Archiv für Januar, 2011

Links #5

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , on 31. Januar 2011 by Micha

Es wird endlich mal wieder Zeit für ein paar neue Links. Heute mit was zum Rauchen, den großen Vier aus der Konserve, noch mehr Lemmy und Musik und Beziehungen.

Live: Kataklysm + Support

Posted in Death Metal, Live, Thrash Metal with tags , , , , , on 23. Januar 2011 by Micha

15.01.2011 – Leipzig, Hellraiser

Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen, nicht mehr die von Rock The Nation veranstalteten Mammut-Konzerte zu besuchen. Am Wochenende hatte ich aber mal wieder nichts besseres vor, also bin ich doch mal wieder auf einer dieser Veranstaltungen gelandet – trotz des meiner Meinung nach recht durchwachsenen Billings.

Schon bei meiner Ankunft kurz nach sieben ist die Halle wirklich knallvoll, der Weg zur Bar nimmt jetzt schon ordentlich Zeit in Anspruch. ;-) Milking the Goatmachine sind bereits mitten in ihrem Auftritt, und schon bereue ich etwas meine Verspätung. Der heutige Auftritt gefällt mir nämlich ein ganzes Stück besser als die zwei Shows, die ich letztes Jahr von den Ziegenböcken gesehen habe. Die Darbietung erscheint mir deutlich tighter und kompakter als die letzten Male – vielleicht haben sie fleißig zusammen geübt. :-) Es rummst auf jeden Fall ordentlich, und es gibt auch weniger Faxen, die sowieso nur von der Musik ablenken, als beim PSOA. Schade nur, dass es so schnell vorbei ist.

Als Kontrastprogramm gibt es dann Manegarm: sehr melodisch, und dazu fiedelt einer auf der Geige. Ich bin ja ein völliger Ignorant, was Viking/Pagan Metal angeht, ich konnte damit noch nie besonders viel anfangen. Deshalb bezeichne ich das Ganze einfach mal als Melodic Death Metal mit Folk-Elementen. Zum Glück erwische ich einen freien Barhocker mit Blick auf die Bühne – als Untermalung für  ein gemütliches Bierchen ist’s recht brauchbar.

Noch viel weniger gefällt mir die nächste Band, Equilibrium (oder wie man im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sagt: Effibrilium). Die Musik ist mir einfach zu „dudelig“ und glatt. Zum Glück gibt es den Nebenraum mit eigener Bar zum Entspannen und Unterhalten…

Legion of the Damned sind der Hauptgrund, warum ich seit Längerem endlich mal wieder den Hellraiser besuche. Der erste und einzige Auftritt der Holländer, den ich bisher gesehen habe, war der vom PSOA 2008, und der war wirklich grandios. Leider kommen sie heute nicht ran an diese Show. Erstmal haben sie wohl einige technische Probleme: Beim ersten Song höre ich irgendwie gar keine Gitarre, zum Glück bekommen sie das dann in den Griff. Trotzdem sind die Musiker häufiger mal zwischen den Songs am Fummeln an ihrem Equipment. Irgendwann ist dann wohl auch der Drum-Trigger hinüber… Das stört natürlich mächtig die Stimmung. Auch der Sänger scheint mir heute relativ zurückhaltend zu agieren. Aber egal – trotz allem gibt es knackigen Thrash Metal, der dem Namen der Veranstaltung alle Ehre macht.

Kataklysm ist immer so ein kleines Problem für mich: auf CD sind sie schon gut, und auch heute ist die Show eigentlich gut, die Musik richtig druckvoll mit ordentlich Geballer, teilweise aber sogar recht melodisch. Nur: genau wie bei den letzten Malen, die ich die Kanadier gesehen habe, lässt mich das Ganze irgendwie kalt. Deshalb reicht es mir auch, mir die Show in Ruhe von hinten anzuschauen, während vor der Bühne die Post abgeht. Die meisten Besucher sind offenbar wegen Kataklysm hier und haben mächtig Spaß.

Damit ist dann der erste Konzertabend des neuen Jahres auch schon wieder rum. Es wird sich zeigen, was 2011 livemusikmäßig noch so bringt… :-)

Death – Leprosy

Posted in Death Metal, Tonträger with tags , , , on 10. Januar 2011 by Micha

Nein, ich bin nicht nach ein paar Tagen dem guten Vorsatz untreu geworden, mehr neuere Musik zu hören – dieses Album hier ist vielmehr ein Beispiel für die Klassiker, mit denen ich mich im letzten Jahr ausführlicher beschäftigt habe, und außerdem eines, das ich während meines Weihnachtsurlaubs mal eingehender gehört habe.

Death ist sicherlich eine der bekanntesten und einflussreichsten Death Metal-Bands, und dafür gibt es gute Gründe. Zum Beispiel dieses Album. Leprosy ist die zweite reguläre Veröffentlichung von Death nach Scream Bloody Gore. Als eines der frühen Werke (veröffentlicht 1988) klingt das Album entsprechend „Old School“ – das bedeutet: es wird offenbar besonderer Wert gelegt auf eine finstere und morbide Atmosphäre, weniger auf Brutalität.

