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Live: Chronical Moshers Open Air 2014

Posted in Black Metal, Death Metal, Live, Thrash Metal with tags , , , , , , , , , , , , , on 22. Juli 2014 by Micha

Chronical Moshers Open Air 2014

06.-07.06.2014 – Hauptmannsgrün, Mühlteich

Eigentlich hatte ich ja nicht vor, zur diesjährigen Ausgabe des CMOA etwas zu schreiben, aber auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Leserin hier jetzt doch:

Der ganze Campingausflug stellte sich als kleinere logistische Herausforderung heraus: Die Woche davor bis Freitag Mittag noch auf Dienstreise, zu Hause schnell Klamotten wechseln (vielleicht hätte ich ja im Anzug aufkreuzen sollen?), die glücklicherweise schon eine Woche zuvor vorbereitete Ausrüstung geschnappt und nach einer guten Viertelstunde direkt wieder zur Tür raus und zum Bahnhof. Dank einer einwandfreien Leistung der Deutschen Bahn bin ich so trotz allem am späten Nachmittag endlich wieder unter normalen Leuten im Vogtland.

Chronical Moshers Open Air

Ich kann nur zu einem Teil der Bands einen kurzen Kommentar abgeben, schließlich war ich überhaupt nicht darauf vorbereitet. Mal sehen, was ich mir noch gemerkt habe…

Die erste Band, die ich erwische, ist Xiom. Ich habe diese traditionsreiche Kombo zwar vor einer ganzen Weile schon einmal live gesehen, aber heute erkenne ich sie kaum wieder. Damals huldigten sie offensichtlich ausführlich Death, häufig verloren sie sich meinem Eindruck nach dabei allerdings in fruchtlosem Gegniedel ohne Durchschlagskraft. Heute ist das allerdings anders, da geht die Band bei allen technischen Finessen doch viel kerniger und handfester zu Werke. Soll heißen: es gibt schön todesmetallisch was auf die Zwölf. Auf jeden Fall ein gelungener Auftakt des Festivals.

Die erste Band, die ich auf meinem (virtuellen) Zettel habe sind Deserted Fear. Die Jungs sind einfach immer wieder für eine fette Old-School-Death-Metal-Show gut, und auch an diesem Tag gehen sie wieder gut zur Sache. Schwedisch mit einer Prise Florida, würde ich sagen. Aber das ist eigentlich auch nicht so arg wichtig, denn auf und vor der Bühne ist die Hölle los.

Das nächste Highlight folgt sogleich und ist ein bisschen ein Kontrastprogramm zum vorhergehenden Auftritt. Denn die epischen, geschwärzten Hymnen von Melechesh sind auch einfach mal gut zum Zuhören und Genießen. Bei Rebirth of a Nemesis muss ich sowieso immer fett grinsen (natürlich nur innerlich, denn EIN ECHTER METALLER HAT KEINEN SPASS!!1!), so unglaublich gut ist der Song. Auch der sonstige Eindruck, den ich bisher schon von der Band hatte, bestätigt sich heute: hart, präzise, gewissermaßen ein gut geölter Mechanismus, der kompromisslos durch alle Wendungen der Songs rast. Mein Favorit des Tages.

Im Anschluss schlägt dann nämlich gleich meine Müdigkeit zu – die letzten Tage waren wohl doch etwas anstrengend. Abgesehen davon: Ich habe Destruction zwar schon öfter gesehen, aber ein Fan werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr. Jedenfalls kann ich für die restlichen Bands des ersten Festivaltages nicht mehr so richtig viel Aufmerksamkeit mobilisieren. Aber morgen ist auch noch ein Tag.

…und der wird genau so sonnig und heiß wie der davor, wohl der heißeste Tag des Jahres bisher. Glücklicherweise bin ich nicht in der Stadt, sondern schön hier im Wald mit viel Wasser in der Nähe und einer leichten Brise zur Abkühlung. So lässt’s sich aushalten.

Musikalisch beginnt der Samstag für mich mit Headshot. Die Braunschweiger Thrasher sind schon seit 20 Jahren im Metal-Underground unterwegs. Bisher sind mir jedoch nur ein paar vereinzelte Sampler-Beiträge untergekommen, live habe ich sie auch noch nie gesehen. Seit einiger Zeit steht hier Daniela Karrer, ehemals von Uppercut, am Mikro. Auch diese Band habe ich nie live gesehen, als es sie noch gab, deren letztes Album Reanimation of Hate kann ich Thrash-Freunden allerdings durchaus empfehlen. Also ist das heute gewissermaßen ein Zwei-in-Eins-Auftritt. Und der macht ordentlich Laune, das Richtige zum Aufwachen und um so langsam mal die müden Knochen in Bewegung zu versetzen.

Headshot

Noch mehr Thrash gibt’s von Fatal Embrace aus Berlin. Und zwar noch einen Zacken brutaler und aggressiver, dabei gleichzeitig mit treibenden Riffs und richtig Volldampf gebend. Also auch wieder ein sehr guter Auftritt. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich wohl bei dem ganzen Stress im Vorfeld nicht so viel Bares mitgebracht habe wie geplant. Einkaufen am Merch-Stand ist dieses Jahr also nur beschränkt möglich.

Wann immer Macbeth hier in der Gegend auftreten, ist die Bude voll und der Teufel los. Heute natürlich auch wieder. Eine gute Live-Band sind sie auch zweifellos. Mein Fall sind ihre WW2-Epen im klassischen Metal-Sound allerdings nicht, deshalb ab zu Bier und Bratwurst.

Totenmond habe ich zwar vor Jahren einmal gesehen, fand ich aber damals nicht so prall. Dabei finde ich gerade die frühen Alben richtig gut, allen voran den Klassiker Fleischwald. Deshalb müssen dringend weitere Datenpunkte her, also finde ich mich rechtzeitig vor der Bühne ein. und tatsächlich gefällt mir das ganze heute deutlich besser – die krachige Gitarre könnte zwar für den vollendeten Genuss im Vergleich zur doch recht dominanten Snare lauter sein, aber irgend etwas ist ja immer. Aber immerhin höre ich den langsamsten Punkrock, der mir je begegnet ist. Dass das nicht der typische Metal-Sound ist, macht Pazzer jedenfalls schon früh klar („Ihr steht auf Metal? Dann seid ihr bei uns an der falschen Adresse!“), und wird zum Abschluss nochmal bestätigt durch eine Cover-Version von Macht kaputt, was euch kaputt macht von Ton Steine Scherben.

Totenmond

Im Gegensatz dazu bieten mir Sinister als nächste Band geradezu klassisches Death-Metal-Geknüppel. Eigentlich genau mein Ding, aber irgendwie können die Tulpenschlächter (professionelle Musikjournalisten müssen wohl jede Band aus den Niederlanden so beknackt bezeichnen, also will ich das ausnahmsweise auch mal tun – aber das bleibt bestimmt das einzige Mal) mich überhaupt nicht fesseln, deshalb verkrümele ich mich lieber nach dem zweiten Song.

Rechtzeitig zu Illdisposed bin ich wieder da, und das lohnt sich richtig. Ich habe die Dänen über die Jahre hinweg immer wieder mal gesehen, aber bei dieser Show wie auch schon beim letzten Mal im November wirkt Fronter Bo Summer fokussierter und konzentrierter, ich würde sogar sagen nüchterner als in früheren Zeiten, was dem Auftritt doch sehr zu Gute kommt. Keine Angst, „swul“ gehört immer noch zu seinen Lieblingswörtern. Die Jungs legen eine echte Death-Metal-Walze mit einem deben Groove hin. Man könnte fast vergessen, dass es sich eigentlich um Melodic Death Metal handelt, wenn nicht immer wieder die melodischen Gitarrenleads aus dem Inferno hervorblitzen würden. Insgesamt eine erstklassige Show.

So langsam geht es in den Endspurt des Festivals. Von den verbliebenen Bands schaue ich mir natürlich Vader an. Aber außer daran, dass ich meinen Spaß hatte, erinnere ich mich an nicht mehr viel. Napalm Death als Headliner lasse ich mir natürlich auch nicht entgehen. Bei denen ist klar, was man zu erwarten hat, und genau das bekommt man auch heute wieder. Allerdings stellen sich bei mir schon gewisse Ermüdungserscheinungen ein, habe ich die Herren doch mittlerweile schon häufiger gesehen. Deshalb halte ich mich ganz hinten auf und an meinem Bier fest, während es weiter vorne wie erwartet richtig rund geht.

Das war es auch schon wieder. Wieder einmal eine sehr angenehme und unterhaltsame Veranstaltung, und ich bin froh, dass ich mich trotz allem dazu aufraffen konnte. Gerade auch, weil das Festival ja letztes Jahr wegen des Hochwassers ausfallen musste. Bis zum nächsten Jahr, dann hoffentlich wieder stressfreier…

Chronical Moshers Open Air

Water, water, everywhere…

Posted in Gelaber with tags , on 4. Juni 2013 by Micha

Was gerade hier in der Region los ist, das habt ihr wohl alle mitbekommen. So sah es am Sonntag Abend bei mir in der Nähe aus:

Die Chemnitz in Chemnitz

Glücklicherweise hatte sich die Lage schon gestern wieder deutlich entspannt. Andere hatten leider nicht so viel Dusel: In Leipzig wurde Katastrophenalarm ausgelöst und alle öffentlichen Veranstaltungen in großen Teilen der Stadt untersagt. Dresden steht das Schlimmste wohl erst noch bevor. Aber auch das Vogtland ist schwer getroffen.

Und so hätte mich die Meldung, die mich heute Nachmittag erreicht hat, eigentlich nicht überraschen dürfen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Leider müssen wir das 11.Chronical Moshers Open Air absagen.

Das Festivalgelände liegt mitten im Katastrophengebiet und so konnten wir den enormen Wassermassen leider auch nicht trotzen. Wir haben tagelang alles versucht und uns auch um eine Ausweichlocation bemüht. Alles leider ohne Erfolg. Wir hatten unser Bestes gegeben. Es fällt uns sehr schwer diesen Schritt gehen zu müssen aber das Festivalgelände ist wirklich durch das tagelange Hochwasser für uns nicht nutzbar. Trotz der besseren Wetteraussichten werden die Flächen nicht nutzbar bleiben. Es kotzt uns selbst einfach nur an aber gegen diese höhere Gewalt können auch wir nichts machen. Ein nasses Festivalgelände wäre nicht das Problem aber eine kleine Seenlandschaft schon. Auch können wir dadurch nicht für die Sicherheit unserer Gäste garantieren.

Eure Chronical Moshers

Es waren wieder einige gute Bands gebucht dieses Jahr, allen voran Melechesh, aber auch Deserted Fear, Sinister oder Vader hätte ich gerne gesehen.

Aber wahrscheinlich haben die meisten dort gerade andere Sorgen. So bleibt mir nur zu hoffen, dass das wenigstens finanziell kein zu schwerer Schlag für die Chronical Moshers ist. Auf dass wir uns 2014 wiedersehen im schönen Vogtland…

Live: Chronical Moshers Open Air 2012 – Tag 2

Posted in Death Metal, Live, Thrash Metal with tags , , , , , , , , on 22. August 2012 by Micha

Zum ersten Teil hier entlang.

Der zweite Festival-Tag bricht an, und daher heißt es: Frisch auf zum fröhlichen Musikhören. Stimmt natürlich überhaupt nicht, denn von frisch kann keine Rede sein, aber da muss man eben durch. Metal ist kein Ponyhof. Und wer ab dem zweiten Tag schön ausgeschlafen und fit vor der Bühne erscheint, der ist mir sowieso nicht geheuer.

Meine erste Band des Tages ist Gomorrha. Death Metal, der mir richtig gut gefällt. Leider bin ich noch dabei zu versuchen, überhaupt erst mal richtig in die Gänge zu kommen. Die Reaktionen des restlichen Publikums fallen auch noch eher verhalten aus.

Bei Defloration, der nächsten Band, die ich mir anschaue, sieht das etwas später schon ganz anders aus. Musikalisch gibt es brutalen Death Metal für die Freunde von Cannibal Corpse. Eine Attraktion ist natürlich wie immer Sänger Uwe, der wieder einmal die Rampensau herauskehrt und das Publikum mit allerlei Späßen und Sprüchen unterhält. Und ebenfalls wie immer zieht die Band hier in der Gegend eine Menge Zuschauer  – das Zelt ist gut gefüllt und die Besucher geben auch schon ordentlich Gas. Astreiner Auftritt also – auch wie immer.

Danach sind Dead an der Reihe, und meine Aufmerksamkeit sinkt rapide. Eine Interaktion der Band mit dem Publikum findet so gut wie nicht statt, und der räudige Death Metal mit Spurenelementen der Grind-Vergangenheit ist mir auf Dauer zu gleichförmig. Das zündet einfach nicht richtig, und deshalb gehe ich ungefähr zur Halbzeit des Auftritts.

Lieber das gute Meißner Porzellan rausgeholt für ein Kaffekränzchen auf dem Zeltplatz. Die nächste Band verpasse ich dadurch auch gleich, wie ich überhaupt dieses Jahr anders als in den Vorjahren eine ganze Reihe der Auftritte sausen lasse. Da komme ich mir ja schon fast wie ein Wacken-Besucher vor. Aber die Strafe folgt auf dem Fuß: nicht nur Musik verpasse ich dadurch, sondern auch die kurzfristig eingeschobene Strip-Show. Heute also keine Möpse.

Aber es gibt ja noch Musik, und zwar Gorilla Monsoon. Nach dem Geballer bisher an diesem Tag ist die „Hellrock“ getaufte Mischung von Southern/Sludge/Stoner Metal eine kleine Abwechslung. Das Ganze groovet (gibt es das Wort? Firefox sagt nein) und rockt immer noch so derbe wie ich es vom letzten Auftritt, den ich vor einigen Jahren gesehen habe, in Erinnerung habe. Also kein „Mädchenmetal“, klar?

Für die Damenwelt gibt es den zweiten Teil der Strip-Show. Nix für mich natürlich, also spare ich mir das und gleich auch noch die nächste Band.

Zum Auftritt von Purgatory bin wieder dabei, logisch. Da sie in der Ecke Deutschlands hier zu Hause sind, habe ich sie zwar schon öfter gesehen, aber es macht trotzdem immer wieder Spaß. Wobei mir das dieses Mal noch einen Tick besser vorkam als die letzten Male. Richtig fette Death-Metal-Walzen überrollen das Publikum. Dazu ordentlich die Rübe schütteln, mehr braucht es nicht.

Danach ist aber erstmal wieder Pause angesagt. Nicht einfach nur zum Ausruhen, nein, um Jogis Jungs bei der Arbeit zuzuschauen. In einer Ecke des Festivalgeländes sind Beamer und Leinwand aufgebaut, damit niemand das EM-Vorrundenspiel Deutschland-Portugal verpassen muss.

Es ist aber rechtzeitig Schluss, damit ich Deranged sehen kann. Ausnahmsweise mal wieder eine Band, die ich bisher noch nie live gesehen habe. Und es lohnt sich richtig – es gibt brutalen Death Metal auf die Mütze, mit ausführlichen Midtempo-Mosh-Parts. Diese Einladungen werden auch gerne angenommen,  kurz vor Schluss ist also nochmal etwas Bewegung angesagt.

Fehlt also nur noch der Headliner, und der ist noch mal ein richtiges Highlight zum Abschluss: Tom Angelripper und seine Kollegen von Sodom geben sich die Ehre und haben einen ganzen Sack voll Klassiker mitgebracht. Los geht es zwar mit zwei Songs vom aktuellen Album, danach aber werden die ganz alten Sachen ausgepackt – Outbreak of Evil, Proselytism Real, Blasphemer und und und… Das alles kommt schön aggressiv und roh rüber, genau das richtige also für Old-School-Freunde. Davon gibt es an diesem Abend offenbar besonders viele, das Zelt ist bumsvoll und die Band wird mächtig abgefeiert. Zwischendurch gibt es auch noch ein kleines Geschenk von den Veranstaltern zum dreißigjährigen Band-Jubiläum (aber das kann ich von hinten aus nicht richtig sehen). Kein Wunder also, dass die drei den Eindruck erwecken, sich hier richtig wohlzufühlen und jede Menge Spaß auf der Bühne zu haben. Irgendwann ist aber trotz allem Schluss, es wird noch ein bisschen Motörhead gecovert und die Superhits über die Bomben rausgehauen, dann heißt es: Feierabend für heute. Großartiger Auftritt und sehr kurzweilig – als ich hinterher an der Bar noch eine letzte Hopfenkaltschale zum Abkühlen zu mir nehme, stelle ich überrascht fest, dass es bereits halb drei ist.

Wieder einmal haben die Chronical Moshers ein tolles Festival auf die Beine gestellt. Das macht jedes Jahr wieder Spaß, deshalb warte ich auch jetzt bereits wieder auf die nächste Ausgabe.

Live: Chronical Moshers Open Air 2012 – Tag 1

Posted in Death Metal, Live with tags , , , , , , , , on 18. Juli 2012 by Micha

08.-09. 06. 2012 – Hauptmannsgrün, Mühlteich

So wie jedes Jahr – das Chronical Moshers Open Air. Endlich mal wieder ein Wochenende unter normalen Leuten.

Als erstes muss ich mich mal etwas korrigieren: Das Festival ist gar nicht mehr so besonders klein. Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal da war, standen tatsächlich nur ein paar wenige Zelte auf der Wiese, der Parkplatz war auch nicht ganz voll. Mittlerweile gibt es einen zweiten Zeltplatz, früher war das die Liegeweise am Mühlteich. Letztes Jahr standen dort ein paar Zelte, dieses Jahr war der Platz knallvoll. Auch der Parkplatz musste kräftig erweitert werden. Das Festival ist also in den letzten Jahren ordentlich gewachsen, irgendwo war die Rede von 1000 Besuchern.

Und dennoch fühlt sich das Ganze immer noch so irgendwie klein und gemütlich an, etwa so wie ein Wochenendausflug mit Camping mit den Kumpels. Liegt vielleicht daran, dass sich der Kommerz-Zirkus glücklicherweise sehr in Grenzen hält: es gibt nur einen einzigen fliegenden Händler mit einem kleinen Stand, der sich auch speziell dem metallischen Untergrund widmet. Von den großen Firmen im Hard&Heavy-Bereich ist weit und breit nix zu sehen. Sonst gibt es nur noch ein paar Gelegenheiten für Mampf und Suff, zur Verfügung gestellt von regionalen Lieferanten. Mehr braucht es nicht für eine gute Party.

Und die Party fängt Freitag Nachmittag schon mit der ersten Band an. Artless ist, soweit ich es mitbekommen habe, die „Hausband“ der Chronical Moshers. Entsprechend bringen sie gleich eine Menge Fans und Freunde mit, so dass das Zelt schon beim Opener gut gefüllt ist. Die Band lässt sich zwar grob unter ‚Melodic Death Metal‘ einordnen, ist aber zum Glück nicht so dudelig oder poppig wie viele Kollegen, sondern bringt stattdessen eine gesunde Härte mit. Macht auf jeden Fall Spass, der Auftritt.

Bei der nächsten Band wird das Zelt dann allerdings ganz schnell wieder ziemlich leer. Ganymed liefert eine Pantera-Cover-Show ab. So sehr ich mich auch freue, Klassiker wie Cowboys from Hell oder Primal Concrete Sledge zu hören – für den „Tough-Guy-Metal“ der Originale hat der Gesang hier nicht genug Power und ist mir insgesamt etwas zu dünn.

Danach gibt es eine kurzfristige Programmänderung – statt der angekündigten Kali-Yuga spielen Ravenpath. Ganz offensichtlich liegt der Schwerpunkt hier auf eingängigen Melodien und einer „epischen“ Atmosphäre. Metal-archives.com sortiert das Ganze unter „Symphonic Black Metal“ ein. Also alles ganz so, wie ich es nicht mag. Deshalb verfüge ich mich nach draußen und begebe mich auf die Suche nach meinem Abendessen. Immerhin habe ich ja auch schon ganze zwei Auftritte am Stück gesehen.

Aus diesem Grund verpasse ich dann auch den größten Teil der Show der Chilenen von Thornafire, und das ist schade. Der Schluss, den ich noch mitbekomme, gefällt mir gut – Death Metal in der floridianischen Tradition. Ich merke mir die Band jedenfalls schon mal für das In Flammen Open Air vor, wo sie ebenfalls bald spielt.

So langsam nähern wir uns den Headlinern. Bei Lay Down Rotten ist das Zelt bereits gut gefüllt. Die Musik erinnert auf angenehme Weise an die alten Schweden (auch mal an nicht ganz so alte). Ich erinnere mich noch an den letzten Auftritt der Band beim CMOA – was war das für eine gigantische Party-Stimmung. :-) Die Show ist dieses Mal nicht ganz so beeindruckend, macht aber immer noch mächtig Spaß.

Mit Disbelief auf Konserve kann ich zwar nicht so arg viel anfangen, live sind die Burschen aber einfach eine Macht. Zuerst mal gibt es ein kleines Geburtstagsständchen für Sänger Jagger, bevor es in bewährter Weise ordentlich zur Sache geht. Das Zelt ist womöglich noch voller als bei Lay Down Rotten, die Stimmung wie immer gut, das Bier lecker…

Gründe genug (vor allem wohl der mit dem Bier, aber pssst) , mir den folgenden Auftritt des eigentlichen Headliners Neaera zu sparen und mal ein bisschen zu relaxen. Beim nächsten Mal vielleicht wieder…

Festivals

Posted in Gelaber with tags , , , , , , , on 30. Mai 2012 by Micha

Demnächst geht es wieder los mit der Musik im Freien. Man muss ja nicht gleich zu 40 Festivals gehen, mir reichen da eigentlich meine üblichen drei, jeweils mit etwa 4 Wochen Abstand. Zeit zur Erholung also zwischendurch, außerdem habe ich ja auch noch anderes zu tun.

Bei den Open-Air-Festivals hat sich ganz zufällig eine schöne Steigerung ergeben. Das erste, das Chronical Moshers Open Air (wie immer eben) ist auch das kleinste, richtig familiär und gemütlich eben. Zwar auch mit durchaus bekannten Bands, aber zum großen Teil bestreiten das Programm einerseits Bands aus der Region, andererseits auch solche aus weiter entfernten Gegenden der Welt, die aber anscheinend schon „Freunde der Familie“ sind. Das Ganze geht arbeitnehmerfreundlich erst Freitagabend los (dieses Jahr wegen Jubiläum allerdings schon früher) und findet glücklicherweise ganz in der Nähe statt. Der größte Teil der Anfahrt wird mit der Bimmelbahn zurückgelegt, dann ein abschließender Waldspaziergang zum Festivalgelände – da fängt die Entspannung schon bei der Anreise an. :-)

Das In Flammen Open Air bietet von allem ein bisschen mehr. Es ist etwas weiter weg, aber immerhin noch im selben Bundesland. Das Programm fängt zwar so richtig auch erst am Freitag an, am Donnerstag Abend gibt es aber bereits eine Warm-Up-Party mit Live-Musik auf dem Party-Schiff. Das Publikum ist immer noch überschaubar, allerdings scheint mir die Besucherzahl doch etwas größer zu sein. Auch hier gibt es viele Underground-Bands zu sehen, es stehen aber jedes Jahr auch einige „Schwergewichte“ auf der Bühne, dieses Jahr unter anderem Obituary.

Zu guter Letzt folgt dann das Party.San Open Air. Muss ich dazu noch viel schreiben? Früher oder später spielt dort alles, was Rang und Namen hat im extremen Metal, um die 10.000 Zuschauer dürfen sich ab Donnerstag abend die Gehörgänge durchpusten lassen oder schon am Mittwoch im Party-Zelt versacken. Dafür fahre ich dann auch gerne bis nach Thüringen. :-)

„Steigerung“ heißt jetzt allerdings keineswegs, dass irgendeines dieser Festivals womöglich nicht lohnenswert, unzulänglich oder unbefriedigend wäre. Im Gegenteil, das sind drei Veranstaltungen mit jeweils ganz eigenem Charakter, und ich möchte keine davon verpassen. Was ein kleines Problem darstellt, wenn ich mal über meinen Tellerrand hinausblicken will. Trotz aller guten Vorsätze habe ich es zum Beispiel nie zum Death Feast geschafft, und jetzt, wo der Laden von dieser „Rock The Nation“-Bude übernommen worden ist, ist es zu spät. An einem Besuch des Maryland Deathfest hat mich bisher vor allem meine Faulheit gehindert, aber vielleicht komme ich ja wenigstens mal zum Obscene Extreme

Live: Chronical Moshers Open Air 2011 – Teil 2

Posted in Death Metal, Live, Thrash Metal with tags , , , , , , , , , , , , on 31. Juli 2011 by Micha

Das hier ist der zweite Teil meines kleinen Schulaufsatzes über „mein schönstes Ferienerlebnis“ – zum ersten Teil geht es hier lang.

Der zweite Festivaltag beginnt mit „Frühschoppen-Metal“ von den Getränkealkoholikern, allerdings mit einer einstündigen Verspätung gegenüber dem offiziellen Zeitplan. Dennoch bin ich immer noch nicht wieder fit genug, um die Songs über so interessante Themen wie die Förderung der Wirtschaft durch Saufen, Razzien auf dem Tschechenstrich oder die Freuden des Brummifahrens mit einer Hand am Genital in ihrer vollen Schönheit würdigen zu können. Einer der Pfeffis war wohl schlecht. Andere sind da schon besser drauf, ich denke da zum Beispiel an die Herren, die mit Kutte, Patronengürtel und geschmackvoll gemusterter Unterhose (oder „Schlüpper“, wie man hierzulande sagt) bekleidet zum Feiern erschienen sind. Immerhin fällt mir trotz allem die Vielseitigkeit der Band positiv auf: fast jeder darf mal singen, und von Black Metal bis Grindcore wird so ziemlich alles durch den Wolf gedreht, was es an harter Musik so gibt. Ach ja, einige Songs sind zudem ziemliche Ohrwürmer, allen voran der über den berüchtigten „Aldi-Bier-Vampir“.

Am frühen Nachmittag geht es dann aber wieder ernsthaft weiter, wir sind schließlich nicht zum Spaß hier. Allerdings sind auch bei den Jungs von Tired die Nachwirkungen des Vorabends zu bemerken. So verpeilt habe ich bislang selten eine Band auf der Bühne erlebt – wegen vergessener Setlist muss ausdiskutiert werden, welcher Song als nächstes gespielt wird, deshalb weiß auch keiner, wie lange überhaupt der Auftritt dauern soll, gelegentlich wird gar ein Song abrupt beendet, anscheinend wegen schwerer Patzer. Aber egal, das ist wenigstens mal was anderes. :-> Ansonsten gibt es recht ansprechenden Death Metal, der eher in Richtung Old School tendiert.

Bei Anima, die recht kurzfristig ins Programm gerutscht sind, enthält der Death Metal dann einen deutlich größeren Thrash-Anteil. Sonst kann ich wieder mal nicht viel dazu sagen, weil mir da einfach nicht viel in Erinnerung geblieben ist.

Das ist bei Rogash wieder anders. Ich hatte mir ja die EP Rogan Era heruntergeladen, es hat zwar ein paar Hördurchgänge gebraucht, mittlerweile finde ich die aber richtig gut. Deshalb bin ich auch pünktlich zum Auftritt wieder im Zelt. Dieser Auftritt ist durchaus gelungen – es gibt ordentlich die Ohren voll mit Death Metal nach US-Rezept, geradlinig und ohne Schnickschnack bis auf gelegentliche Breaks, die ich nicht immer so ganz nachvollziehen kann.  Leider ist wie meist zu diesem immer noch relativ frühen Zeitpunkt das Zuschauerinteresse relativ begrenzt, somit kommt auch keine große Stimmung auf.

Langsam meldet sich der berüchtigte „kleine Hunger“, und weil der Grill an der Futterstelle des Festivalgeländes noch nicht angeschmissen ist, mache ich mich „auswärts“ auf die Suche nach Verpflegung. Deshalb kann ich zu Dubiosis nichts sagen, die habe ich komplett verpasst.

Zur Show von Bitterness bin ich allerdings wieder rechtzeitig zurück. Wie ich gehofft habe, gibt es ordentlichen Thrash. Gefällt mir durchaus, aber ich habe gerade mal wieder einen Durchhänger und verschwinde deshalb nach draußen – ausruhen und rumsitzen sind auch mal wichtig. Aus dem selben Grund bekomme ich auch von Dawn of Fate und ihrer Death/Black-Mischung nicht so viel mit. Macht aber nix, die sind ja demnächst nochmal dran.

Während dann die nächste Band beim Aufbauen ist, wundere ich mich doch etwas: Seit wann tragen die Todesmetaller von Debauchery Spandex und Kutten? Die Auflösung folgt mit der ersten Ansage: Die Dänen-Thrasher Hatesphere haben eine Autopanne, weshalb die Running Order kräftig durcheinander gewürfelt wird. Auf der Bühne stehen daher jetzt Iron Kobra, die eigentlich erst zur After-Show-Party spielen sollten. Nicht nur das Outfit der Bandmitglieder, sondern auch die Musik ist äußerst traditionell, gewissermaßen direkt aus den 80ern importiert. Der klassische Heavy Metal scheint mir live doch etwas rauer und aggressiver daherzukommen als vom Tonträger, das gilt besonders auch für den Gesang. Der hohe Gesang hat mich ja beim ersten Reinhören bei Myspace neulich doch etwas gestört, das ist live ganz und gar nicht so. Es passt einfach und macht richtig Spaß. Ohrwurmqualitäten hat die Musik auch, nicht umsonst wird nachts auf dem Zeltplatz immer wieder mal der Refräng von Heavy Metal Generation angestimmt.

Nun aber wirklich Debauchery. Aus der Konserve ist mir die Musik normalerweise etwas zu simpel, um mich über längere Zeit zu unterhalten. Live funktioniert sie aber wahrscheinlich gerade wegen der Einfachheit umso besser. Songs meist im stampfenden Mid-Tempo, relativ einfach gehalten, dafür mit Groove und eingängigen Hooks. Das Richtige zum Headbangen und Refräng-Mitgröhlen – und genau das passiert an diesem Abend reichlich, das Zelt ist nämlich rappelvoll und die Zuschauer gehen mächtig mit. Dem allgemeinen Echo im Netz nach zu schließen, ist es irgendwie uncool, etwas Gutes über diese Band zu sagen, aber ich muss hier jetzt mal anmerken: Auch mir hat das richtig viel Spaß gemacht. Der Band sowieso, dem Grinsen des Frontmanns nach zu urteilen.

Headliner des zweiten Festivaltags sind Eisregen. Mit dieser Band konnte ich noch nie viel anfangen, deshalb verziehe ich mich wieder irgendwo nach hinten. Besonders aufmerksam war ich aus diesem Grund auch nicht. Soweit ich feststellen konnte, gab es die bekanntesten Hits, mit den üblichen Versuchen, die Zensur zu umgehen durch Umschreibungen der Song- und Albumtitel. Einen Vergleich zu anderen Eisregen-Auftritten habe ich nicht, die Fans waren aber offenbar zufrieden. Mein Interesse dagegen hält sich doch in Grenzen.

Mittlerweile ist klar, dass Hatesphere es nicht mal mehr zur After-Show-Party schaffen werden, und die eigentlich vorgesehenen Iron Kobra haben ja schon früher am Abend gespielt. Deshalb springen kurzfristig die Debauchery-Jungs ein, allerdings diesmal unter dem Namen Big Ball. Sie spielen auch keinen Death Metal mehr, sondern ganz klassischen Hard Rock. Hört sich mächtig nach AC/DC an, sogar der Gesang erinnert stark an Brian Johnson. Mir gefällt ja AC/DC, deshalb finde ich auch das hier gut. :-) Allerdings bin ich irgendwann so erledigt, dass es mir schwerfällt, gegen meine Müdigkeit anzukämpfen. Deshalb ist es auch gut, dass dann irgendwann Schluss ist…

So, dass war mal wieder das Chronical Moshers Open Air. Ich war mir ja vorher nicht sicher, ob ich dieses Mal überhaupt hinfahren sollte. Und es war doch wieder gut, dass ich hin bin, allein schon wegen der angenehmen entspannten und familiären Atmosphäre. Noch besser wär’s gewesen, wenn ich nicht so fertig gewesen wäre am Samstag…

Live: Chronical Moshers Open Air 2011

Posted in Live with tags , , , , , , , on 15. Juli 2011 by Micha

10.-11. 06. 2011 – Hauptmannsgrün, Mühlteich

So, das Pfingstwochenende ist vorbei, und natürlich war ich doch wieder auf dem Chronical Moshers Open Air. Zwar war dieses Mal anders als in den Vorjahren keine Band dabei, von der ich vorher gedacht habe, dass ich sie unbedingt sehen muss, aber trotzdem konnte ich es einfach nicht über’s Herz bringen, dieses tolle Festival zu verpassen.

Und es hat mal wieder Spaß gemacht… Natürlich wegen des wirklich schönen Geländes am Waldrand mit Badesee – irgendwann hatte ich ja darüber schon was geschrieben, aber den Artikel finde ich gerade nicht :->. Aber auch wegen der angenehmen Atmosphäre und der vielen bekannten Gesichter. Und natürlich wegen der Musik, denn da gab es ein paar positive Überraschungen.

Dieses Jahr habe ich glücklicherweise etwas mehr Zeit, so dass ich früher ankomme als sonst und nicht erst auf den letzten Drücker. Das ist auch gut so, denn der Zeltplatz wird anscheinend von Jahr zu Jahr voller, wenn ich später gekommen wäre, hätte ich womöglich am Hang zelten müssen. So bleibt immerhin noch Zeit, vor der ersten Band zur Abkühlung mal die Füße in den erwähnten Badesee, den Mühlteich, zu stecken, das mitgebrachte Bier aufzumachen und nach Bekannten Ausschau zu halten.

Die erste Bands des Festivals ist dann Korpus mit einer Mischung aus Melodie und ordentlichen „Auf die Zwölf“-Parts. Klargesang gibt es dabei vom Fronter auch zu hören, im Unterschied zu vielen anderen, die sich daran versuchen, auch durchaus gekonnt. Der Gitarrist darf demonstrieren, dass man ein Solo auch mit der Gitarre hinterm Kopf spielen kann. Überhaupt liefert die Band einen guten Auftritt ab, der die zu diesem Zeitpunkt noch relativ wenigen Zuschauer zu fleißigem Mattenschütteln animiert.

Der Auftritt von Bloody Maria wird von einem absolut trashigen Trailer für einen Porno-Film eingeläutet. Danach gibt es keinen trashigen, sondern thrashigen Death Metal, meist angenehm roh und ungeschliffen klingend. Ein Keyboard ist zwar auch auf der Bühne aufgebaut, von dem höre ich aber von meinem Platz aus glücklicherweise nicht viel. Gefällt mir zwar alles ganz gut, aber auf Dauer bleibt irgendwie auch nicht so viel in Erinnerung – ich musste gerade ganz schön grübeln und wieder in die Musik reinhören, um mir den Auftritt wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Bei Soul Demise wird es zum ersten Mal voller vor der Bühne. Wie ich neulich schon geschrieben habe, ist der moderne „Melodeath“ dieser Band nicht mein Fall. Das ist auch leider live nicht anders, obwohl ich zugeben muss, dass die Herren eine gute Show hinlegen. Der Sänger gibt wirklich alles und geht seinem Job gerne auch mal im Liegen nach, während er auf der Bühne hin- und her rollt. Der Rest der Band sorgt für einen ordentlich druckvollen und knackigen Sound. Zum ersten Mal an diesem Tag ist auch etwas mehr Publikum anwesend und feiert die Band ab.

Danach verziehe ich mich erst mal nach draußen an die frische Luft bzw. an die Bar. Deshalb verpasse ich auch die Release-Show der „local heroes“ Artless. Nach dem, was ich so von draußen höre, war das wohl ein Fehler, denn das, was ich mitbekomme, ist richtig guter Death Metal. Zwar durchaus melodisch, aber trotzdem noch mit ordentlich Wums dahinter, vielleicht ein bisschen so wie das Frühwerk von Hypocrisy.

Beim Headliner End of Green bin ich dann wieder vor Ort :-) Ich kenne diese Band ja überhaupt nicht und wusste vorher nur, dass sie laut Wikipedia „Depressed Subcore“ machen, aber nicht, was das sein soll. Nun ja, jetzt weiß ich es – irgendwie so Depri-Alternative-Metal… Nach dem ersten Song wird nach kurzer Diskussion im Kollegium einstimmig entschieden, wieder nach draußen an die Bar zurückzukehren, dort ist es irgendwie lustiger.

Lustig bleibt es auch, nachdem die Bands alle fertig sind für diesen Tag, aber das ist eine andere Geschichte… :-)

So, und damit ich überhaupt irgendwann mal fertig werde, habe ich das Ganze wieder in zwei Teile aufgespalten – Teil zwei folgt demnächst…

CMOA-Vorschau: Soul Demise

Posted in Death Metal with tags , , , on 8. Juni 2011 by Micha

Ganz durch komme ich mit den Bandvorstellungen zum Chronical Moshers Open Air nicht mehr, deshalb muss ich mir jetzt überlegen, wen es noch trifft…

Diesmal fällt die Wahl auf Soul Demise aus Bayern – die stehen auf dem Flyer so schön weit oben :-)

Die Band gibt es zwar auch schon seit 1993, aber bisher kannte ich sie trotzdem noch nicht. Trotz des Alters hören sie sich recht „modern“ an, d.h. nach dem typischen „Melodeath“, der in den letzten Jahren ja anscheinend immer beliebter wurde. In Flames oder At The Gates scheinen große Vorbilder zu sein, meine mangelnde Begeisterung über dieses Subgenre habe ich glaube ich schon an der ein oder anderen Stelle zum Ausdruck gebracht. Die Hörproben des aktuellen Albums Sindustry hören sich teilweise sogar stark nach Metalcore an – auch über diese Richtung dürfte ich bereits hin und wieder meinem Unmut freien Lauf gelassen haben. Es dürfte also kaum überraschen, dass mich auch diese Band nicht gerade vom Hocker reißt.

Trotzdem hier noch ein Video:

CMOA-Vorschau: Artless

Posted in Death Metal with tags , , , on 6. Juni 2011 by Micha

Jetzt also wirklich der Endspurt…

Heute alldieweil die Band mit der kürzesten Anreise zum Open Air: Artless aus Reichenbach, gewissermaßen die „Hausband“ des Festivals, denn soweit ich sehe, sind in dieser Kapelle Mitglieder der Chronical Moshers, der Veranstalter dieses Festivals vertreten. Entsprechend wurde diese beim letzten Auftritt beim CMOA im Jahr 2007 auch bejubelt.

Diese Band gibt es auch schon ziemlich lange, nämlich seit Mitte der 90er Jahre, aber in der letzten Zeit haben sie sich wohl ziemlich rar gemacht – die letzten auf der Homepage aufgelisteten Konzerte fanden im Jahr 2009 statt, und der CMOA-Auftritt wird als „Live-Comeback & Release-Show“ angekündigt. Es gibt also offenbar nach dem bisher einzigen regulären Album von 2007 demnächst wieder eine neue Veröffentlichung, darüber konnte ich allerdings keine weiteren Informationen finden.

Übrigens habe ich gerade leicht überrascht festgestellt, dass einer der Artless-Gitarristen auch bei Gorilla Monsoon dabei ist – diese großartige Stoner-Metal-Band hatte ich glaube ich hier irgendwo schon mal erwähnt.

Die Musik von Artless lässt sich wohl am ehesten als Melodic Death Metal bezeichnen, allerdings handelt es sich glücklicherweise nicht um eine der vielen Bands, die den typischen nervtötenden In Flames-Sound kopieren.

Der Beispiel-Song hier gefällt mir schon recht gut – klasse Riffs sind dabei:

CMOA-Vorschau: Bitterness

Posted in Death Metal, Thrash Metal with tags , , , on 3. Juni 2011 by Micha

Langsam wird die Zeit knapp… Ich rechne mir jetzt lieber nicht aus, zu wie vielen Bands ich pro Tag meinen Senf dazugeben müsste, um rechtzeitig mit allen durch zu sein. :-)

Stattdessen heute: Bitterness aus Waldshut-Tiengen an der deutsch-schweizer Grenze, aus dem tiefsten Süden also. Mir ist so, als hätte ich die schon mal live gesehen, aber ich erinnere mich mal wieder nicht an viel…

In ihrem Myspace-Player haben sie jedenfalls schön knackigen Thrash Metal im Stil von Kreator & Co. Hört sich auf jeden Fall nach einer Menge Live-Spaß an. Leider können sie aber auch anders: Der Song hier unten hört sich doch sehr nach dem typischen Melodic Death Metal an – genau das Subgenre, mit dem ich meist nicht viel anfangen kann. Deshalb hoffe ich doch mal, dass sie live lieber die Thrash-Keule rausholen.

Der zweite auf Youtube zu findende Song gefällt mir da schon besser: