Live: In Flammen Open Air 2012 – Warm Up

05.-07.07.2012 – Torgau, Entenfang

Ob das wirklich so eine gute Idee war, den Weg vom Bahnhof zum Festivalgelände zu Fuß zurückzulegen? Diese Frage kann man sich ja bei 30° und einer Luftfeuchtigkeit von gefühlten 120% schon mal stellen. Aber es hilft ja nichts, der nächste Bus kommt erst in einer Stunde vorbei, und sich mit dem Taxi zum Eingang des Geländes chauffieren zu lassen, ist ja wohl mehr als untrve, oder? :-)

Immerhin komme ich früh genug an, um noch eine der kostenlos beim Einlass verteilten CDs abzugreifen. Ein eher durchwachsener Sampler, aber einem geschenkten Gaul und so… Dennoch ist es nicht mehr früh genug, um noch einen der begehrten Plätze am Waldrand für mein Zelt zu erwischen. Das deutet schon darauf hin, dass es dieses Jahr ein paar mehr Zuschauer werden – letztes Jahr um diese Zeit konnte ich noch ein schattiges Plätzchen ergattern.

Baue ich also mein Zelt auf freiem Feld auf, dabei geht schon der Großteil meiner begrenzten Getränkevorräte drauf, denn Schwitzen macht durstig. Das war übrigens Maßarbeit – fünf Minuten nachdem das Ding steht, geht ein Gewitter begleitet von einem mächtigen Platzregen nieder. Der Blitzeinschlag beim With Full Force in der Woche zuvor ist da natürlich Gesprächsthema, aber auch wieder nicht zu abschreckend, denn unterstellen ist trotzdem angesagt.

Es schüttet immer noch, als die Busse, die die Besucher zur Warm-Up-Party bringen sollen, pünktlich vorfahren. Also heißt es rennen, nützt aber nix, der kurze Weg zum Parkplatz reicht schon, um triefnass zu werden. Während der Fahrt sind eine Reihe von Feuerwehreinsätzen und überfluteten Kellern zu besichtigen. Außerdem geht ein Flasche Erdbeer-Orange-Wodka-Mix rum, und Obst ist ja bekanntlich gesund. Prost!

Es schüttet immer noch beim obligatorischen Tankstopp. Nix wie rein in die Alkoholika-Verkaufsstelle. Die machen heute wahrscheinlich den Umsatz des Jahres.

Es schüttet immer noch bei der Ankunft in Riesa am Elbanleger, also fix über die Gangway an Bord des Elbdampfers. Und  kaum sind alle an Bord, hört der Regen auf, es kommt später sogar die Sonne wieder etwas zum Vorschein. Das nenne ich mal Timing.

Was soll uns nun der ganze Sermon sagen? Ach so, ja: Wetter bescheiden, Stimmung bombig.

Musik gibt es natürlich auch noch an Bord. Da wären erst mal die Prophets of the Rising Dead. Bei dem Namen könnte man fast vermuten, dass es sich um eine Metalcore-Kombo handelt, aber das stimmt zum Glück nicht. Dargeboten wird vielmehr flotter Death Metal mit deutlicher Thrash-Kante. Das ist nun nicht rasend originell, aber ausgesprochen unterhaltsam. Genug immerhin, dass ich mir für kleines Geld ihre EP Welcome to the Wasteland mitnehme zum Zuhausenochmalhören.

Als nächste Band  dürfen die Skanners aus Italien ran. Wieder einmal, muss man schon sagen, denn die haben die letzten beiden Jahre bereits beim In Flammen gespielt, und dieses Jahr stehen sie auch schon wieder am Samstag auf dem Programm. Das ist mir jetzt zuviel Skanners, so oft muss ich die wirklich nicht sehen. Entsprechend hält sich mein Interesse doch arg in Grenzen. Ich bin auch nicht besoffen genug für diese Art Musik. Beim Großteil der Kreuzfahrtgäste kommen sie mit ihrem Hard Rock/Heavy Metal aber anscheinend gut an.

Und das war es auch schon wieder. Die Warm-Up-Party kam mir letztes Jahr doch länger vor. Klar, dieses Mal musste niemand aus dem Wasser gefischt werden. Ein weiterer Unterschied zum vorigen Jahr: Die Bar auf dem Festivalgelände hat bei der Rückkehr noch geöffnet. Mein Zelt ist übrigens mittlerweile schön zugebaut. Nett.

2 Antworten to “Live: In Flammen Open Air 2012 – Warm Up”

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: