The Almighty Punchdrunk – Music For Them Asses

Gene Hoglan, bekannt unter anderem von Death und seiner Zusammenarbeit mit Devin Townsend, beehrt eine relativ unbekannte Band mit seiner Drum-Arbeit, weil er von einem Live-Auftritt so begeistert ist – das ist in etwa die Hintergrund-Geschichte zu diesem Album, die ich irgendwo im Netz mal gelesen habe. Die kannte ich allerdings noch nicht, als ich mir diese CD gekauft habe. Vielmehr hatte ich zuvor nur einen Track davon gehört, aus irgendeinem Grund ist mir etwas davon im Gedächtnis geblieben, vielleicht einfach nur der Band-Name… Punchdrunk bezeichnet übrigens nicht jemanden, der von zuviel Bowle besoffen ist, sondern eine Person, die von zuviel Schlägen gegen den Kopp einen Schaden davongetragen hat. Jedenfalls habe ich kurzentschlossen zugeschlagen, als ich diese CD günstig gebraucht entdeckt habe.

Nachdem ich das Album inzwischen ausführlich hören konnte, erschließt sich mir dennoch nicht, wieso Mr. Hoglan diese Band so herausragend fand, dass er unbedingt dabei sein wollte. Diese Veröffentlichung finde ich nämlich relativ durchwachsen. Das liegt nicht an den Riffs, die sind durchaus gelungen, und gegen das Drumming des Schlagzeug-Schwergewichts ist sowieso nix zu sagen.

Die Songs bewegen sich meist im oberen Geschwindigkeitsbereich, ein gewisser Hardcore-Einfluss ist nicht zu überhören. Dennoch ist das Ganze nicht einfach nur konstantes Geschredder, es gibt genug Variation, um die Songs interessant und abwechslungsreich zu halten. Zusätzlich werden immer wieder ein paar ungewöhnlichere Kleinigkeiten eingebaut, beispielsweise ein Country-mäßiges Intro bei Tug The Tapeworm oder eine immer wiederkehrende Polizeisirene bei Potes. Technischer oder gar progressiver Metal ist das ganze dennoch nicht, trotz Devin Townsend als Produzent. Trotzdem: Eigentlich durchaus hörenswert.

Das Problem fängt aber mit dem Gesang an. Es gibt deutlich unterschiedliche Gesangsstile zu hören: einmal  schnelles, druckvolles Death/Grind/Hardcore-Gebell, das mich ab und an an Dying Fetus erinnert (aber vielleicht liegt das nur daran, dass ich die in letzter Zeit zuviel gehört habe :-) ). Die weiteren Vocals (von einem anderen Sänger?)  nerven, das kann ich nicht anders sagen. Besonders gilt das natürlich für das Gerappe, wie z.B. bei Rancho Relaxo – furchtbar. Quengelnden Klargesang gibt es auch einmal. Die relativ langweiligen und unspektakulären Shouts sind da schon fast eine Erholung.

Daher gilt: die zwei instrumentalen Tracks und die mit dem guten Gesang anhören, die anderen werden schön übersprungen.

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