Archiv für Mai, 2012

Festivals

Posted in Gelaber with tags , , , , , , , on 30. Mai 2012 by Micha

Demnächst geht es wieder los mit der Musik im Freien. Man muss ja nicht gleich zu 40 Festivals gehen, mir reichen da eigentlich meine üblichen drei, jeweils mit etwa 4 Wochen Abstand. Zeit zur Erholung also zwischendurch, außerdem habe ich ja auch noch anderes zu tun.

Bei den Open-Air-Festivals hat sich ganz zufällig eine schöne Steigerung ergeben. Das erste, das Chronical Moshers Open Air (wie immer eben) ist auch das kleinste, richtig familiär und gemütlich eben. Zwar auch mit durchaus bekannten Bands, aber zum großen Teil bestreiten das Programm einerseits Bands aus der Region, andererseits auch solche aus weiter entfernten Gegenden der Welt, die aber anscheinend schon „Freunde der Familie“ sind. Das Ganze geht arbeitnehmerfreundlich erst Freitagabend los (dieses Jahr wegen Jubiläum allerdings schon früher) und findet glücklicherweise ganz in der Nähe statt. Der größte Teil der Anfahrt wird mit der Bimmelbahn zurückgelegt, dann ein abschließender Waldspaziergang zum Festivalgelände – da fängt die Entspannung schon bei der Anreise an. :-)

Das In Flammen Open Air bietet von allem ein bisschen mehr. Es ist etwas weiter weg, aber immerhin noch im selben Bundesland. Das Programm fängt zwar so richtig auch erst am Freitag an, am Donnerstag Abend gibt es aber bereits eine Warm-Up-Party mit Live-Musik auf dem Party-Schiff. Das Publikum ist immer noch überschaubar, allerdings scheint mir die Besucherzahl doch etwas größer zu sein. Auch hier gibt es viele Underground-Bands zu sehen, es stehen aber jedes Jahr auch einige „Schwergewichte“ auf der Bühne, dieses Jahr unter anderem Obituary.

Zu guter Letzt folgt dann das Party.San Open Air. Muss ich dazu noch viel schreiben? Früher oder später spielt dort alles, was Rang und Namen hat im extremen Metal, um die 10.000 Zuschauer dürfen sich ab Donnerstag abend die Gehörgänge durchpusten lassen oder schon am Mittwoch im Party-Zelt versacken. Dafür fahre ich dann auch gerne bis nach Thüringen. :-)

„Steigerung“ heißt jetzt allerdings keineswegs, dass irgendeines dieser Festivals womöglich nicht lohnenswert, unzulänglich oder unbefriedigend wäre. Im Gegenteil, das sind drei Veranstaltungen mit jeweils ganz eigenem Charakter, und ich möchte keine davon verpassen. Was ein kleines Problem darstellt, wenn ich mal über meinen Tellerrand hinausblicken will. Trotz aller guten Vorsätze habe ich es zum Beispiel nie zum Death Feast geschafft, und jetzt, wo der Laden von dieser „Rock The Nation“-Bude übernommen worden ist, ist es zu spät. An einem Besuch des Maryland Deathfest hat mich bisher vor allem meine Faulheit gehindert, aber vielleicht komme ich ja wenigstens mal zum Obscene Extreme

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Live: Tank 86 + Petrified

Posted in Doom Metal, Live with tags , , , on 26. Mai 2012 by Micha

24.05.2012 – Chemnitz, Flowerpower

Feiste Riffs zum Feierabend, das gönne ich mir heute, denn es ist Stoner Metal angesagt. Diese Musik höre ich immer wieder ganz gerne, und dabei rauche ich gar nicht. :) Aber die Kombination aus lässigen Grooves und treibenden Riffs ist immer wieder eine gute Untermalung für einen entspannten Abend bei einem guten Bier. Um so mehr, wenn die Veranstaltung dann auch noch gleich um die Ecke stattfindet und keinen Eintritt kostet (Vielleicht, weil das wöchentliche Konzert im lokalen Ableger der bekanntesten (weil einzigen) Rock-Disko-Franchise-Kette Ostdeutschlands augenscheinlich von einem großen Schnapshersteller gesponsort wird.).

Als lokalen Support gibt es heute Petrified aus Zschopau, die Stoner-Mucke zwischen Rock und Metal zu Gehör bringen. Und zwar wie schon oben beschrieben mit fetten Riffs und dickem Groove. Das ist schon gut gelungen und veranlasst mich zu dezentem Füßewippen auf meinem Hocker an der Bar. Wenn ich etwas kritisieren soll, würde ich sagen, dass der Gesang vielleicht noch etwas dreckiger und druckvoller rüberkommen könnte.

Tank 86 ist eine Instrumental-Stoner-Metal-Band aus den Niederlanden, die gerade auf einer Mini-Tour durch Deutschland sind. Und die legen gleich noch mal ordentlich eine Schippe drauf und gehen deutlich schneller zu Werke als ihre Support-Band – die Saitenfraktion produziert dabei eine massive Riff-Wand, während sie vom Drummer  kräftig nach vorne geprügelt wird. Insgesamt ist der Auftritt doch deutlich heavier und aggressiver, als ich das vorher erwartet hätte. Und obwohl es keinen Sänger gibt, braucht auf etwas Show trotzdem nicht verzichtet werden – das übernimmt der Bassist mit wilden Verrenkungen und ekstatischem Herumspringen. Das alles sorgt für Headbanger vor der Bühne; auch ich muss dann immerhin doch mal von meinem Hocker aufstehen. Saugut ist das alles, und dank des Eintrittspreises sowieso mit unschlagbarem „Value for Money“-Faktor.

Demnächst wird sich herausstellen, ob das auch für die Tank 86-CD zutrifft, die ich danach günstig erlegt habe. :-)

Black Sabbath live

Posted in Doom Metal, Heavy Metal with tags , , , on 23. Mai 2012 by Micha

Es dürfte inzwischen wohl jeder schon mitbekommen haben: es gibt eine Black-Sabbath-Reunion. Eigentlich nur eine Dreiviertel-Reunion, da Drummer Bill Ward nicht dabei ist. Über diesen ganzen Zirkus könnte man allein schon seitenweise schreiben, aber egal…

Vor ein paar Tagen gab es nun das erste Club-Konzert dieses Line-Ups, gewissermaßen zum Aufwärmen. Ich habe mir von dem ganzen Reunion-Theater nicht viel versprochen, schließlich ist Ozzy schon lange nur noch ein Schatten seiner selbst aus besseren Tagen. Freundlicherweise hat ein Zuschauer dieses Konzert komplett mitgeschnitten und bei Youtube eingestellt. Und ich muss sagen, Mr. Osborne ist wesentlich besser in Form als ich erwartet hätte. Die Songs, die gespielt wurden, sind sowieso allesamt Klassiker. Das bedeutet also: Reinhören in dieses Bootleg lohnt sich, bevor es von YT gesperrt wird. Hier isses:

Live: Discreation + Parity Boot + Damnation Defaced

Posted in Death Metal, Live with tags , , on 14. Mai 2012 by Micha

04.05.2012 – Leipzig, Bandhaus

Stell dir vor, es ist Freitag Abend und Live-Musik, und keiner geht hin… Ja ja, der Spruch ist furchtbar ausgelutscht. Deshalb mal anders: Leute, wo wart ihr alle? Zugegeben, die Bands dieses Abends waren nicht gerade die bekanntesten, aber ein paar mehr Besucher hätte ich schon erwartet…

Immerhin war es aber der bislang wärmste Tag des Jahres, schon fast sommerlich, deshalb eine gute Gelegenheit, draußen vor der Tür in Ruhe ein kühles Bier zu trinken, bevor es losgeht mit der Show. Irgendwann ist dann aber Zeit, dem malerischen Industriegebietspanorama den Rücken zu kehren und in den Keller hinabzusteigen.

Überraschenderweise ist als erste Band Damnation Defaced an der Reihe – der Flyer hat eher den Eindruck erweckt, sie wären Headliner. Wie schön, dass ich ausnahmsweise mal pünktlich war, sonst hätte ich womöglich was verpasst. Laut Flyer und Homepage machen Damnation Defaced Progressive Death Metal. Allerdings sollte man da kein wildes Gefrickel und besonders vertrackte Songstrukturen erwarten – zumindest schienen mir die Songs zwar nicht ohne Anspruch, aber immer nachvollziehbar. Ordentlich abwechslungsreich sind sie auf jeden Fall, auf Atmosphäre wird viel Wert gelegt. Dabei treten aus den Sound-Wänden immer wieder Melodien heraus in den Vordergrund, das ist wirklich sehr gelungen. Der Auftritt ist also gut, kommt mir leider nur ein bisschen kurz vor.

Als nächstes sind Parity Boot mit Industrial Metal an der Reihe. Wobei die Industrial-Elemente im Wesentlichen darin bestehen, dass mit einem Laptop gelegentlich Samples und Synthie-Geräusche eingespielt werden. Ansonsten regiert stampfender Midtempo-Metal. Mich kann das Ganze nicht fesseln, und als ich mich mal umschaue, stelle ich fest, dass ich fast alleine im Keller bin. Ich hätte wirklich die Zuschauer abzählen sollen, ich frage mich nämlich, ob die Zuschauerzahl in diesem Moment überhaupt zweistellig ist. So etwas muss ganz schön frustrierend sein für eine Band. :|

Discreation können dann wieder zulegen – nicht nur, was die Zuschauerzahl angeht, sondern auch bei Geschwindigkeit und Aggressivität. Diese Sorte Death Metal macht bei mir live Laune – nun ja, zumindest, wenn er so gekonnt dargeboten wird wie an diesem Abend. Die (meist) pfeilschnellen Gitarren mit gelegentlichem thrashigem Einschlag, giftig-aggressiv wirkende Vocals und angemessen ballernde Drums sorgen für die richtige Motivation zum Bangen. Und wenn sonst kaum jemand mitmacht, ist mir das dann auch wurscht. :)

In diesem Sinne der Appell zum Schluss: Schaut mal wieder ein paar Underground-Bands an, das ist nicht teuer und tut auch fast gar nicht weh. :)

Rindviecher im Voraus enthaupten

Posted in Uncategorized with tags on 6. Mai 2012 by Micha

Schön, dass es anscheinend immer mehr üblich wird, lange erwartete Alben vorab zumindest eine begrenzte Zeit komplett als Stream zugänglich zu machen. So kann man mal in Ruhe reinhören und sich ein Bild machen, ganz legal ohne irgendwelche „Leaks“ oder Torrents…

Im Augenblick gibt es das neue Werk Monolith of Inhumanity von Cattle Decapitation zu hören, und zwar hier bei MetalSucks. Meine Fresse, gibt es da gewaltig auf selbige. Wer auf Death-Grind steht, der muss da jetzt auf der Stelle mal reinhören. Dieses Album wird wohl bestimmt auf der Jahresbestenliste hier wieder auftauchen, auf der Einkaufsliste steht es längst.