Dazu passen auch die Vocals von Mastermind Chuck Schuldiner – ziemlich krank eben. Auf diesem Album hat er auch noch „richtig“ gegrowlt, was mir deutlich besser gefällt als das Gekrächze auf den späteren Veröffentlichungen.

Im Vergleich zum Vorgänger Scream Bloody Gore scheint mir doch eine deutliche Weiterentwicklung erkennbar, insgesamt wirkt das Ganze nicht mehr so roh, sondern bereits deutlich ausgefeilter. Chuck ist bereits unterwegs zu seinen späteren technischeren und progressiveren Sounds.

Etwas nervt bei dieser Scheibe aber doch ab und an, und zwar das Drumming. Erst mal ist das Schlagzeug im Mix arg im Vordergrund, weshalb dann auch besonders auffällt, wenn wie z.B. bei Forgotten Past, dem thrashigsten Song des Albums, stur ein stumpfer bumm-tschack-Rhythmus runtergeklopft wird. Etwas mehr Abwechslung hätte ich mir da schon gewünscht.

Aber das ist glücklicherweise schnell vergessen beim Hammer-Song Pull the Plug, dem besten Track auf dieser CD und einem der besten Songs von Death – ach was, einem der besten Death Metal-Songs überhaupt. Allein deswegen sollte man dieses Album haben.

So, hier noch eine Möglichkeit zum Reinhören (ich danke allen Raubmordkopierterroristen, die die Songs bei Youtube hochgeladen haben :-P ):

  1. Leprosy
  2. Born Dead
  3. Forgotten Past
  4. Left To Die
  5. Pull The Plug
  6. Open Casket
  7. Primitive Ways
  8. Choke On It

The Week in Grind

Posted in Fun with tags , , on 7. Januar 2011 by Micha

Heute gefunden: Weekly News Grind – das wöchentliche Grindcore-Nachrichtenmagazin. Nein, kein Magazin über das Neueste aus der Grind-Welt, sondern Nachrichten, vertont als Grindcore. Harhar, was für eine herrlich bescheuerte Idee…

Nun gut, man versteht genretypisch nicht wirklich gut, um was es in den Songs geht. Der Informationsgehalt ist dadurch aber nur unwesentlich geringer als bei dem, was die sogenannten Qualitätsmedien regelmäßig abliefern…

(via bloodchamber.de)

Best of 2010

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , on 6. Januar 2011 by Micha

Wenn ich das noch richtig zusammenbekomme, habe ich im Jahr 2010 kein Album aus eben jenem Jahr neu gekauft – und wenn, dann zumindest kein Top-Album. Möglicherweise hatte ich noch nicht mal was aus 2009 bei meinen Neuerwerbungen.  Stattdessen hatte ich mir jede Menge alten Kram gegönnt – Klassiker eben.

Das war nicht so geplant. Ich finde es immer wieder etwas traurig, wenn ich erlebe, wie Leute, die in ihrer Jugendzeit großartige Bands entdeckt haben, diesen auch nach Jahrzehnten immer noch nachtrauern, sich weigern, noch etwas Neues zu entdecken und sich stattdessen hinstellen und verkünden: „Es gibt heutztage keine gute Musik/keine guten Bands mehr!“ Ich hoffe, mich nie zu dieser Gruppe zählen zu müssen, deshalb lautet der gute Vorsatz für 2011: Wieder mehr aktuelle Veröffentlichungen anhören, kaufen, etc.

Unter diesen Bedingungen ist es natürlich relativ witzlos, eine Liste der besten Alben von 2010 zu veröffentlichen, deshalb beschränke ich mich mal auf die besten Live-Auftritte, die ich so erleben durfte im letzten Jahr (in chronologischer Reihenfolge):

  • Eisenvater im Subway to Peter, Chemnitz: Eigentlich ist mir noch nie ein Auftritt mit so wenig Besuchern in einer solch guten Erinnerung geblieben wie dieser hier. Liegt sicher daran, dass die Musik eher auf Atmosphäre abzielt als auf Ramba-Zamba, trotzdem hätten wohl nicht viele Bands unter diesen Bedingungen so überzeugt.
  • Suffocation im Conne Island, Leipzig: Diese Band hat live einfach eine gewaltige Power, die gerade in so einem Club von noch recht überschaubarer Größe richtig zur Geltung kommt.
  • Dying Fetus und Origin in der Theater-Fabrik, Leipzig: Blastbeats! Ratatatatatatatat!!! Getrümmer! Hochgeschwindigkeits-Gefrickel! Fuck Yeah!
  • Asphyx beim Way of Darkness in Lichtenfels: Mal stellvertretend für die drei Asphyx-Shows, die ich 2010 gesehen habe. Ich liebe diese Band. Seit ihrer Reunion 2007 habe ich noch keinen schlechten Auftritt von denen gesehen, die Jungs geben einfach immer 100%. Sie haben natürlich auch ganz, ganz starkes Songmaterial, das hilft :-)
  • Misery Index in der Theater-Fabrik, Leipzig: Gepflegt überrollt worden von der Death/Grind-Walze. So muss es sein!