Lesestoff

Wie neulich in den Kommentaren schon angedroht, möchte ich auf mehr kostenlosen Lesestoff hinweisen. Und zwar auf zwei PDFs, die doch sehr unterschiedlich sind.

Da wäre einmal „Rites of the Condemned – Sociomusical Aspects of Speed Metal Music„. Dabei handelt es sich um eine College-Arbeit aus dem Jahr 1992, die der Autor, Jeremy Wallach, vor einiger Zeit wieder ausgegraben und im Internet veröffentlicht hat. Dabei wird im Vorwort klar, dass er heute selbst nicht mehr so recht überzeugt ist von seiner Arbeit, mir ist jetzt auch keine irgendwie bedeutsame These daraus im Gedächtnis geblieben. Der Titel ist auch leicht irreführend – es geht um den Thrash Metal aus den 1980ern und ein ganz kleines bisschen Death Metal, weniger um das, was ich im Allgemeinen unter Speed Metal verstehen würde. Dennoch finde ich das Ding allein schon aus historischen Gründen ganz unterhaltsam, es wird einiges berichtet über die damalige Thrash-Szene.

Von anderem Kaliber ist da schon „The Metal Void: First Gatherings„. Das ist der Tagungsband einer 2008 in Salzburg stattgefundenen wissenschaftlichen Tagung über Metal. Der Band enthält knapp 30 Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen wie Philosophie, Soziologie, Musikwissenschaft… Diese Beiträge sind natürlich alle sehr unterschiedlich, bei einigen davon verstehe ich nur Bahnhof. Kleines Beispiel gefällig?

Metal holds an essential relation to the phenomenology of deixis, a relation modeled in the opening scene of metal’s originary song, Black Sabbath’s ‘Black Sabbath,’ in which indication is dramatized as pointing back on itself towards the one who indicates in such a way that the negativity of the question is restored to the negativity of the subject—the mystery, finitude, and acontextuality of their being—as its first and final ground. Neither a refusal of signification nor an attempt to signify, metal is a deictic art or indication production that points to the presence of its own pointing. Metal utilizes significant forms (music, words) and digests whole discourses expressly for this purpose, neither to express nor not to express things with
them, but to make and indicate the making of the sonic fact of their expression into a significance preceding and exceeding all they could express.

Hä? Nein, Deixis bei der allwissenden Müllhalde nachzuschlagen, hat mir da auch nicht weitergeholfen…

Andere Beiträge sind aber wiederum sehr interessant, z.B. die über die Metalszene in Rio oder Südostasien, über jüdischen Metal, über politischen Extremismus im Metal usw. Da hätte ich mir ab und zu noch eine etwas ausführlichere Darstellung gewünscht. Aber es gibt natürlich jeweils ein Literaturverzeichnis dazu, da gibt es mehr Stoff.

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