Live: Chronical Moshers Open Air 2012 – Tag 1

08.-09. 06. 2012 – Hauptmannsgrün, Mühlteich

So wie jedes Jahr – das Chronical Moshers Open Air. Endlich mal wieder ein Wochenende unter normalen Leuten.

Als erstes muss ich mich mal etwas korrigieren: Das Festival ist gar nicht mehr so besonders klein. Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal da war, standen tatsächlich nur ein paar wenige Zelte auf der Wiese, der Parkplatz war auch nicht ganz voll. Mittlerweile gibt es einen zweiten Zeltplatz, früher war das die Liegeweise am Mühlteich. Letztes Jahr standen dort ein paar Zelte, dieses Jahr war der Platz knallvoll. Auch der Parkplatz musste kräftig erweitert werden. Das Festival ist also in den letzten Jahren ordentlich gewachsen, irgendwo war die Rede von 1000 Besuchern.

Und dennoch fühlt sich das Ganze immer noch so irgendwie klein und gemütlich an, etwa so wie ein Wochenendausflug mit Camping mit den Kumpels. Liegt vielleicht daran, dass sich der Kommerz-Zirkus glücklicherweise sehr in Grenzen hält: es gibt nur einen einzigen fliegenden Händler mit einem kleinen Stand, der sich auch speziell dem metallischen Untergrund widmet. Von den großen Firmen im Hard&Heavy-Bereich ist weit und breit nix zu sehen. Sonst gibt es nur noch ein paar Gelegenheiten für Mampf und Suff, zur Verfügung gestellt von regionalen Lieferanten. Mehr braucht es nicht für eine gute Party.

Und die Party fängt Freitag Nachmittag schon mit der ersten Band an. Artless ist, soweit ich es mitbekommen habe, die „Hausband“ der Chronical Moshers. Entsprechend bringen sie gleich eine Menge Fans und Freunde mit, so dass das Zelt schon beim Opener gut gefüllt ist. Die Band lässt sich zwar grob unter ‚Melodic Death Metal‘ einordnen, ist aber zum Glück nicht so dudelig oder poppig wie viele Kollegen, sondern bringt stattdessen eine gesunde Härte mit. Macht auf jeden Fall Spass, der Auftritt.

Bei der nächsten Band wird das Zelt dann allerdings ganz schnell wieder ziemlich leer. Ganymed liefert eine Pantera-Cover-Show ab. So sehr ich mich auch freue, Klassiker wie Cowboys from Hell oder Primal Concrete Sledge zu hören – für den „Tough-Guy-Metal“ der Originale hat der Gesang hier nicht genug Power und ist mir insgesamt etwas zu dünn.

Danach gibt es eine kurzfristige Programmänderung – statt der angekündigten Kali-Yuga spielen Ravenpath. Ganz offensichtlich liegt der Schwerpunkt hier auf eingängigen Melodien und einer „epischen“ Atmosphäre. Metal-archives.com sortiert das Ganze unter „Symphonic Black Metal“ ein. Also alles ganz so, wie ich es nicht mag. Deshalb verfüge ich mich nach draußen und begebe mich auf die Suche nach meinem Abendessen. Immerhin habe ich ja auch schon ganze zwei Auftritte am Stück gesehen.

Aus diesem Grund verpasse ich dann auch den größten Teil der Show der Chilenen von Thornafire, und das ist schade. Der Schluss, den ich noch mitbekomme, gefällt mir gut – Death Metal in der floridianischen Tradition. Ich merke mir die Band jedenfalls schon mal für das In Flammen Open Air vor, wo sie ebenfalls bald spielt.

So langsam nähern wir uns den Headlinern. Bei Lay Down Rotten ist das Zelt bereits gut gefüllt. Die Musik erinnert auf angenehme Weise an die alten Schweden (auch mal an nicht ganz so alte). Ich erinnere mich noch an den letzten Auftritt der Band beim CMOA – was war das für eine gigantische Party-Stimmung. :-) Die Show ist dieses Mal nicht ganz so beeindruckend, macht aber immer noch mächtig Spaß.

Mit Disbelief auf Konserve kann ich zwar nicht so arg viel anfangen, live sind die Burschen aber einfach eine Macht. Zuerst mal gibt es ein kleines Geburtstagsständchen für Sänger Jagger, bevor es in bewährter Weise ordentlich zur Sache geht. Das Zelt ist womöglich noch voller als bei Lay Down Rotten, die Stimmung wie immer gut, das Bier lecker…

Gründe genug (vor allem wohl der mit dem Bier, aber pssst) , mir den folgenden Auftritt des eigentlichen Headliners Neaera zu sparen und mal ein bisschen zu relaxen. Beim nächsten Mal vielleicht wieder…

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