ich unterwegs bin, um Freunde und Verwandtschaft zu besuchen, dann gelingt es mir ab und an auch mal, noch einen Konzertbesuch einzuschieben. Deshalb habe ich mir mal wieder auf der entgegengesetzten Seite von Deutschland ein paar Bands angehört, denn auch dort muss der local underground supportet werden.

Ich habe mich vorher nicht groß über die Bands informiert, einzig von Cypecore habe ich vor einiger Zeit mal einen halben Gig gesehen. Bei den anderen Bands wollte ich mich einfach mal überraschen lassen.

Die erste Überraschung ist dann auch schon das Alter der Bandmitglieder von Painsaw, die ich mal auf ungefähr 15 Jahre schätze (aber im Alter-Schätzen war ich schon immer schlecht). Die Jungs spielen Thrash Metal, das Vorbild Metallica höre ich da raus – zum Abschluss covern sie gar die Klassiker Whiplash und Seek and Destroy.  Allerdings ist gerade im Vergleich mit den folgenden Bands zu erkennen, dass das Ganze noch ausbaufähig ist. Für meinen Geschmack ist der Gesang noch nicht aggressiv und druckvoll genug, und auch ein bisschen zu monoton, und insgesamt könnte alles noch etwas „knackiger“ und mehr „in your face“ rüberkommen – so gehört sich das schließlich bei Thrash Metal. :-) Abgesehen von den schlauen Ratschlägen: Besonders bei den schnelleren Parts war das doch recht unterhaltsam.

Da haben die Kollegen von Soilid schon mehr Erfahrung und bringen Melodic Death Metal im Stil von In Flames & Co. zu Gehör. Dazu kommt noch der relativ häufige Einsatz von cleanem Gesang. Im Unterschied zu vielen anderen, die so etwas versuchen, hört sich hier der Sänger sogar richtig gut an, und auch der Rest der Band versteht sein Handwerk. Allerdings ist mir das zu viel an Melodie, ich bin kein großer Fan von so etwas. Da liegen mir die Coverversionen von stampfenden Neo-Thrash-Songs (Refuse/Resist und Davidian IIRC), die zwischendurch auch noch im Programm auftauchen, doch schon mehr, auch wenn sie schon einen kleinen Kontrast zum Rest bilden.

Der Headliner Cypecore ist zwar auch irgendwie Melodic Death Metal, geht aber schon deutlich heftiger zu Werke – zu den üblichen melodischen bis thrashigen Gitarren kommen hier nämlich noch die tiefen und kraftvollen Growls von Sänger Attila dazu. Der sorgt auch sonst für ordentlich Stimmung beim Publikum, das auch gleich mehrfach auf die Aufforderung zur Wall of Death eingeht. Mich stört das ja eher, ich bin nämlich zu alt für diesen Scheiß und muss deshalb rechtzeitig nach hinten laufen, um nicht über den Haufen gerannt zu werden. :-) Aber sei’s drum, die Show, die die ganze Band bietet, ist auf jeden Fall gelungen.

Und insgesamt hat es sich durchaus mal wieder gelohnt, dort raus zu gondeln zum kleinen Club vor der Stadt.

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