Archiv für Februar, 2013

Dicke Compilation runterladen…

Posted in Thrash Metal with tags , , on 28. Februar 2013 by Micha

Wo? Na hier. Über 40 Songs, ein Download von über 400 MB, zum fünfjährigen Jubiläum von Divebomb Records, und das alles kostenlos. Ich kenne zwar dieses Label nicht, und bei einem ersten flüchtigen Blick ist mir keine bekannte Band ins Auge gefallen, aber ich habe mir das ganze Paket trotzdem mal heruntergeladen, ohne vorher reinzuhören. Ab und zu eine kleine Überraschung ist vielleicht nicht verkehrt…

Ich hatte zwar befürchtet, dass sich das Ganze als Reinfall entpuppt, nachdem mir gleich als einer der ersten Tracks so eine Michael-Bolton-Kopie (Schmalz-Rock mit Alibi-Gitarren) präsentiert wurde, aber nachdem ich jetzt ein paar weitere Songs davon gehört habe, kann ich sagen: Da ist gutes Zeug dabei. Vor allem für die Freunde des Thrash Metal alter Schule. Das hat nix mit Retro-Welle zu tun, das sind die Originale aus den 80ern. Allerlei recht obskures Zeug. Anspieltipps: Slammer, Raped Ape.

Ich gehe jetzt weiterhören, mich noch mehr überraschen lassen…

 

Dummes Gelaber von Cronos

Posted in Fun with tags on 25. Februar 2013 by Micha

Es war einmal im Jahr 1986 – ein Venom-Auftritt in New Jersey. Irgendjemand schneidet den mit und entfernt alles Unwichtige – also die Musik – aus der Aufnahme. Heraus kommt eine Sammlung der Ansagen von Cronos. Diese gibt es hier zum Herunterladen als MP3.

Ich finde ja jetzt Venom nicht so arg toll und war deshalb nicht gerade begeistert, als sie als Party.San-Headliner angekündigt worden sind. Aber jetzt weiß ich wenigstens, worauf ich dann achten werde…

„You’re wild, man!“

Live: DeZafra Ridge + Support

Posted in Doom Metal, Live with tags , , , , , on 3. Februar 2013 by Micha

Risen From The Depths of Doom II

24.11.2012 – Leipzig, Bandhaus

Es ist doch immer wieder das selbe: In den Wochen vor Weihnachten drängeln sich die Konzerte im Terminkalender, im Sommer ist dagegen außer den diversen Festivals ziemlich wenig los. Dieses Wochenende sind in erreichbarer Nähe zu sehen:  Als bekannteste Band sicherlich Opeth, Master sind auch mal wieder in der Gegend, verschiedene andere Death-Metal-Shows, darunter ein Zwei-Tage-Indoor-Festival, Thrash/Heavy Metal bis hin zu Heavy Rock.

Nach den verschiedenen Death-Metal-Konzerten der vergangenen Wochen habe ich heute aber mal Lust auf etwas Abwechslung und entscheide mich daher für Doom im Leipziger Bandhaus.

Los geht es mit einer eher Hardcore/Punk/Sludge-lastigen Interpretation des Subgenres von Down On Knees I’m Weak. Entscheidend für diesen Eindruck ist erstmal der Sänger, dieser Wüterich, der im Zuschauerraum herumrennt und dabei angepisst seine Textzeilen ins Mikro brüllt. Aber auch die Saitenfraktion klingt live ruppig und schmutzig und viel weniger nach Stoner als auf dem kostenlos zu ladenden Debüt-Album. Zumindest, wenn nicht gerade unverzerrte Gitarre und Klargesang zu etwas kombiniert werden, das doch eher nach Alternative Rock klingt. Kann man durchaus anhören, ich werde allerdings nicht so recht warm mit der ganzen Sache.

Die nächste Band, Kalmen, bietet eine eher „traditionelle“ Spielart. Zum ersten Mal an diesem Abend massieren fette Bässe die Eingeweide und bringen die Hosenbeine zum Flattern, während sich schwere Riffs zäh aus den Boxen quälen. Wie man sich Doom eben so vorstellt… Das hat einen angenehmen Retro-Touch. Daumen hoch.

Jetzt wird es wieder etwas flotter, die nächste Band, Stonehead, spielt – wer hätte das gedacht bei diesem Namen – Stoner Metal. Und zwar eine sehr gelungene Version, das rockt sehr amtlich. Dafür ist neben den üblichen Stoner-Zutaten wie dem dicken Groove, dem röhrenden Gesang und dem gelegentlichen psychedelischen Einschlag sicher auch der deutliche Schuss Motörhead mit verantwortlich. Kurz vor Schluss holt der Sänger dann noch sein Didgeridoo raus und es gibt noch ein bisschen „Weltmusik“.

Als Fazit zum Headliner DeZafra Ridge reicht mir ein Wort: Beeindruckend. Na gut, ausführlicher. Von allen Bands des Abends ist diese sicherlich die sperrigste. Dabei setzen die Leipziger stark auf Atmosphäre. Das fängt schon damit an, dass die normale Bühnenbeleuchtung aus bleibt, die Band wird nur durch einen mitgebrachten Baustrahler von unten beleuchtet, so dass die Musiker meist nur schemenhaft zu erkennen sind. Der düstere und mysteriöse Eindruck, der durch diese Beleuchtung hervorgerufen wird, unterstreicht die Musik hervorragend. Und die ist auch hervorragend – heavy, düster, emotional, atmosphärisch… schwere Doom-Riffs und post-metallische Gitarrenwände werden begleitet von Vocals, die zwischen gequältem Sludge-Gesang und Thou-artigem Gekeife pendeln. Ansagen oder irgendeine andere Interaktion mit dem Publikum gibt es so gut wie gar nicht, dadurch entsteht aber ein richtiger „Flow“ – ich bin echt überrascht, als der Auftritt endet, und noch mehr, dass es mittlerweile schon halb drei ist. Wie die Zeit vergeht, wenn man sich von Untergang und Verzweiflung in den Bann ziehen lässt…

Und damit endet eine gelungene Veranstaltung, die sehr schön die Bandbreite des modernen Doom demonstriert.

Red Wave

Posted in Rock with tags , on 2. Februar 2013 by Micha

Da habe ich doch neulich in der Abschiedsausgabe des mittlerweile wohl endgültig in die ewigen Jagdgründe eingegangenen down.under-Fanzines etwas über eine interessante Band aus Sachsen gelesen. Diesen Tipp will ich hier mal weitergeben:

Red Wave machen Prog Rock. Das hat mich zugegebenermaßen erst mal ein bisschen abgeschreckt, diese Bezeichnung steht leider immer wieder für selbstverliebtes Gegniedel. Das ist beim vor kurzem erschienen neuen Album Pamir aber überhaupt nicht der Fall, es gibt kein Geprotze mit tatsächlicher oder eingebildeter Virtuosität am Instrument, sondern richtig gute, abwechslungsreiche und interessante Songs.

Einen ausführlichen Review des Albums gibt es hier auf Seite 21 nachzulesen, das gesamte Werk lässt sich unter obigem Bandcamp-Link anhören.