Archive for the Heavy Metal Category

Wasted Playback

Posted in Fun, Heavy Metal with tags , on 23. September 2013 by Micha

Ein bisschen Spaß kann am Wochenanfang nicht schaden:

Das Ergebnis, wenn man eine richtige Band wie Iron Maiden zwingen will, Playback zu spielen wie all die ganzen Pop-Hampelmänner? Ein legendärer Auftritt.

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Live: Rock Im Betonwerk 2013

Posted in Death Metal, Grindcore, Heavy Metal, Live, Thrash Metal with tags , , , , , , on 13. September 2013 by Micha

Rock im Betonwerk 2013

25.-27.07.2013 – Mittelbach, Betonwerk

Kann es sein, dass Metal „In“ ist? Halt, halt, das war eine rhetorische Frage. Ganz klar ist das der Fall, wenn nicht nur die etablierten Festivals jeder Größenordnung über von Jahr zu Jahr steigende Besucherzahlen berichten, sondern sogar ein Industriebetrieb auf die Idee kommt, auf dem Betriebsgelände mitten im Gewerbegebiet eine eigene Open-Air-Veranstaltung aufzuziehen.

Das „Rock im Betonwerk“ entstand vor ein paar Jahren als kleine Veranstaltung für Kunden der Heidelberger Betonelemente GmbH & Co. KG (schon fast ein Stück Heimat) in Chemnitz-Mittelbach. Am Anfang war das noch eine recht übersichtliche Veranstaltung hauptsächlich mit Cover-Bands. Mit der Zeit ist das Ganze zu einem drei Tagen dauernden Event angewachsen, bei dem sich nicht nur bekannte Bands wie Exodus oder Amorphis auf der Bühne ablösen, sondern auch immer wieder mal interessante Kombos auftreten, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt, wie z.B. Gorguts im letzten Jahr.

Allerdings war ich trotzdem noch nie bei dieser Veranstaltung zugegen, da diese bisher immer am Party.San-Wochenende stattfand. Dieses Jahr allerdings ist der Termin um zwei Wochen nach vorne verschoben, also kann ich mir das auch mal anschauen. Ein kurzer Blick in die Running Order offenbart, dass eigentlich nur der Freitag für meinen Besuch in Frage kommt. Übernachten wollte ich sowieso nicht dort auf dem Zeltplatz direkt an der Bundesstraße – bei der kurzen Anfahrt wäre das auch fast ein bisschen so, wie im eigen Garten zu zelten.

Als ich am späten Nachmittag auf dem Gelände ankomme, spielen gerade Kissin‘ Dynamite. Schwäbischer Glam Metal, das muss ich nicht unbedingt sehen, also bleibt um so mehr Zeit, sich mal auf dem Gelände umzuschauen. Der Veranstaltungsort ist eine große Betonfläche auf dem Betriebsgelände des Werks, an einem Ende ist die nicht gerade kleine Bühne aufgebaut, am anderen eine Art Biergarten mit Bänken und Tischen unter Sonnenschirmen. Die sind auch nötig, knallt doch an diesem Wochenende die Sonne ordentlich vom Himmel, bei Temperaturen deutlich über 30 Grad. Eine durchaus beachtliche Anzahl an Ständen und Buden für Speis und Trank verteilt sich ebenfalls auf dem Gelände. Hat ein bisschen was von Brauereifest, das Ganze.

Eine zweite Bühne (unpassenderweise „Black Stage“ genannt) befindet sich in einer benachbarten Werkhalle. Diese und die „Metal Stage“ im Außenbereich werden immer im Wechsel bespielt, wobei das interessantere Programm eindeutig in der Halle zu finden ist.

Die erste Indoor-Band für mich ist Fleshgod Apocalypse. Die Italiener kommen mit Frack, Hemd und Fliege auf die Bühne. Außerdem haben sie noch ein echtes Klavier samt Pianist und eine Sängerin mit dabei. Allerdings ist von diesen Extras erstmal nichts zu hören, denn bei dem Sound in der Halle ist es erstmal nicht so einfach, überhaupt die einzelnen Instrumente herauszuhören. Im Laufe der Zeit wird das besser, dann sind auch mal Klaviermelodien oder Opernarien-Gesang zu hören. Allerdings waren solche symphonischen oder Klassik-Elemente im Metal noch nie so meins. Wenn ich mir die mal wegdenke, bleibt ein eher technischer Death Metal, der mich aber auch nicht gerade packen kann. Also insgesamt für mich eine Band, die ich mal so mitnehme, aber nicht unbedingt sehen muss.

Zwischendurch auf der Außenbühne: Turisas. Meh.

Wieder innen in der kühlen Halle steht jetzt der Auftritt der Band an, die der Hauptgrund für meinen Besuch hier ist. Aus der Kategorie „sieht man nicht alle Tage“: Anaal Nathrakh. Ich muss mich mal eben nach vorne durch – aber viel drängeln muss ich gar nicht, die Besucherreihen sind relativ spärlich. Da hätte ich eigentlich größeres Interesse erwartet. Die Abwesenden verpassen einen guten Auftritt. Dave Hunt aka V.I.T.R.I.O.L. zeigt eine energische Performance und eine variable Gesangsleistung von clean bis fies, allerdings nicht ganz so extrem wie auf Konserve. Für das ganz kranke, punkige Geschrei wird auf die Dienste des Bassisten zurückgegriffen. Der Sound ist auch hier wieder nicht optimal, mit zu leisen Gitarren, allerdings wird der nach meinem Eindruck mit der Zeit besser. Oder das ist einfach nur meine Begeisterung für Songs wie More of Fire than Blood oder Volenti non fit iniuria, die mich alles das vergessen lassen… Beim Party.San werden dann doch wohl hoffentlich mehr als die paar Hanseln heute diese tolle Band sehen wollen.

Zwischendurch auf der Außenbühne: Pain. Meh. Aber die Lightshow ist ganz gut (mittlerweile ist es dunkel).

Drinnen wird es dann technisch mit Obscura. Und siehe da, jetzt passt offenbar alles mit dem Sound. Ist auch besser so bei den gebotenen Instrumental-Kunststücken. Die progressiven musikalischen Verrenkungen sind gut zum Hören und Staunen, weniger zum Haareschütteln und Abgehen. Trotzdem durchaus interessant – das finden offenbar auch eine Menge andere Zuschauer, denn die Halle ist jetzt wieder gut gefüllt. Mit dem obligatorischen Death-Cover (wenn ich mir nur gemerkt hätte, welchen Song sie da covern) wird der Auftritt abgeschlossen.

Jetzt auf der Außenbühne: Suicidal Tendencies als Headliner. Irgendwie war ich nie ein großer Freund des Crossover-Thrash, und schon gar nicht von diesem ganzen Skater-Gedöns. Knackig-aggressive Riffs und dicke Moshparts hamse trotzdem. Mir reicht es allerdings, mir das Spektakel von der Seitenlinie anzuschauen. Habe ich die Kameraden also auch mal live gesehen.

Offenbar um keinen Ärger mit den Nachbarn zu bekommen, spielen die letzten drei Bands in der Halle, sozusagen als „Post-Headliner“. Von diesen habe ich mir gleich zwei auf der Running Order dick angestrichen.

Da wären einmal Lock Up. Exzellenten Deathgrind ballern die mir um die Ohren. Kein Wunder, wenn die Herren Embury, Lindberg, Barker und Reisenegger gemeinsam aufspielen, dann kann man Qualität erwarten. Eine Supergroup quasi, auch wenn die Beteiligten diese Bezeichnung anscheinend nicht so gerne hören. Leider wollen nur wenige diesen Auftritt sehen, ein paar wenige Zuschauer verlieren sich in der Halle. Zum Glück lassen sich die Musiker davon nicht aus dem Konzept bringen und knüppeln ordentlich drauflos. Ach ja, ein Terrorizer-Cover (Storm of Stress) gibt es wie schon beim Party.San-Auftritt, als ich sie das erste Mal live gesehen habe, auch wieder. Sicherlich zu Ehren des verstorbenen Terrorizer- und Lock Up-Gitarristen Jesse Pintado.

Brutal Truth schließlich setzen ganz auf Grindcore von der etwas chaotischen Sorte. Es sind sogar noch weniger Zuschauer anwesend als zuvor. Hutträger, Barfußfan und Frontsau Kevin Sharp lässt sich nicht beirren und wirbelt trotzdem wie aufgezogen über die Bühne. Auf jeden Fall unterhaltsam.

Plötzlich sind sie alle wieder da, die Zuschauer, sobald die Excrementory Grindfuckers die Bühne betreten. Es ist richtig rappelvoll. Ich muss mich schon sehr wundern über den Musikgeschmack hier und heute. Denn auch in Death und Grind verpackt – Schlager bleibt Schlager und damit prinzipiell Mist. Einmal habe ich diese Band zuvor gesehen, das reicht dann auch. Ich hänge nur noch ein bisschen rum, bis das letzte Bier ausgetrunken ist, dann aber nix wie weg.

