Archiv für Juni, 2012

Live: Master + Disrepute + Decrepitation + Aeveron

Posted in Death Metal, Live with tags , , on 25. Juni 2012 by Micha

01.06.2012 – Leipzig, Villa

Eigentlich habe ich im Moment ja wieder mal keine Zeit, ich muss aber trotzdem noch fix etwas zum „Speckmetalfest“ neulich schreiben. Das war nämlich eine Veranstaltung so richtig nach meinem Geschmack – Underground gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum Konzert ging es nämlich erstmal in den Keller runter. Der Villa-Keller in Leipzig ist sowieso eine erstklassige Location für so eine Veranstaltung, mit einem Konzertsaal von genau der richtigen Größe, Nebenräumen für Raucher, die Metal-Disco und zum Kickern. Ich frage mich gerade wirklich, warum ich da schon seit Jahren nicht mehr war…

Zum unterirdischen Veranstaltungsort kommen dann noch die Bands aus dem Underground. Also erstmal einige aus der Region, und als Headliner dann Master, und da sagen ja auch die Veranstalter: „Speckmann hat den Underground erfunden.“

Auf jeden Fall hat das eine Menge Spaß gemacht, nicht nur dem Publikum, sondern augenscheinlich auch den Bands, das Bier war gut, ganz besonders das Freibier – danke dafür, da hat sich das ganze „Ins-Internet-Reinschreiben“ doch endlich mal gelohnt :>

Mal kurz noch etwas zu den Bands natürlich:

Den Anfang machen Aeveron aus Zwickau. Klingt sehr melodisch, das Ganze. Der Sänger wechselt zwischen cleanem Gesang und Growls; im Gegensatz zu vielen anderen versucht er sich nicht bloß am Klargesang, der hat das wirklich gut drauf. Zusammen mit den melodischen Gitarren ergibt das mitunter einen gewissen Pagan-Dudel-Touch. Mir fehlt da aber leider der Rumms – ordentlicher Metal muss schließlich richtig knallen!

Und das tut es bei den Leipzigern Decrepitation. Wenn der Sänger zu Anfang mit Kunstblut vollgeschmoddert und mit Gasmaske auf dem Gesicht auf der Bühne steht, dann ist auch zu erwarten, dass jetzt eher mit der groben Kelle ausgeteilt wird.  In diesem speziellen Fall bedeutet das: brutaler Death Metal im Stil von Dying Fetus. Dieser Vergleich bietet sich schon allein wegen des gelungenen Covers von Kill Your Mother, Rape Your Dog an. Das erfreut mich natürlich sehr. :-) Auch im Publikum ist schon deutlich mehr los als bei den Vorgängern.

Disrepute aus Plauen setzen dann weniger auf Brutalität als vielmehr auf Geschwindigkeit und Kettensägen-Gitarren. Ist sich gut geeignet zum Bangen und natürlich zum Biertrinken. Und recht kurzweilig, aber ich will trotzdem langsam mal Master sehen.

Bei Paule Speckmann und seinen Jungs weiß man, was man bekommt: Death Metal der Marke „Old School as fuck“, an dem jegliche Trends spurlos vorbeigegangen sind. Das Trio rumpelt sich kreuz und quer durch die umfangreiche Diskographie, von ganz altem Kram bis zum gerade veröffentlichten neuen Album. Der Meister bringt Bass und gründlich gegerbte Stimmbänder gekonnt zum Einsatz; zwischen den Songs gibt es knarzige Ansagen, die zeigen, dass er sich selbst nicht ganz und gar ernst nimmt. Spaß hat er ganz offensichtlich, und nicht nur er – auch im rappelvollen Zuschauerraum wird gefeiert, was die Nackenmuskeln und Lebern hergeben. Prima Sache, das.

Danach noch schnell einkaufen, einen abschließenden Hopfenblütentee zum Runterkommen, und dann raus in die Nacht und auf den Heimweg. Wie sagt der eBayer: „Gerne wieder!“

 

 

IFOA 2012 – Vorschau Teil 2

Posted in Death Metal, Thrash Metal with tags , , , , , on 23. Juni 2012 by Micha

Und wieder ein paar Bands, die demnächst beim In Flammen Open Air spielen werden:

Harasai ist eine Melodic-Death-Metal-Band aus Essen. Ich persönlich lege ja weniger Wert auf den „Melodic“-, sondern mehr auf den „Death“-Teil. Schaumermal wie live die Balance zwischen diesen Anteilen ausfällt.

Eine besonders weite Anreise zum Festival haben wohl Kryptos, die kommen nämlich aus Indien. Einen Exotenbonus haben sie allerdings nicht nötig, wie der hier anzuhörende Track zeigt – das ist schon guter Stoff.

Human Prey haben es als Leipziger Band da nicht ganz so weit. Die Kapelle wurde erst Ende 2010 gegründet; bisher habe ich sie auch noch nicht live gesehen, daher werde ich mir den Brutalo-Death beim IFOA geben.

IFOA 2012 – Vorschau Teil 1

Posted in Death Metal, Grindcore, Thrash Metal with tags , , , , on 18. Juni 2012 by Micha

Dieses Jahr war es leider nix mit einer kleinen Vorschau zum Chronical Moshers Open Air, aber zum In Flammen Open Air wird das jetzt hoffentlich besser. Ich kann zwar auch da nicht zu jeder einzelnen Band etwas schreiben, aber ein paar der nicht ganz so bekannten greife ich mir mal heraus.

Da wären erst mal Deserted Fear aus Thüringen. Die hatte ich neulich hier in Karl-Chemnitz-Stadt mal live gesehen – das war ein rundum überzeugender Auftritt, ich musste mir gleich die Demo-CD kaufen. Umso besser also, dass ich sie mir auf dem In Flammen nochmal anschauen kann. Geradezu klassischer Death Metal mit einer gekonnten Mischung aus Schweden- und Ami-Elementen.

Isacaarum – dieser Name ist mir zwar schon öfter untergekommen, aber mehr als den Namen kannte ich bis jetzt nicht. Die Band kommt aus Tschechien, und das bedeutet, sie spielen die traditionelle tschechische Volksmusik. Genau, Grind, der nach dem ersten Reinhören zu urteilen so in die Richtung Exhumed geht. Über die Texte denke ich aber lieber nicht so genau nach…

Der Thrash Metal kommt auch nicht zu kurz beim In Flammen, dafür sorgt dieses Jahr Dust Bolt.  Hört sich nach Bay Area an, kommt aber aus der Bayern Area.

Links #12

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , on 3. Juni 2012 by Micha

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