Best of 2010

Wenn ich das noch richtig zusammenbekomme, habe ich im Jahr 2010 kein Album aus eben jenem Jahr neu gekauft – und wenn, dann zumindest kein Top-Album. Möglicherweise hatte ich noch nicht mal was aus 2009 bei meinen Neuerwerbungen.  Stattdessen hatte ich mir jede Menge alten Kram gegönnt – Klassiker eben.

Das war nicht so geplant. Ich finde es immer wieder etwas traurig, wenn ich erlebe, wie Leute, die in ihrer Jugendzeit großartige Bands entdeckt haben, diesen auch nach Jahrzehnten immer noch nachtrauern, sich weigern, noch etwas Neues zu entdecken und sich stattdessen hinstellen und verkünden: „Es gibt heutztage keine gute Musik/keine guten Bands mehr!“ Ich hoffe, mich nie zu dieser Gruppe zählen zu müssen, deshalb lautet der gute Vorsatz für 2011: Wieder mehr aktuelle Veröffentlichungen anhören, kaufen, etc.

Unter diesen Bedingungen ist es natürlich relativ witzlos, eine Liste der besten Alben von 2010 zu veröffentlichen, deshalb beschränke ich mich mal auf die besten Live-Auftritte, die ich so erleben durfte im letzten Jahr (in chronologischer Reihenfolge):

  • Eisenvater im Subway to Peter, Chemnitz: Eigentlich ist mir noch nie ein Auftritt mit so wenig Besuchern in einer solch guten Erinnerung geblieben wie dieser hier. Liegt sicher daran, dass die Musik eher auf Atmosphäre abzielt als auf Ramba-Zamba, trotzdem hätten wohl nicht viele Bands unter diesen Bedingungen so überzeugt.
  • Suffocation im Conne Island, Leipzig: Diese Band hat live einfach eine gewaltige Power, die gerade in so einem Club von noch recht überschaubarer Größe richtig zur Geltung kommt.
  • Dying Fetus und Origin in der Theater-Fabrik, Leipzig: Blastbeats! Ratatatatatatatat!!! Getrümmer! Hochgeschwindigkeits-Gefrickel! Fuck Yeah!
  • Asphyx beim Way of Darkness in Lichtenfels: Mal stellvertretend für die drei Asphyx-Shows, die ich 2010 gesehen habe. Ich liebe diese Band. Seit ihrer Reunion 2007 habe ich noch keinen schlechten Auftritt von denen gesehen, die Jungs geben einfach immer 100%. Sie haben natürlich auch ganz, ganz starkes Songmaterial, das hilft :-)
  • Misery Index in der Theater-Fabrik, Leipzig: Gepflegt überrollt worden von der Death/Grind-Walze. So muss es sein!

4 Antworten to “Best of 2010”

  1. […]deshalb lautet der gute Vorsatz für 2011: Wieder mehr aktuelle Veröffentlichungen anhören, kaufen, etc.[…]

    Guter Plan! Doch bei der Masse an Bands heute nicht immer leicht. Ich sehe fast jeden Monat die Liste mit Bands, die ich mal genauer antesten muss, oder von denen ich sogar was kaufen muss, länger und länger werden ):
    Wenn du was aktuelles und gutes findest, schreib ruhig drüber, würde mich freuen!

    • Guter Plan! Doch bei der Masse an Bands heute nicht immer leicht. Ich sehe fast jeden Monat die Liste mit Bands, die ich mal genauer antesten muss, oder von denen ich sogar was kaufen muss, länger und länger werden ):

      Genau das ist das Problem. Und wenn dann noch etwas Älteres auf die Liste kommt, was ich bei Veröffentlichung verpasst habe, gibt es überhaupt keine Chance mehr, dass die Wunschliste jemals abgearbeitet wird.

      Aber besser so, als wenn es zu wenig Interessantes gibt.

  2. Ich gebe zu, ich muß mich manchmal zusammenreißen, nicht in genau das Schema (es gibt heute keine guten Bands mehr…) zu verfallen. Ich höre halt immernoch gerne die Musik von „damals“. Und das Zeitproblem kenne ich auch…

  3. […] jetzt nachgeholt.  Diesmal kann ich auch tatsächlich etwas schreiben, denn es ist mir gelungen, meinen guten Vorsatz vom letzten Jahr (mehr aktuelle gute Musik suchen) auch wahrhaftig in die Tat umzusetzen, zumindest […]

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