Archive for the Rock Category

Red Wave

Posted in Rock with tags , on 2. Februar 2013 by Micha

Da habe ich doch neulich in der Abschiedsausgabe des mittlerweile wohl endgültig in die ewigen Jagdgründe eingegangenen down.under-Fanzines etwas über eine interessante Band aus Sachsen gelesen. Diesen Tipp will ich hier mal weitergeben:

Red Wave machen Prog Rock. Das hat mich zugegebenermaßen erst mal ein bisschen abgeschreckt, diese Bezeichnung steht leider immer wieder für selbstverliebtes Gegniedel. Das ist beim vor kurzem erschienen neuen Album Pamir aber überhaupt nicht der Fall, es gibt kein Geprotze mit tatsächlicher oder eingebildeter Virtuosität am Instrument, sondern richtig gute, abwechslungsreiche und interessante Songs.

Einen ausführlichen Review des Albums gibt es hier auf Seite 21 nachzulesen, das gesamte Werk lässt sich unter obigem Bandcamp-Link anhören.

Joe Satriani – Dreaming #11

Posted in Rock, Tonträger with tags on 18. August 2012 by Micha

Ganz, ganz früher – naja, heute eigentlich auch noch – war ich recht beeindruckt von „Saitenhexern“ vom Schlage eines Ritchie Blackmore oder Jimmy Page. Das war so ziemlich der Beginn meines Musikinteresses, was dann auf mehr oder weniger direktem Weg vom Classic Rock/Hard Rock zum Metal geführt hat.

Etwas Interesse für Gitarrenhelden ist geblieben, daher habe ich mir beim Besuch in der guten alten Leihbücherei diese CD hier mitgenommen – mal sehen, was der „Satch“ so zu bieten hat, der wird ja immer wieder genannt, wenn es um Gitarrenvirtuosen geht.

Es handelt sich um eine EP mit einer Studio-Aufnahme und drei Live-Tracks. Die Studio-Aufnahme The Crush of Love ist dann auch gleich das Low-Light dieser Veröffentlichung: poppiges, geradezu süßliches Gefiedel, wobei die selbe Melodie immer und immer wieder wiederholt wird. Ich habe mir die CD ein paar mal angehört und war jedes mal wieder froh, wenn der erste Track vorbei war.

Die Live-Aufnahmen sind etwas besser. Etwas, nicht viel. Die Musik ist einen Tick rockiger, hat allerdings nie wirklich Biss. Alles ist immer schön nett und gefällig im Balladentempo gehalten, ohne Höhepunkte oder gar irgendwelche Aufreger.

Richtige Songs sind das ja alles sowieso nicht. Satriani hat zwar live einen Drummer und einen Bassisten dabei, die sind aber nur Staffage, während der Meister vor sich hin soliert. Als Gitarrenworkshop wäre das womöglich brauchbar, Musiker könnten sich da sicher einiges an Techniken abschauen, für mich als Nichtmusiker ist das Ganze aber völlig uninteressant. Da ziehe ich mir lieber wieder einen der Marathon-Jams von Made in Japan rein, die bleiben auch nach dem x-ten Anhören selbst für einen Musikbanausen wie mich noch spannend.

 

Gary Moore 4.4.1952 – 6.2.2011

Posted in Rock with tags on 7. Februar 2011 by Micha

 

Scorpions – those were the days

Posted in Rock, Uncategorized with tags , on 30. Januar 2010 by Micha

In den letzten Tagen war es (fast) überall zu lesen: die Scorpions haben ihren Abschied verkündet. Eigentlich ist mir das ziemlich wurst, ich finde die Scorpions nicht so doll.

Allerdings habe ich mich durch diese Meldungen wieder daran erinnert, wie ich früher auf einem klapprigen Kassettenrekorder „Rock You Like A Hurricane“ und „Big City Nights“ gehört habe – natürlich aus dem Radio aufgenommen.

Verdammt, ist das schon wieder lange her… ich gehe jetzt meine Rente beantragen.

:P

Rollins Band – Get Some Go Again

Posted in Rock, Tonträger with tags , on 3. Januar 2010 by Micha

In den Weihnachtsurlaub kann ich immer nur einen Teil meiner Musiksammlung mitnehmen. Zum Glück gibt’s zur Vorbeugung gegen Langeweile die CD-Abteilung der städtischen Leihbücherei. Metal gibt’s dort kaum, deshalb bin ich dort immer auf der Suche nach etwas anderem, das ordentlich rockt. Ab und zu finde ich dann solche Perlen wie dieses Album der Rollins Band.

Am auffälligsten ist natürlich wieder wie bei allem, was ich von der Rollins Band bisher gehört habe, der Gesang von  Henry Rollins, dem tätowierten Muskelmonster. Mit seiner prägnanten Stimme und dem charakteristischen Gesangsstil – meist eher Sprechgesang als typische Rock-Vocals – lässt er mal wieder ordentlich Dampf ab und seinem Zorn freien Lauf.

Obwohl schon am Bandnamen zu erkennen ist, dass Rollins der Boss ist, sind die Beiträge der anderen Bandmitglieder keineswegs nur Nebensache oder Hintergrundgeräusch – aber wie sollte man diese Musik am besten bezeichnen? Heavy Rock? Schweinerock? Punk’n’Roll? Am besten wohl als das, was sie ist: mächtig arschtretender Rock’n’Roll mit schweisstreibenden Rhythmen und fetter Bratgitarre. Das Adrenalin und die pure Energie ist einfach jederzeit zu spüren.

Dabei haben die einzelnen Songs durchaus ihren jeweils eigenen Charakter – da gibt es den funky Ohrwurm „Love’s so heavy“, das stark an Motörhead erinnernde „You Let Yourself Down“, das coole Thin Lizzy-Cover „Are You Ready“ oder das schleppende und nach mühsam unterdrückter Wut klingende „Brother Interior“.

Insgesamt ergibt das alles einfach ein bärenstarkes Rock’n’Roll-Album.