Das „Rock im Betonwerk“-Festival wird sicherlich kein neuer Pflichttermin für mich, aber ich werde wahrscheinlich in Zukunft doch ab und an hier dabeisein, wenn das Billing halbwegs passt. Das wird von Fall zu Fall entschieden. :-)

Links #16

Posted in Heavy Metal, Thrash Metal with tags , , , , , , , , on 25. Mai 2013 by Micha

Hoppla, da hatte ich ja schon eine ganze Weile keine neue Ausgabe meiner Linksammlung. Dabei haben sich eine Menge mehr oder weniger interessante Sachen angesammelt.

Retro

Posted in Heavy Metal with tags on 14. November 2012 by Micha

Na sowas, da ist doch tatsächlich ein bislang verschollener Black-Sabbath-Song wieder aufgetaucht, direkt aus dem Jahre 1970:

The Sword gehört auch zu diesen Bands, über die ich immer wieder irgendwo etwas höre oder lese (hier zum Beispiel), von denen ich aber bisher noch keinen einzigen Song gehört habe. Ich bin offensichtlich nicht auf dem Laufenden darüber, was gerade so angesagt ist. Egal, allzu viel habe ich anscheinend nicht verpasst.

Live: In Flammen Open Air 2012 – Tag 1

Posted in Death Metal, Heavy Metal, Live, Thrash Metal with tags , , , , , , , , , , on 12. September 2012 by Micha

Teil 1

Am ersten „richtigen“ Festivaltag geht die Sause zwar erst gegen Mittag los, aber bis dahin gibt es auch noch genug zu tun, ausruhen zum Beispiel, oder Verpflegung kaufen in der nahegelegenen Filiale von Feinkost Albrecht. Das ist in diesem Fall besonders vorteilhaft, denn beim In Flammen gibt es wie vielleicht bekannt ist keine Trennung zwischen Zeltplatz und eigentlichem Festivalgelände. Die mitgebrachte Verpflegung, besonders die in flüssiger Form, kann daher auch direkt vor der Bühne verzehrt werden.

Das Festival offiziell eröffnen dürfen Prowler aus Leipzig. Schon das Outfit macht klar, wohin die Reise geht: zum perfekten 80er-Jahre-Look fehlen neben den knöchelhohen Turnschuhen, Leggings, Stirnband und Lederweste eigentlich nur noch die Pudelfrisuren. Auch musikalisch sind da natürlich die 80er angesagt, der ganz klassische Heavy Metal eben. Der kommt auch sehr gut an, der Auftritt ist für die frühe Stunde bereits recht gut besucht.

Als nächstes gebe ich mir dann Sympathy for the Devil. Moderner Metal mit Groove- und Core-Elementen würde ich das jetzt mal nennen, was da so geboten wird. Dabei langt der Fünfer schon kräftig hin, der Sound ist durchaus als brachial zu bezeichnen. Allerdings ist dieser Auftritt leider auch nicht übermäßig einprägsam, viel mehr ist davon bei mir nicht hängengeblieben.

Anders sieht das schon bei den bayrischen Thrashern Dust Bolt aus. Die Band hatte ich mir vorgemerkt, und sie enttäuscht meine Erwartungen nicht. Ausgefeilte Songs, knackige Riffattacken, wobei die eine oder andere Melodie hindurchscheint, thrashtypische Gitarrensolos, eine gute Show – das ist eine runde Sache. Ach Quatsch, ein richtig guter Auftritt, der jede Menge Spaß macht.

Der Spaß steht auch im Vordergrund bei der Show von Isacaarum. Oder besser gesagt, eine leichte Form des Irrsinns. Das fängt schon bei den Äußerlichkeiten an: Der Sänger hat sich zum Beispiel aus einem schwarzen Tuch, zwei Teesieben und zwei Laserpointern eine schicke Verkleidung gebastelt, während der Gitarrist eine Sturmhaube mit zum Pentagramm angeordneten LEDs vorm Auge. Diese modischen Accessoires werden zwar schnell beiseitegelegt, aber die Kaspereien gehen munter weiter. Das äußerst theatralische Auftreten des Sängers mit viel Augenrollen und Gehampel ist da nur der Anfang. Der Höhepunkt (ha!) ist gekommen (ha! ha!), als er demonstriert, wie doll lieb er seinen Bassisten hat. Er tut zwar nur so, wir sind hier schließlich nicht bei einem Shining-Auftritt, trotzdem ist er den Rest der Show damit beschäftigt, sich nicht vorhandene Haare aus den Zähnen zu pulen und sich über seine klebrigen Finger verwundert zu zeigen. Das ist schon sehr lustig, vor allem nach ein paar Bier. Die Musik selbst wird dabei allerdings doch etwas in den Hintergrund gedrängt, es wird halt gedeatht und gegrindet.

Als nächstes wird es dann wieder ernsthaft, Thornafire aus Chile sind an der Reihe. Der Sound des Trios liegt irgendwo zwischen alten Morbid Angel, wenn die weniger finster wären, und einer Krisiun-Variante, die langsamer und nicht ganz so heftig zu Werke geht wie das Original. Guter Death Metal, gerade richtig, um mal ordentlich die Rübe zu schütteln.

Ich gönne mir dann mal eine Pause und bin erst wieder beim Auftritt von Decapitated vor Ort, zusammen mit anscheinend so ziemlich jedem anderen Festivalbesucher auch. Zum ersten Mal ist der Platz vor der Bühne so richtig vollgepackt. Ich muss mich etwas wundern, vom Party.San-Gig im Jahr zuvor war die Band mir etwas technischer in Erinnerung, heute gibt es dagegen aggressiv und geradeheraus direkt aufs Maul. Vielleicht liegt dieser Eindruck ja daran, dass ich mir das Ganze diesmal nicht gemütlich von hinten anschaue, sondern irgendwo mittendrin stecke. Und es geht richtig schön ab, sowohl auf der Bühne, wo der Sänger wie ein Wilder hin- und herrennt und die Dreads fliegen lässt, wenn er nicht gerade das Publikum besuchen geht, als auch davor.

Wie jedes Jahr sind natürlich auch dieses Mal Dawn of Fate wieder dabei. Eigentlich mache ich ja jetzt erst mal ein Päuschen, aber selbst von weiter weg ist zu erkennen, dass die Stimmung mal wieder bombig ist und die Band ordentlich abgefeiert wird (auch das ist wie immer). Deshalb schaue ich mir dann doch noch kurz den Schluss des Auftritts der Black/Death-Lokalhelden an.

Genug Zeit für andere Sachen bleibt dafür dann wieder bei Ozzmosis. Wie der Name verrät, handelt es sich dabei um eine Ozzy-Osbourne-Cover-Band. Mit dem Solo-Werk von Ozzy konnte ich noch nie viel anfangen, deshalb bin ich nicht gerade scharf auf die Kopie. Innerhalb der ersten Minuten der Show wird schon deutlich, dass der Sänger eine perfekte Ozzy-Imitation drauf hat – er tapert genauso unsicher über die Bühne und brabbelt genauso undeutlich ins Mikro wie das Original. Ich finde das allerdings schon im besagten Original eher peinlich anzuschauen, deshalb spare ich mir die Kopie dann gleich ganz.

Aber nun ist endlich der Headliner dran – Obituary. Die erste Frage dazu: Waren die nicht bisher immer zu fünft? Heute sind sie jedenfalls zu viert angetreten, dementsprechend auch mit nur einer Gitarre. Klassiker wie Find The Arise oder die übliche Zugabe Slowly We Rot kommen natürlich immer gut, und John Tardy höre ich immer gerne live, der klingt nämlich immer noch so geil wie auf den Alben. Und dennoch – ich habe die Obis schon besser gesehen, irgendwie konnten sie mich dieses Mal nicht so mitreißen. Das ist natürlich Gejammer auf hohem Niveau, und überhaupt sehen die restlichen Besucher das anscheinend irgendwie anders. Also gibt es statt weiterer Überlegungen dazu noch Bier, und gut isses.

 

Live: In Flammen Open Air 2012 – Warm Up

Posted in Death Metal, Heavy Metal, Live with tags , , , on 29. August 2012 by Micha

05.-07.07.2012 – Torgau, Entenfang

Ob das wirklich so eine gute Idee war, den Weg vom Bahnhof zum Festivalgelände zu Fuß zurückzulegen? Diese Frage kann man sich ja bei 30° und einer Luftfeuchtigkeit von gefühlten 120% schon mal stellen. Aber es hilft ja nichts, der nächste Bus kommt erst in einer Stunde vorbei, und sich mit dem Taxi zum Eingang des Geländes chauffieren zu lassen, ist ja wohl mehr als untrve, oder? :-)

Immerhin komme ich früh genug an, um noch eine der kostenlos beim Einlass verteilten CDs abzugreifen. Ein eher durchwachsener Sampler, aber einem geschenkten Gaul und so… Dennoch ist es nicht mehr früh genug, um noch einen der begehrten Plätze am Waldrand für mein Zelt zu erwischen. Das deutet schon darauf hin, dass es dieses Jahr ein paar mehr Zuschauer werden – letztes Jahr um diese Zeit konnte ich noch ein schattiges Plätzchen ergattern.

Baue ich also mein Zelt auf freiem Feld auf, dabei geht schon der Großteil meiner begrenzten Getränkevorräte drauf, denn Schwitzen macht durstig. Das war übrigens Maßarbeit – fünf Minuten nachdem das Ding steht, geht ein Gewitter begleitet von einem mächtigen Platzregen nieder. Der Blitzeinschlag beim With Full Force in der Woche zuvor ist da natürlich Gesprächsthema, aber auch wieder nicht zu abschreckend, denn unterstellen ist trotzdem angesagt.

Es schüttet immer noch, als die Busse, die die Besucher zur Warm-Up-Party bringen sollen, pünktlich vorfahren. Also heißt es rennen, nützt aber nix, der kurze Weg zum Parkplatz reicht schon, um triefnass zu werden. Während der Fahrt sind eine Reihe von Feuerwehreinsätzen und überfluteten Kellern zu besichtigen. Außerdem geht ein Flasche Erdbeer-Orange-Wodka-Mix rum, und Obst ist ja bekanntlich gesund. Prost!

Es schüttet immer noch beim obligatorischen Tankstopp. Nix wie rein in die Alkoholika-Verkaufsstelle. Die machen heute wahrscheinlich den Umsatz des Jahres.

Es schüttet immer noch bei der Ankunft in Riesa am Elbanleger, also fix über die Gangway an Bord des Elbdampfers. Und  kaum sind alle an Bord, hört der Regen auf, es kommt später sogar die Sonne wieder etwas zum Vorschein. Das nenne ich mal Timing.

Was soll uns nun der ganze Sermon sagen? Ach so, ja: Wetter bescheiden, Stimmung bombig.

Musik gibt es natürlich auch noch an Bord. Da wären erst mal die Prophets of the Rising Dead. Bei dem Namen könnte man fast vermuten, dass es sich um eine Metalcore-Kombo handelt, aber das stimmt zum Glück nicht. Dargeboten wird vielmehr flotter Death Metal mit deutlicher Thrash-Kante. Das ist nun nicht rasend originell, aber ausgesprochen unterhaltsam. Genug immerhin, dass ich mir für kleines Geld ihre EP Welcome to the Wasteland mitnehme zum Zuhausenochmalhören.

Als nächste Band  dürfen die Skanners aus Italien ran. Wieder einmal, muss man schon sagen, denn die haben die letzten beiden Jahre bereits beim In Flammen gespielt, und dieses Jahr stehen sie auch schon wieder am Samstag auf dem Programm. Das ist mir jetzt zuviel Skanners, so oft muss ich die wirklich nicht sehen. Entsprechend hält sich mein Interesse doch arg in Grenzen. Ich bin auch nicht besoffen genug für diese Art Musik. Beim Großteil der Kreuzfahrtgäste kommen sie mit ihrem Hard Rock/Heavy Metal aber anscheinend gut an.

Und das war es auch schon wieder. Die Warm-Up-Party kam mir letztes Jahr doch länger vor. Klar, dieses Mal musste niemand aus dem Wasser gefischt werden. Ein weiterer Unterschied zum vorigen Jahr: Die Bar auf dem Festivalgelände hat bei der Rückkehr noch geöffnet. Mein Zelt ist übrigens mittlerweile schön zugebaut. Nett.

Black Sabbath live

Posted in Doom Metal, Heavy Metal with tags , , , on 23. Mai 2012 by Micha

Es dürfte inzwischen wohl jeder schon mitbekommen haben: es gibt eine Black-Sabbath-Reunion. Eigentlich nur eine Dreiviertel-Reunion, da Drummer Bill Ward nicht dabei ist. Über diesen ganzen Zirkus könnte man allein schon seitenweise schreiben, aber egal…

Vor ein paar Tagen gab es nun das erste Club-Konzert dieses Line-Ups, gewissermaßen zum Aufwärmen. Ich habe mir von dem ganzen Reunion-Theater nicht viel versprochen, schließlich ist Ozzy schon lange nur noch ein Schatten seiner selbst aus besseren Tagen. Freundlicherweise hat ein Zuschauer dieses Konzert komplett mitgeschnitten und bei Youtube eingestellt. Und ich muss sagen, Mr. Osborne ist wesentlich besser in Form als ich erwartet hätte. Die Songs, die gespielt wurden, sind sowieso allesamt Klassiker. Das bedeutet also: Reinhören in dieses Bootleg lohnt sich, bevor es von YT gesperrt wird. Hier isses: