Archiv für März, 2013

Kowloon Walled City – Turk Street

Posted in Tonträger with tags , , on 31. März 2013 by Micha

Das hier ist kein Metal. Das sagt zumindest der Gitarrist und Sänger, und der muss es ja wissen. Also dann schauen hören wir mal. Mein erster Gedanke dazu: Noise Rock. Zumindest ist der Gitarrensound dermaßen verzerrt und mit Feedbacks überlagert, wie ich es eher von Bands wie Unsane kenne als vom typischen Metal-Axtschwinger. Eine kräftige Ladung Sludge-Gesumpfe ist auch dabei, was ja musikalisch auch nicht all zu weit entfernt ist vom Noise (Ha! Also doch Metal). Die Vocals dagegen tönen aggressiv und angepisst und gleichzeitig leidend wie bei düsterem Hardcore.

In welche Schublade auch immer man diese Musik einsortieren will, auf jeden Fall ist sie heavy. Also einigermaßen. Nicht mit einem alles zermalmenden Bass oder einem fiesen Groove wie bei „echtem“ Doom, auch wenn die Kameraden sich ebenfalls im Geschwindigkeitsbereich von schleppend bis Mid-Tempo bewegen. Ganz ordentlich halt. Wie überhaupt diese EP insgesamt mittendrin im „Ganz ordentlich“-Territorium gelandet ist. Selbst wenn ich sie mir mehrmals hintereinander anhöre, bleibt hier einfach nicht viel im Ohr. Immerhin ist das Ganze solide genug, um doch vielleicht mal in die anderen Veröffentlichungen dieser Kombo reinzuhören. Wenn ich mal Zeit habe. Das ist in diesem Fall wenigstens einfach möglich, denn die gibt es alle auf der Homepage zum kostenlosen Download.

Live: Brujeria + Support

Posted in Death Metal, Live with tags , on 21. März 2013 by Micha

Brujeria + Support

13.12.2012 – Leipzig, Halle 5

Normalerweise gehe ich unter der Woche ja nicht zu irgendwelchen „auswärtigen“ Events, ich muss schließlich morgens wieder halbwegs fit bei der Arbeit auf der Matte stehen. An diesem Tag mache ich aber mal eine Ausnahme, denn die Drogenbarone von Brujeria geben sich die Ehre bei einem ihrer nicht allzu häufigen Auftritte hierzulande. Natürlich hätte das trotz allem nicht geklappt, wenn ich nicht eine günstige Übernachtungsmöglichkeit in Sichtweite des Bahnhofs aufgetan hätte, so dass ich am nächsten Morgen noch im Halbschlaf nach ein paar Schritten in meinen Zug reinfallen kann.

Während das also prima geklappt hat, gestaltet sich die Anreise nicht ganz so unproblematisch: Die Fahrt nach Leipzig dauert heute fast doppelt so lang wie normal – an dieser Stelle muss ich mich mal wieder bei der Bahn bedanken. Und dann heisst es, erst noch nach Connewitz hinauszugondeln. Als ich endlich angekommen bin, habe ich natürlich schon einiges verpasst, ich komme gerade recht zum Beginn des Auftritts der letzten Support-Band. Erst später erfahre ich, dass eine der Bands, Dekrepitation, ihren Auftritt abgesagt haben. Deshalb ist der kleine Hausmusik-Abend bereits überraschend weit fortgeschritten.

Als besagte Support-Band treten Drill Star Autopsy an. Die Burschen aus Sachsen-Anhalt machen so eine Art Elektro-Mosh-Mucke – Metalcore-artige Passagen verziert mit elektronischen Klängen. Ich kann ja schon mit diesem Konzept nichts anfangen, aber auch bei der praktischen Umsetzung ergeben sich offenbar Schwächen: bei mir kommt neben dem Core-Gebell des Frontmanns statt knackiger Gitarren-Riffs eher eine undefinierbare Audio-Soße an. Kurz: Mir sagt das überhaupt nicht zu. Auch sonst ist vor der Bühne recht wenig los.

Weil ich mich aus diesem Grund lieber an der Bar herumdrücke, finde ich mich kurz darauf in der zweiten Reihe vor dem Merchandising-Stand direkt daneben wieder, als alles dorthin strömt und das Hauen und Stechen um die begehrten Brujeria-Tour-Shirts losgeht. Eigentlich wollte ich ja heute kein Geld für so etwas ausgeben, aber was solls. Jetzt habe ich auch ein Brujeria-Shirt.

Von diesen Kollegen kann ja beim besten Willen niemand behaupten, die Musik wäre besonders anspruchsvoll oder einfallsreich – im Prinzip gibt es auch nur einen einzigen langen Mosh-Part zu hören. Hier macht es eben die Umsetzung – und vor allem die Show. Wie immer tritt die mexikanische Drogengang maskiert auf, einer der beiden Sänger schwingt fleißig seine Machete, während beide munter auf spanisch miteinander oder auch mit dem Publikum palavern. Allerdings sind nicht die prominenten Musiker dabei, die ich nach der Ankündigung des Events erwartet hätte. Die markante Frisur von Shane Embury ist nirgends zu sehen, am Schlagzeug sitzt offenbar nicht Nick Barker, denn der Drummer hat Haare, und irgendwo schnappe ich auf, dass hinter der Maske des Bassisten nicht Jeff Walker steckt. Das tut der Stimmung allerdings keinen Abbruch, von der ersten bis zur letzten Minute geht es rund vor der Bühne, während einiges an Stage Divern über die Köpfe der Menge hinwegsegelt.

Ich lasse die anderen mal machen und treibe mich irgendwo hinten herum, denn das Schöne an so relativ kleinen Club-Konzerten ist ja, dass man von überall alles mitkriegt :-) Zu schnell ist wieder mal alles vorbei, und das war dann auch mein letztes Live-Event im Jahr 2012.

666

Posted in Gelaber on 21. März 2013 by Micha

Na sowas:

Screenshot from 2013-03-21 23:12:51

HAIL STAN! \m/

Spezialgitarre für Spezialisten

Posted in Fun with tags , , on 14. März 2013 by Micha

Die Double-Neck-Gitarre – für den Gitarristen, der so hart rockt, dass eine Klampfe nicht genügt. Dazu passend der Verstärker, der sich bis auf „11“ aufdrehen lässt. Aber ich sollte nicht spotten, schließlich ist besonders dieser Herr für seine doppelte Gitarre bekannt:

Wikimedia Commons - Andrew Smith

Wikimedia Commons – Andrew Smith

Das hier allerdings – also das, das ist dermaßen beknackt, dazu fällt mir echt nichts mehr ein: