Archiv für Damnation Defaced

All die ganzen Wochen

Posted in Uncategorized with tags , , , on 3. August 2015 by Micha

Zuerst mal ein kleiner Download-Tipp: Die 2012er EP Slaughter Race der Celler Todesmetaller von Damnation Defaced gibt es hier kostenlos und legal zum Runterladen. 4 Songs in 18 Minuten, viel Melodie, der ein oder andere leicht progressiv angehauchte Moment – die (virtuelle) Scheibe weiß zu gefallen.

Aus der Reihe „Bands aus der Nachbarschaft“: Martial aus dem Erzgebirge bieten auf ihrer EP hateredefined geradlinigen, klassischen Thrash Metal. Anzuhören bei Reverbnation.

Das einzige Problem ist, dass es eine andere, anscheinend bekanntere Band gleichen Namens gibt, bei der es sich um waschechten Nazi-Scheiß handelt. Solche Arschlöcher, die sich augenscheinlich gerne mit Hakenkreuzflaggen auf der Bühne zeigen. Jetzt muss ich aufpassen, dass mir der last.fm-Algorithmus keine braune Soße ins Profil spült.

Noch etwas Progressives? Bitte schön, hier sind Bearstorm:

Hier ist noch „NOLA – Life, Death & Heavy Blues from the Bayou“ – eine Reihe von Interviews mit Phil Anselmo, Kirk Windstein, Mike Williams, Pepper Keenan und anderen Größen der New-Orleans-Metalszene:

Live: Discreation + Parity Boot + Damnation Defaced

Posted in Death Metal, Live with tags , , on 14. Mai 2012 by Micha

04.05.2012 – Leipzig, Bandhaus

Stell dir vor, es ist Freitag Abend und Live-Musik, und keiner geht hin… Ja ja, der Spruch ist furchtbar ausgelutscht. Deshalb mal anders: Leute, wo wart ihr alle? Zugegeben, die Bands dieses Abends waren nicht gerade die bekanntesten, aber ein paar mehr Besucher hätte ich schon erwartet…

Immerhin war es aber der bislang wärmste Tag des Jahres, schon fast sommerlich, deshalb eine gute Gelegenheit, draußen vor der Tür in Ruhe ein kühles Bier zu trinken, bevor es losgeht mit der Show. Irgendwann ist dann aber Zeit, dem malerischen Industriegebietspanorama den Rücken zu kehren und in den Keller hinabzusteigen.

Überraschenderweise ist als erste Band Damnation Defaced an der Reihe – der Flyer hat eher den Eindruck erweckt, sie wären Headliner. Wie schön, dass ich ausnahmsweise mal pünktlich war, sonst hätte ich womöglich was verpasst. Laut Flyer und Homepage machen Damnation Defaced Progressive Death Metal. Allerdings sollte man da kein wildes Gefrickel und besonders vertrackte Songstrukturen erwarten – zumindest schienen mir die Songs zwar nicht ohne Anspruch, aber immer nachvollziehbar. Ordentlich abwechslungsreich sind sie auf jeden Fall, auf Atmosphäre wird viel Wert gelegt. Dabei treten aus den Sound-Wänden immer wieder Melodien heraus in den Vordergrund, das ist wirklich sehr gelungen. Der Auftritt ist also gut, kommt mir leider nur ein bisschen kurz vor.

Als nächstes sind Parity Boot mit Industrial Metal an der Reihe. Wobei die Industrial-Elemente im Wesentlichen darin bestehen, dass mit einem Laptop gelegentlich Samples und Synthie-Geräusche eingespielt werden. Ansonsten regiert stampfender Midtempo-Metal. Mich kann das Ganze nicht fesseln, und als ich mich mal umschaue, stelle ich fest, dass ich fast alleine im Keller bin. Ich hätte wirklich die Zuschauer abzählen sollen, ich frage mich nämlich, ob die Zuschauerzahl in diesem Moment überhaupt zweistellig ist. So etwas muss ganz schön frustrierend sein für eine Band. :|

Discreation können dann wieder zulegen – nicht nur, was die Zuschauerzahl angeht, sondern auch bei Geschwindigkeit und Aggressivität. Diese Sorte Death Metal macht bei mir live Laune – nun ja, zumindest, wenn er so gekonnt dargeboten wird wie an diesem Abend. Die (meist) pfeilschnellen Gitarren mit gelegentlichem thrashigem Einschlag, giftig-aggressiv wirkende Vocals und angemessen ballernde Drums sorgen für die richtige Motivation zum Bangen. Und wenn sonst kaum jemand mitmacht, ist mir das dann auch wurscht. :)

In diesem Sinne der Appell zum Schluss: Schaut mal wieder ein paar Underground-Bands an, das ist nicht teuer und tut auch fast gar nicht weh. :)

Rest of 2011

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , on 30. April 2012 by Micha

Nach dem „Best of“ jetzt mit reichlich Verspätung ein „Rest of“ – einige Events des letzten Jahres wollte ich noch erwähnen, statt sie einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Wenn ich für die alle noch einen eigenen Artikel schreiben wollte, wäre wahrscheinlich auch 2012 wieder um, bis ich damit durch bin. Deshalb packe ich mal alles in diese Zusammenfassung.

Ein wichtiges Ergebnis des Jahres 2011 ist: ich habe immer weniger Zeit, hier etwas zu schreiben, und oft auch gar keine Lust, nach einem komplett vor dem PC verbrachten Arbeitstag auch noch abends vor dem Ding zu hocken. Es wird sich noch zeigen, wie es dieses Jahr so weitergeht…

Aber nun zu den wichtigen Dingen:

Im Frühjahr war ich beim Building a Force-Festival in Bad Rappenau, Hail of Bullets ansehen. Die waren auch wie immer gut, nur leider war die Veranstaltung nicht besonders gut besucht, so dass nicht besonders viel Stimmung aufkommen konnte. Powerwolf haben dort auch gespielt – die Band wurde in den letzten Monaten ja anscheinend mächtig hochgejubelt, was ich nicht verstehen kann. Schlimmer Cheese Metal ist das. Noch erwähnenswert: Feel the Campfire – zwei Mann sitzen auf der Bühne, davon einer mit Akustik-Gitarre, und spielen Metal-Klassiker von Venom, Black Sabbath, Manowar & Co. in Unplugged-Versionen. Ganz unterhaltsam.

Ebenfalls im Frühjahr: eines der besten Konzerte des Jahres – Macabre und Support im Skullcrusher Dresden. Bis auf die elektronischen Spielereien mit dem Gesang fand ich den Opener Rompeprop nicht weiter erwähnenswert, der Auftritt von Birdflesh dagegen war hervorragend. „Sounds like: Crazy thrashing grindcore“ behaupten die Jungs auf ihrer Myspace-Seite, und das trifft es ganz gut. Macabre konnten da dann aber tatsächlich noch einen draufsetzen, die haben sich ja regelrecht in einen Rausch gespielt. Nur so mein Eindruck. Und einen Maskenmann mit Mordwerkzeugen gab es auch endlich mal wieder auf der Bühne. Was will man mehr?

Ach ja, dass ich noch mal einen guten Auftritt von Hate Eternal erleben werde, da habe ich die Hoffnung so langsam aufgegeben. Auch dieses Mal wieder das alte Spiel, wie jedes Mal, wenn ich mir diese Band anschaue: Die Songs werden alle kurz und klein geballert vom viel zu lauten Schlagzeug, so dass vom Rest viel zu wenig zu hören ist. Jungs, ihr habt alle so viel drauf, und dann vermurkst ihr es immer derartig?

Immerhin durfte ich aber am selben Abend auch eine coole Band neu entdecken: Defiled aus Japan. Die sind es echt wert, sich mal näher mit ihnen zu befassen.

Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass noch der letzte Teil des Party.San-Berichts aussteht. Da mich nicht nur beim Schreiben, sondern auch bereits beim Besuch damals irgendwann die Ausdauer verlassen hat, hier nur kurz zwei Anmerkungen: Die Enttäuschung des Festivals waren für mich Morgoth, auch wenn ich mit dieser Meinung wohl ziemlich alleine dastehe. Herausstechend an den ersten Veröffentlichungen waren für mich die schön kranken Vocals von Marc Grewe. Das ist geradezu van-Drunen-Niveau. Davon war bei diesem Auftritt leider so ziemlich gar nix mehr zu hören, stattdessen gab es Death-Thrash-Vocals mehr oder weniger von der Stange. Dazu wirklich, wirklich, wirklich bescheuerte Ansagen: „Wir sind Morgoth, und wer seid ihr?“ Was soll man denn darauf antworten? „Ich bin Herbert Schwackowiak aus Bottrop-Kirchhellen!“ oder so? Dazu ein gefühltes Dutzend mal „We are back!“. Das beste war immerhin das Duett mit Dreier von Purgatory bei Pits of Utumno, denn Dreier ist ’ne coole Sau.

Positiv überrascht haben mich dagegen Enslaved. Das liegt daran, dass ich die von einem Auftritt vor Urzeiten als ganz normale Black- bzw. Viking-Metal-Band in Erinnerung hatte, seitdem hat die mich nicht mehr besonders interessiert. Um so faszinierender fand ich dann, was die Band inzwischen zu bieten hat: Progressive Viking Metal – ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Die Songs sind entsprechend sperrig und komplex, gleichzeitig aber auch sehr atmosphärisch. Sehr stark.

Sonst noch was? Ach ja – die Kollegen von Exhumed sind erstmal zum alten Festivalgelände gefahren und waren deshalb nicht rechtzeitig für ihren Auftritt da. Wenn das mal nicht Ärger gab…

Die Indoor-Saison wurde dann für mich eröffnet im kleinen Saal des Hellraiser. Ich finde ja so kleine gemütliche Veranstaltungsorte immer wieder klasse. Noch besser, wenn es dann wie hier auch noch Freibier gibt. Da die Veranstaltung leider nicht so gut besucht war, musste ich den ganzen Abend keinen Cent für Getränke ausgeben. Die Daheimgebliebenen haben außerdem noch eine hervorragende Band verpasst, nämlich Damnation Defaced. So in etwa würde sich Disbelief anhören, wenn die progressiver wären. :)

Das Way of Darkness-Indoor-Festival war auch wieder (während es dieses Jahr ja bedauerlicherweise ausfällt) mit zu vielen Bands, um sie hier alle zu erwähnen. Nur soviel: gute Auftritte der Freitags- bzw. Samstags-Headliner Sodom und Entombed.

Und dann war das Jahr auch schon fast wieder rum, das letzte wichtige Metall-Ereignis war die Morbid Angel-Tour im November/Dezember. Bei ihrer eigenen Tour konnten sie natürlich länger spielen als auf dem Party.San. Die Band schien mir gut aufgelegt und bester Dinge zu sein – ich war es auch, weil ich in der ersten Reihe stehen konnte und Trey kaum einen Meter vor mir vor sich hinsoliert hat. Hervorragend. Leider haben die Supportbands Nervecell und Benighted nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hätten.

Erfreulicherweise haben aber alle Bands der Morbid-Angel-Tour außer Morbid Angel zwei Wochen später noch einmal in der Region gespielt, da war dann schon mehr los.

Und das war dann also das Jahr 2011. Hätten wir das auch erledigt…