Rest of 2011

Nach dem „Best of“ jetzt mit reichlich Verspätung ein „Rest of“ – einige Events des letzten Jahres wollte ich noch erwähnen, statt sie einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Wenn ich für die alle noch einen eigenen Artikel schreiben wollte, wäre wahrscheinlich auch 2012 wieder um, bis ich damit durch bin. Deshalb packe ich mal alles in diese Zusammenfassung.

Ein wichtiges Ergebnis des Jahres 2011 ist: ich habe immer weniger Zeit, hier etwas zu schreiben, und oft auch gar keine Lust, nach einem komplett vor dem PC verbrachten Arbeitstag auch noch abends vor dem Ding zu hocken. Es wird sich noch zeigen, wie es dieses Jahr so weitergeht…

Aber nun zu den wichtigen Dingen:

Im Frühjahr war ich beim Building a Force-Festival in Bad Rappenau, Hail of Bullets ansehen. Die waren auch wie immer gut, nur leider war die Veranstaltung nicht besonders gut besucht, so dass nicht besonders viel Stimmung aufkommen konnte. Powerwolf haben dort auch gespielt – die Band wurde in den letzten Monaten ja anscheinend mächtig hochgejubelt, was ich nicht verstehen kann. Schlimmer Cheese Metal ist das. Noch erwähnenswert: Feel the Campfire – zwei Mann sitzen auf der Bühne, davon einer mit Akustik-Gitarre, und spielen Metal-Klassiker von Venom, Black Sabbath, Manowar & Co. in Unplugged-Versionen. Ganz unterhaltsam.

Ebenfalls im Frühjahr: eines der besten Konzerte des Jahres – Macabre und Support im Skullcrusher Dresden. Bis auf die elektronischen Spielereien mit dem Gesang fand ich den Opener Rompeprop nicht weiter erwähnenswert, der Auftritt von Birdflesh dagegen war hervorragend. „Sounds like: Crazy thrashing grindcore“ behaupten die Jungs auf ihrer Myspace-Seite, und das trifft es ganz gut. Macabre konnten da dann aber tatsächlich noch einen draufsetzen, die haben sich ja regelrecht in einen Rausch gespielt. Nur so mein Eindruck. Und einen Maskenmann mit Mordwerkzeugen gab es auch endlich mal wieder auf der Bühne. Was will man mehr?

Ach ja, dass ich noch mal einen guten Auftritt von Hate Eternal erleben werde, da habe ich die Hoffnung so langsam aufgegeben. Auch dieses Mal wieder das alte Spiel, wie jedes Mal, wenn ich mir diese Band anschaue: Die Songs werden alle kurz und klein geballert vom viel zu lauten Schlagzeug, so dass vom Rest viel zu wenig zu hören ist. Jungs, ihr habt alle so viel drauf, und dann vermurkst ihr es immer derartig?

Immerhin durfte ich aber am selben Abend auch eine coole Band neu entdecken: Defiled aus Japan. Die sind es echt wert, sich mal näher mit ihnen zu befassen.

Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass noch der letzte Teil des Party.San-Berichts aussteht. Da mich nicht nur beim Schreiben, sondern auch bereits beim Besuch damals irgendwann die Ausdauer verlassen hat, hier nur kurz zwei Anmerkungen: Die Enttäuschung des Festivals waren für mich Morgoth, auch wenn ich mit dieser Meinung wohl ziemlich alleine dastehe. Herausstechend an den ersten Veröffentlichungen waren für mich die schön kranken Vocals von Marc Grewe. Das ist geradezu van-Drunen-Niveau. Davon war bei diesem Auftritt leider so ziemlich gar nix mehr zu hören, stattdessen gab es Death-Thrash-Vocals mehr oder weniger von der Stange. Dazu wirklich, wirklich, wirklich bescheuerte Ansagen: „Wir sind Morgoth, und wer seid ihr?“ Was soll man denn darauf antworten? „Ich bin Herbert Schwackowiak aus Bottrop-Kirchhellen!“ oder so? Dazu ein gefühltes Dutzend mal „We are back!“. Das beste war immerhin das Duett mit Dreier von Purgatory bei Pits of Utumno, denn Dreier ist ’ne coole Sau.

Positiv überrascht haben mich dagegen Enslaved. Das liegt daran, dass ich die von einem Auftritt vor Urzeiten als ganz normale Black- bzw. Viking-Metal-Band in Erinnerung hatte, seitdem hat die mich nicht mehr besonders interessiert. Um so faszinierender fand ich dann, was die Band inzwischen zu bieten hat: Progressive Viking Metal – ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Die Songs sind entsprechend sperrig und komplex, gleichzeitig aber auch sehr atmosphärisch. Sehr stark.

Sonst noch was? Ach ja – die Kollegen von Exhumed sind erstmal zum alten Festivalgelände gefahren und waren deshalb nicht rechtzeitig für ihren Auftritt da. Wenn das mal nicht Ärger gab…

Die Indoor-Saison wurde dann für mich eröffnet im kleinen Saal des Hellraiser. Ich finde ja so kleine gemütliche Veranstaltungsorte immer wieder klasse. Noch besser, wenn es dann wie hier auch noch Freibier gibt. Da die Veranstaltung leider nicht so gut besucht war, musste ich den ganzen Abend keinen Cent für Getränke ausgeben. Die Daheimgebliebenen haben außerdem noch eine hervorragende Band verpasst, nämlich Damnation Defaced. So in etwa würde sich Disbelief anhören, wenn die progressiver wären. :)

Das Way of Darkness-Indoor-Festival war auch wieder (während es dieses Jahr ja bedauerlicherweise ausfällt) mit zu vielen Bands, um sie hier alle zu erwähnen. Nur soviel: gute Auftritte der Freitags- bzw. Samstags-Headliner Sodom und Entombed.

Und dann war das Jahr auch schon fast wieder rum, das letzte wichtige Metall-Ereignis war die Morbid Angel-Tour im November/Dezember. Bei ihrer eigenen Tour konnten sie natürlich länger spielen als auf dem Party.San. Die Band schien mir gut aufgelegt und bester Dinge zu sein – ich war es auch, weil ich in der ersten Reihe stehen konnte und Trey kaum einen Meter vor mir vor sich hinsoliert hat. Hervorragend. Leider haben die Supportbands Nervecell und Benighted nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hätten.

Erfreulicherweise haben aber alle Bands der Morbid-Angel-Tour außer Morbid Angel zwei Wochen später noch einmal in der Region gespielt, da war dann schon mehr los.

Und das war dann also das Jahr 2011. Hätten wir das auch erledigt…

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