Live: Kataklysm + Support

15.01.2011 – Leipzig, Hellraiser

Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen, nicht mehr die von Rock The Nation veranstalteten Mammut-Konzerte zu besuchen. Am Wochenende hatte ich aber mal wieder nichts besseres vor, also bin ich doch mal wieder auf einer dieser Veranstaltungen gelandet – trotz des meiner Meinung nach recht durchwachsenen Billings.

Schon bei meiner Ankunft kurz nach sieben ist die Halle wirklich knallvoll, der Weg zur Bar nimmt jetzt schon ordentlich Zeit in Anspruch. ;-) Milking the Goatmachine sind bereits mitten in ihrem Auftritt, und schon bereue ich etwas meine Verspätung. Der heutige Auftritt gefällt mir nämlich ein ganzes Stück besser als die zwei Shows, die ich letztes Jahr von den Ziegenböcken gesehen habe. Die Darbietung erscheint mir deutlich tighter und kompakter als die letzten Male – vielleicht haben sie fleißig zusammen geübt. :-) Es rummst auf jeden Fall ordentlich, und es gibt auch weniger Faxen, die sowieso nur von der Musik ablenken, als beim PSOA. Schade nur, dass es so schnell vorbei ist.

Als Kontrastprogramm gibt es dann Manegarm: sehr melodisch, und dazu fiedelt einer auf der Geige. Ich bin ja ein völliger Ignorant, was Viking/Pagan Metal angeht, ich konnte damit noch nie besonders viel anfangen. Deshalb bezeichne ich das Ganze einfach mal als Melodic Death Metal mit Folk-Elementen. Zum Glück erwische ich einen freien Barhocker mit Blick auf die Bühne – als Untermalung für  ein gemütliches Bierchen ist’s recht brauchbar.

Noch viel weniger gefällt mir die nächste Band, Equilibrium (oder wie man im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sagt: Effibrilium). Die Musik ist mir einfach zu „dudelig“ und glatt. Zum Glück gibt es den Nebenraum mit eigener Bar zum Entspannen und Unterhalten…

Legion of the Damned sind der Hauptgrund, warum ich seit Längerem endlich mal wieder den Hellraiser besuche. Der erste und einzige Auftritt der Holländer, den ich bisher gesehen habe, war der vom PSOA 2008, und der war wirklich grandios. Leider kommen sie heute nicht ran an diese Show. Erstmal haben sie wohl einige technische Probleme: Beim ersten Song höre ich irgendwie gar keine Gitarre, zum Glück bekommen sie das dann in den Griff. Trotzdem sind die Musiker häufiger mal zwischen den Songs am Fummeln an ihrem Equipment. Irgendwann ist dann wohl auch der Drum-Trigger hinüber… Das stört natürlich mächtig die Stimmung. Auch der Sänger scheint mir heute relativ zurückhaltend zu agieren. Aber egal – trotz allem gibt es knackigen Thrash Metal, der dem Namen der Veranstaltung alle Ehre macht.

Kataklysm ist immer so ein kleines Problem für mich: auf CD sind sie schon gut, und auch heute ist die Show eigentlich gut, die Musik richtig druckvoll mit ordentlich Geballer, teilweise aber sogar recht melodisch. Nur: genau wie bei den letzten Malen, die ich die Kanadier gesehen habe, lässt mich das Ganze irgendwie kalt. Deshalb reicht es mir auch, mir die Show in Ruhe von hinten anzuschauen, während vor der Bühne die Post abgeht. Die meisten Besucher sind offenbar wegen Kataklysm hier und haben mächtig Spaß.

Damit ist dann der erste Konzertabend des neuen Jahres auch schon wieder rum. Es wird sich zeigen, was 2011 livemusikmäßig noch so bringt… :-)

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